<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002</id><updated>2011-10-03T17:12:45.198+02:00</updated><category term='KMK'/><category term='Repression'/><category term='Bildungsstreik'/><category term='Politik'/><category term='Systemfrage'/><category term='Demokratie'/><category term='Westerwelle'/><category term='FDP'/><category term='GdP'/><category term='Polizeigewalt'/><category term='Drei Königstreffen'/><category term='Studentenproteste'/><category term='Neoliberalismus'/><category term='Partizipation'/><title type='text'>Da fällt mir gerade ein</title><subtitle type='html'>Daniel "JoS" Lucas ist Student der Germanistik und Philosophie an der Universität Duisburg-Essen. Dieser Blog dient als Grundlage für Auseinandersetzungen mit politischen, kulturellen, gesellschaftlichen oder auch wirtschaftlichen Fragen.
Anderweitige kreative Arbeiten entstehen im Rahmen des Musikjournalismus und seiner eigenen musikalischen Arbeit.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>72</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-3756598761208529864</id><published>2011-10-03T14:29:00.006+02:00</published><updated>2011-10-03T14:34:13.160+02:00</updated><title type='text'>Spielplatz (vorübergehend) geschlossen - Eine Replik</title><content type='html'>In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 25.09.2011 schrieb Nils Minkmar einen Lobgesang auf die deutsche Universität. Das einzige Problem daran: Ihr Schwächen hat er sehr gut erkannt, ihre Stärken jedoch massiv verzerrt dargestellt. Es stimmt zwar, dass die Zahl der Studienanfänger massiv steigt; das hat jedoch weniger mit einer neuen, interessierten und intellektualisierten Jugend zu tun, als mehr mit der Tatsache, dass inzwischen für immer mehr Berufe ein Studium notwendig ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Massiv fallen dabei vor allem zwei Studientypen auf. Zum einen sind das die Wirtschaftswissenschaftlerinnen und Wirtschaftswissenschaftler, die trotz des Schwerpunktes auf die Betriebswirtschaftslehre meinen, binnen weniger Jahren seien sie Börsenmillionäre, aber außer ein paar theoretischen Modellen in ihrem Studium nichts gelernt haben – vor allem keinen kritischen Blick auf jene Wirtschaftsmodelle. Zum Anderen ist es die „Irgendwas-mit-Medien“-Generation, die sich gerne in Studiengängen wiederfindet, die irgendwie ein bisschen Soziologie, mit ein bisschen Informatik, ein bisschen BWL und ein bisschen Kulturwissenschaft  – im weitesten Sinne – mischen. Auf die deutsche, und nicht nur diese, Publizistik kommt also eine Welle von Nachwuchsschreiberlingen zu, die mal ein bisschen Schreiben gelernt haben, jedoch kein Gebiet, worüber sie schreiben könnten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch der Suaheli-Anekdote des Herrn Minkmar ist etwas entgegenzusetzen; eine Spanisch-Anekdote nämlich. Eine Kommilitonin von mir wurde gerade in diesem Semester aus einem Spanischkurs geworfen. Er war weder überfüllt, nicht einmal voll, noch wollte sie einen Schein erwerben und hätte somit irgendeine Form von bürokratischem Aufwand erzeugt. Sie wollte lediglich ihre spanischen Minimalkenntnisse etwas erneuern. Leider wurde dieser Kurs vom falschen Institut veranstaltet. Nicht einmal von einer Fakultät, welcher sie nicht angehört, lediglich von dem falschen Institut innerhalb der gleichen Fakultät!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Abenteuerspielplatz, wie ihn Herr Minkmar an der deutschen Universität gerne sehen möchte, existiert so nicht. Es ist wahr, dass einige wenige sich aus der Schafherde lösen und eine schöne Zeit an der Universität verbringen. Diese jedoch bleiben auch oft da und werden in Zukunft wiederum wenige begeistern können. Die Majorität der Studierenden rennt jedoch blökend von Seminar zu Seminar, Vorlesung zu Vorlesung und Büro zu Büro. Sie ist weder in der Lage kritisch zu denken, noch Inhalte zu hinterfragen, eigenständig Interessen auszubilden oder gar Spaß an wissenschaftlichem Arbeiten zu entwickeln. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob der Ansturm auf die Universitäten unter diesen Gesichtspunkten so positiv zu sehen ist, erscheint durchaus fragwürdig. Es erscheint eher, dass die Universität als Abenteuerspielplatz aufgrund des großen Ansturms aus Sicherheitsgründen geschlossen werden muss. Aber direkt gegenüber steht ein kleines Verwaltungsgebäude mit netten grauen Fluren. Man muss nur vorher eine Nummer ziehen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-3756598761208529864?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/3756598761208529864/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2011/10/spielplatz-vorubergehend-geschlossen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/3756598761208529864'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/3756598761208529864'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2011/10/spielplatz-vorubergehend-geschlossen.html' title='Spielplatz (vorübergehend) geschlossen - Eine Replik'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-5083734768829598658</id><published>2011-08-09T02:50:00.002+02:00</published><updated>2011-08-09T02:52:04.510+02:00</updated><title type='text'>Deutschland, äh, London in Flammen</title><content type='html'>Zu dem, was gerade in London - und inzwischen wohl auch in Birmingham und Liverpool - passiert, werde ich mich in den nächsten Tagen noch ausführlicher und vor allem auf meine persönliche Meinung bezogen, äußern. Bis dahin möchte ich auf einen Artikel von mir hinweisen, welcher &lt;a href="http://www.suite101.de/content/eine-stadt-in-flammen-a120337"&gt;hier&lt;/a&gt; zu finden ist.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-5083734768829598658?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/5083734768829598658/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2011/08/deutschland-ah-london-in-flammen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/5083734768829598658'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/5083734768829598658'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2011/08/deutschland-ah-london-in-flammen.html' title='Deutschland, äh, London in Flammen'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-6448634886444438301</id><published>2011-07-08T22:44:00.001+02:00</published><updated>2011-07-08T22:44:55.601+02:00</updated><title type='text'>Von Demokratieexporteueren und Kriegstreibern</title><content type='html'>Ich möchte an dieser Stelle mit einer kleinen Geschichte, einer Allegorie beginnen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einem kleinen Land gibt es einen König. Diesem Land geht es, aus verschiedenen Gründen, sehr gut. Oder anders: In diesem Land geht es Einigen sehr gut, Anderen gut und wiederum Anderen nicht so gut, hungern muss keiner. Nun, da das Volk aber satt ist, stellt es Fragen nach emanzipatorischen Schritten. Es fragt sich zum Beispiel die Bauernschaft, warum denn nur der Adel eine höhere Bildung erreichen darf, auch wenn der Bauer doch auch seinen Sohn auf eine höhere Schule schicken könnte. Der König, der von diesen Gedanken natürlich erfährt, ruft den Adel des Landes zusammen und sie beraten, wie sie ihre Privilegien sichern können. Es gibt verschiedene Vorschläge, die aber alle als unzureichend abgelehnt werden. Plötzlich ruft Garf Christian Demoesticus von Uhlsen, man müsse sich unverzichtbar machen für das Volk; der Baron Friedrich Düppelscheidt zu Patringen stimmt dem zu und merkt noch an, man müsse einen Feind schaffen. Aber es gibt keine Feinde gegen dieses Land, und so sucht man und sucht und findet endlich einen Staat, einen renommierten Staat, der über Geld, aber nicht über Technologien verfügt und von dem man weiß, dass seine Eliten mit Gruppen sympathisieren, die diesem Staat gefährlich werden könnten. Das kleine Land rüstet also diesen Staat auf und sieht sich bald bedroht. Es erhöht die Präsenz von Sicherheitskräften und bleibt unangetastet, so war es auch ausgemacht. Die Eliten des Landes jedoch sagen, dass es nur so sei, weil sie da wären, und weil sie schon so lange da wären. Die Menschen, in Angst um ihr Leben, glauben diesen Eliten und geben ihre emanzipatorischen Pläne auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ungefähr so funktioniert die deutsche Politik und dies seit dem Ende des kalten Krieges unter der Regierung Merkel so stark, wie nie zuvor. Wer nur ein wenig in die Historie von Krieg, Frieden und Terrorismus schaut, der findet eine erstaunliche Wechselseitigkeit von Beziehungen. Die Feinde der freien Welt kämpfen zumeist mit Waffen dieser Welt. Die Taliban wurden aufgebaut als Bollwerk gegen den Kommunismus; Saudi-Arabien ist der Hauptunterstützer und das Gründungsland Al-Quiadas. Die führenden Köpfe der Organisation wurden in den USA, in Deutschland und in anderen EU-Staaten ausgebildet. Nun will die deutsche Regierung 200 Leopard Panzer an Saudi-Arabien verkaufen. Vielleicht. Oder auch nicht? Der Sicherheitsrat tagt geheim, aber seit Tagen verteidigen die Koalitionäre eine Entscheidung, die doch irgendwie nie getroffen wurde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Christian Stroebele merkte in der Bundestagsdebatte zum Thema an, dass der Sicherheitsrat ein Ausschuss des Kanzleramtes ist und die Kanzlerin die Sicherheitsstufe senken könnte. Warum geschieht das nicht? Und warum wurde Saudi-Arabien plötzlich zum geeigneten Partner für Waffenlieferungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oft wird von rechten Politikern die Zustimmung Israels genannt. Doch warum stimmt Israel dem plötzlich zu? Erstaunlicher Weise begründet Israel diesen Umschwung mit dem Wandel in der Region, d. h., der Demokratisierung der arabischen Welt. Auch Israels Politik begründet sich primär auf dem Prinzip Angst. Anders ist es kaum zu erklären, dass eine reaktionäre Partei, wie die Likud-Partei, einen solchen Zuspruch findet. Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass Avigdor Liebermann das zionistische Recht über die allgemeine Erklärung der Menschenrechte stellt und damit argumentativ auf einer Ebene mit Islamisten und christlichen Fundamentalisten steht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch sollten wir nicht vergessen, dass Saudi-Arabien die Demokratiebewegung in Bahrein niedergeschossen hat. Des Weiteren muss auch betrachtet werden, dass der Streit zwischen Saudi-Arabien – einem der autoritärsten Staaten der Welt – und Iran vor allem ein innerislamischer ist. Es geht hier primär um die Differenzen von Sunniten und Schiiten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deutschland hat durch die Arabellion massive Probleme. Moralischer, demokratietheoretischer und vor allem wirtschaftlicher Natur. Wir haben durch die arabischen Despotien so gut verdient wie jeder andere westliche Staat. Vor allem die CDU weiß, wie profitfeindlich Demokratien sein können. Wenn plötzlich Grundrechte mitbedacht werden müssen, kann das die Gewinnspanne schon einmal schmälern. Außerdem kann Despotien mehr abgeknüpft werden. Aus dem letzten Waffengeschäft mit Saudi-Arabien zog die CDU selbst massive finanzielle Vorteile. Es war damals die Schreiberaffäre, die noch immer nicht abgeschlossen ist und deren Repräsentanten heute sogar wieder auf Ministerstühlen sitzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein weiteres Waffengeschäft mit Saudi-Arabien, vor allem zu diesem Zeitpunkt, wäre ein Schlag ins Gesicht der jungen Demokratiebewegungen. Auch wäre es ein Affront gegen die Werte, denen sich die Bundesrepublik angeblich verpflichtet fühlt. Sollte dieser Vertrag zu Stande kommen und der internationale Gerichtshof nicht eingreifen, so dürfen sich auch jene afrikanischen Regierungschef endgültig bestätigt fühlen, die schon länger die Asymmetrie in Sachen Strafverfolgung zwischen Europa und Afrika sahen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu Bedenken gilt auch Folgendes: Der Terrorismus, von dem wir uns bedroht fühlen – wie berechtigt auch immer – wäre ohne westliche Waffenlieferungen nicht möglich. Neben einem Profit ökonomischer Natur, entsteht auch noch ein machtpolitischer: Ein Volk in Angst lässt sich besser regieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Achja, natürlich muss auch klar sein, dass dies kein Erstfall ist. Jede Regierung in der BRD hat eklatante Abwägungsprobleme zwischen Menschenrechten und Profiten aus Rüstungsgeschäften gehabt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-6448634886444438301?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/6448634886444438301/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2011/07/von-demokratieexporteueren-und.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/6448634886444438301'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/6448634886444438301'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2011/07/von-demokratieexporteueren-und.html' title='Von Demokratieexporteueren und Kriegstreibern'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-7542913703767222727</id><published>2011-07-02T21:46:00.001+02:00</published><updated>2011-07-05T18:32:44.471+02:00</updated><title type='text'>Was Wissenschaft kann, muss und soll</title><content type='html'>Mögen sie nun Chatzimarkakis, Koch-Mehrin oder zu Guttenberg heißen. Was uns führende Politiker dieses Landes dieser Tage vorgeführt haben, ist ein Schmierentheater sondergleichen. Frau Dr. Angela Merkel (den Titel greifen wir mal nicht an) verkündete einst die Bildungsrepublik Deutschland. Die ProfessorInnenschaft war amüsiert; echauffieren tut man sich dort kaum noch, wenn die Ankündigungen und Umsetzungen der Politik in verschiedene Richtungen gehen. Was jedoch die Fälle von Plagiaten und vor allem den Umgang damit angeht, so ist Entrüstung angesagt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Kontra zum Merkelschen Republikausruf ist ihr Umgang mit der Causa zu Guttenberg. Sie habe keine wissenschaftlichen Mitarbeiter, sondern einen Minister bestellt. Noch einen drauf legte später die Bildungsministerin Dr. Annette Schavan – allgemein bekannt für ihre Feindseligkeit gegenüber der Realität. Sie wies darauf hin, dass die Universitäten doch aufmerksamer sein sollten; dass nicht so viele Studierende promoviert werden sollten. Nun haben wir aber ein System in Deutschland, welches von Frau Schavan gefördert wird, welches den Universitäten Geld für Absolventen bringt. Je höher der Abschluss, desto höher die Summe. Die ökonomischen und die epistemologischen Interessen der Hochschulen im Lande müssen also gegeneinander abgewogen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es stellt sich die Frage, wie verwerflich es ist, Studierende zu promovieren, die keine wissenschaftliche Laufbahn anstreben. Sollte Frau Koch-Mehrin der Universität Heidelberg ein paar tausend Euro eingebracht haben, ebenso Herr Chatzimarkakis der Universität Bonn, so muss man sich fragen, ob ihren Doktorvätern wirklich ein Vorwurf zu machen ist und vor allem, wie in Zukunft in solchen Fällen diese Praxis zu beurteilen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Haltung der rechtskonservativen Regierung zu diesem Thema ist schizophren. Frau Schavan sagte einst, wer nicht forschen wolle, der brauche auch keinen Master und versuchte damit den fehlgeschlagenen Bolognaprozess zu legitimieren. Schaut man jedoch in die Reihen der CDU/CSU Fraktionen, so findet man viele promovierte Mitglieder des Bundestages (MdB), auch wenn die Meisten davon Juristen sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei der Betrachtung dieser Aspekte sollte darauf geachtet werden, worauf sie wiederum rekurrieren. Vor allem in der bürgerlichen Konservativen gilt der wissenschaftliche Abschluss als Statussymbol. Weniger gefragt ist hingegen die wirklich kritische Reflektion und der Drang nach Wissen. Der Ausfall von Ersterem zeigt sich auch vor allem in dem Gebaren der Konservativen. So setzt man einen Vermittler und Verwalter von Schwarzgeld, Dr. (schon wieder einer) Wolfgang Schäuble, auch gerne einmal auf den Posten des Finanzministers. Warum Kinderschänder keine Kindergärtner werden dürfen, bleibt in diesem Kontext fragwürdig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für die Wissenschaft ist jedoch ihre Freiheit wichtig. Die Freiheit von ökonomischen und ideologischen Zwängen, die Freiheit von dem Zwang zur Verwertbarkeit. Was die Bundesrepublik braucht, ist ein festgeschriebener Satz an Investitionen in das Bildungssystem. Das betrifft nicht nur Hochschulen, sondern auch Fachhochschulen und weitere Schulen. Was Studierenden vermittelt werden muss ist der Spaß am Erwerb und an der Weitergabe von Wissen. Allein das Schulsystem würde deutlich besser funktionieren, wenn sich LehrerInnen als WissenschaftlerInnen verstünden, die den Drang nach Wissen an ihre Schülerschaft weiterleiten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Solange dies jedoch nicht möglich ist, werden die aktuellen Praktiken in der Promotion und auch in der wissenschaftlichen Publikation weiterhin fortgesetzt werden. Dies ist niemandem dienlich, außer jenen, die sich wünschen, dass es nur eine kleine Elite gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Achja, auch Studierende sollten sich generell überlegen, ob sie studieren, oder sich ausbilden lassen wollen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-7542913703767222727?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/7542913703767222727/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2011/07/was-wissenschaft-kann-muss-und-soll.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/7542913703767222727'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/7542913703767222727'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2011/07/was-wissenschaft-kann-muss-und-soll.html' title='Was Wissenschaft kann, muss und soll'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-8924547888459362250</id><published>2011-06-12T17:23:00.001+02:00</published><updated>2011-06-12T17:24:40.094+02:00</updated><title type='text'>(Groß)-Vater-Land</title><content type='html'>Als ich 23 Jahre alt war erfuhr ich, dass mein Großvater Mitglied der HJ war. Ich wusste bereits, dass er Mitglied der Wehrmacht gewesen war – nicht der SS, wie er immer betonte – Kriegsgefangener und leidender des Krieges. Es waren immer Geschichten, die Großeltern über die Zeit des Nationalsozialismus gerne erzählen. Die Apologetik des eigenen Leidens, der Minimalwiderstand als Heldentat und das eigene Unwissen als Maßstab der Bewertung des eigenen Tuns. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Großvater hatte eine entsprechende Begründung für seine Mitgliedschaft in der Jugend des Führers. Es waren ja irgendwie alle Mitglieder und als der Mann von der NSDAP damals kam, da wollte doch niemand außen vor sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Rezeption der eigenen Geschichte ist für dieses Volk ein Prozess des Umdeutens, Neuinterpretierens und Erstellens von Anachronismen. Deutschland ist noch immer das Land der Dichter und Denker, aber nicht die Geburtswiege des Faschismus. Beides ist durch die historische Komponente der Ereignisse begründet – vollkommen konträr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Antonyme des barbarischen Faschismus und des intellektuellen Werkes werden als Mittel zum Zweck der Erstellung einer Identität so gedeutet, wie sie gebraucht werden. Frei von jedem Maßstab der Verwendung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die 68er Bewegung, als erste Generation post bellum, deutete aus der nahen Vergangenheit den Auftrag zum Kampf gegen Unterdrückung – zumindest in den links-intellektuellen Zirkeln. Die konservative Jugend nutzte weiter die Seilschaften, welche auch den Faschismus überstanden hatten, welcher die alten Eliten und ihr empfundenes Recht auf Privilegien per natales nicht ausrotten konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die zweite Generation, die der Enkelkinder steht nun vor einem Problem, welchem sie sich nicht bewusst werden möchte. Die Auseinandersetzung mit der Generation der Großeltern, sofern die Auseinandersetzung der eigenen Eltern mit den Ihrigen unterlassen wurde, ist eine Pflichtübung der Selbstaufklärung und darf sich keinesfalls darin verlaufen, dass Äußerungen faschistoider Art als Schrulligkeiten abgetan oder aber damit entschuldigt werden, dass eine Person diesen Alters nicht mehr zu ändern sei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Generation, die um 1980 geboren ist, hat bereits den ersten deutschen Krieg nach dem Ende des Faschismus erlebt. Der Kosovokrieg wurde damals Joseph Fischer damit begründet, dass ein zweites Auschwitz unbedingt verhindert werden müsse. Fischer bediente sich damit auf oberster Staatsebene einer Dialektik des Antifaschismus, welche in verschiedenen Zirkel der linken Intelligenzija bereits seit dem Ende des Faschismus für massive Probleme sorgte. Seit Fischer jedoch die Potsdamer Verträge und vor allem das Diktum, dass nie wieder Krieg von deutschem Boden ausgehen dürfe, ausgehebelt hat, befindet sich Deutschland an der Seite der Erbfeinde, Kriegsgegner und Befreier (Nicht zwei, gar drei Herzen schlagen da, ach, in so manchen Staates Brust) auf dem Weg des radikalen Kapitalismus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Faschismus jedoch ist nur eine Spielart des Kapitalismus und gerade das sollte Deutschland gelernt haben. Und so ist es auch verständlich, dass die Reaktion auf die, wohl zu ehrlichen Worte, des Bundespräsidenten a.D., Dr. Horst Köhler, ausfielen, wie sie eben ausfielen. Dass man Wirtschaftskriege führe, dass die wirtschaftlichen Interessen und der Wohlstand dieses Staates nicht ohne Kriege gewährleistet sein kann, das ist etwas, was dem Volk nicht mitzuteilen ist, während die politischen und wirtschaftlichen Eliten dieses Staates, und auch die der supranationalen Vereinigungen, diese Notwendigkeit bereits so verinnerlicht haben, dass sie nicht einmal mehr die Oppositionen zwischen ihrem Handeln und Reden bemerken. So ist sich Horst Köhler bis heute nicht bewusst, dass er eine, für ihn basale, geradezu banale, Wahrheit aussprach, die doch plötzlich so anders klang. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allein dies lässt berechtigte Ängste vor der zukünftigen (und aktuellen) Wirtschaftspolitik der BRD aufkommen. Schlimmer jedoch, so erscheint es mir, sind die Parallelen zwischen Antisemitismus und Islamphobie. Die beiden Xenophobien gestalten sich strukturgleich und werden zum gleichen Zweck missbraucht, gleichzeitig klein gehalten und subversiv in den nationalen Diskurs eingeführt, bis sie als Meinung en vogue werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Gefahr, welcher wir als Gesellschaft ausgesetzt sind, ist die Gleiche, wie sie es vor den beiden großen Kriegen war. Machtstrukturen in einer Legitimationskrise, die Wirtschaft in der Abwärtsbewegung und ein gut strukturiertes Feindbild, welches nationalistische Ressentiments zu bedienen weiß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Margot Käßmann, eine Protestantin, führte auf dem letzten Kirchentag in Berlin eine kleine, katharsische Liturgie durch, welche sich auf einen Umstand bezog, der z.B. auch durch Dr. Angela Merkel, eine weitere Protestantin, herbeigeführt wurde. Dass Deutschland Waffen an Diktatoren, Despoten und andere Verbrecher liefert ist ein gern ignoriertes Faktum der deutschen Politik, was von vier bürgerlichen Parteien des Bundestages, und zu Teilen auch von der Linken, ohne Widerspruch akzeptiert wird. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Aufgabe der aktuellen Jugend wäre es dementsprechend die Strukturen der Macht, die mittelbare und unmittelbare Vernetzung von Krieg und Wirtschaft, die Offenlegung des Barbarischen im Kapitalismus als inhärente Notwendigkeit, die vererbbaren Privilegien der Eliten und die Spaltungen zwischen Macht und Wissen, zwischen Aktion und Reflektion, herauszuarbeiten, zu behandeln, zu diskutieren und an einer Lösung zu arbeiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stéphan Hessel schrieb ein kleines, lesenswertes Büchlein mit dem Titel &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Indignez vous!&lt;/span&gt;, sein neues, bald erscheinendes Werk heißt &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Engagez vous!&lt;/span&gt; und darauf sollte man gespannt sein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Achja, was uns die Griechenland-Krise gezeigt hat, ist unter anderem, dass nationalistische Ressentiments seitens des Boulevard gerne zur Lösung wirtschaftlicher Probleme mobilisiert werden. Während der Springerverlag gerne die Dichotomie des arbeitenden Deutschen und des faulen Griechen beschwor, spricht der griechische Boulevard nun gerne vom aufopfernden Griechen, der den Deutschen erst reich gemacht hat. So können Probleme natürlich auch umgangen werden...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-8924547888459362250?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/8924547888459362250/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2011/06/gro-vater-land.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/8924547888459362250'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/8924547888459362250'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2011/06/gro-vater-land.html' title='(Groß)-Vater-Land'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-2829207839886111170</id><published>2011-04-22T22:18:00.001+02:00</published><updated>2011-04-22T22:20:49.106+02:00</updated><title type='text'>Prolog</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Der Text vom gestrigen "Sprechreiz"-Slam.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Hey!“&lt;br /&gt;Schneller werdende Schritte, das Atmen wird schwerer.&lt;br /&gt;„Hey verdammt!!!“&lt;br /&gt;Ein dumpfer Schlag, ein Krachen, eher weniger angenehm, noch ein leises „doing“ und ein ganz unangenehmes Knacken – Kiefer meets Straßenlaterne. Ich ziehe die Vorhänge zu und überlege vielleicht doch umzuziehen.&lt;br /&gt;Aber sei’s drum, man lebt bekanntlich nur einmal und warum sich dann in falscher Sicherheit wiegen, wenn man doch in der Kneipe um die Ecke alle Bedürfnisse befriedigen kann. Ich schmunzele, eher aus Verachtung über die Nichtigkeit meines Humors denn aus Amüsement und setze mich wieder vor den grell scheinenden Monitor meines Notebooks. Zeit für das Klischee und die Gewohnheit: Kippe an – am Whiskey genippt – leichtes schmatzen – Kopf seufzend in den Nacken – ein langer Ausstoß der Rauchwolke – Zigarette in den Aschenbecher – verwirrtes Starren auf den Monitor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Mein Name ist Peter Thomassen und ich bin bereits tot!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Welch Drama, nein, da fehlt was.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Mein Name ist Peter Thomassen und ich bin bereits tot, aber seien sie sicher sie wollten es auch.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ne, ne ... so nicht&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Mein Name ist Peter Thomassen, ich bin tot und ihre verhurte Tochter ist daran Schuld.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ach, so etwas liest niemand&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ich bin die Biene Maja und fett&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weicht zu weit ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ich bin Peter Thomassen und bereits tot. Wäre ich dies nicht, so wäre ich spätestens am Ende dieser Seite für Sie gestorben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Welch Wortwitz, welch Humor, welch Ausdruck von, ja, von, nun, ich denke von Einfallslosigkeit und Verzweiflung. Aber mit dem richtigen Sammlungstitel passt das schon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Hallo, ich bin Peter Thomassen und bereits tot. Wäre ich nicht tot, so wäre ich spätestens am Ende dieser Seite für Sie gestorben, zumindest sofern Sie, wie empfohlen, die Einleitung am Ende lesen. Denn Sie wissen nun, auch sie sind ein Schwein. Guten Tag!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kopf in den Nacken – Langer Ausstoß des Rauches – Zigarette ausdrücken – Laptop zuklappen – Cut!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-2829207839886111170?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/2829207839886111170/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2011/04/prolog.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/2829207839886111170'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/2829207839886111170'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2011/04/prolog.html' title='Prolog'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-2257751294932125967</id><published>2011-03-23T10:32:00.005+01:00</published><updated>2011-03-23T11:03:26.731+01:00</updated><title type='text'>Guck Mal, Katastrophe!</title><content type='html'>In Libyen sitzt seit kurzem ein Despot an der Macht und Japan wurde erstmals durch ein Erdbeben erschüttert - die Welt ist geschockt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses Szenario würde durchaus Sinn machen, bedauerlich jedoch, dass Muammar Abu Minyar al-Gaddafi bereits seit 1979 die Geschicke des Staates steuert und Japan erlebt täglich kleinere Beben. Im Jahr 1923 forderte ein Erdbeben der Stärke 7.9 sogar mehr als 140.000 Todesopfer. Warum also plötzlich dieser Schlingerkurs?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Betrachten wir zuerst Japan:&lt;br /&gt;Japan liegt bekanntlich auf dem pazifischen Feuerring, ist von Erdbeben und Vulkanausbrüchen bedroht und muss sich durchaus auch mit den Folgen von Seebeben auseinandersetzen. Japan ist aber vor allem auch ein kleines Land, welches seinen technologischen und wirtschaftlichen Aufstieg auch mit einer entsprechenden Infrastruktur, vor allem im Energiesektor, unterfüttern musste. Das Kraftwerk in Fukushima war für eine Magnitude bis 8,3 gesichert, die Dieselaggregate für eine Flutwelle bis zu 5 Metern Höhe. Woher diese Vorgaben kommen, ist nicht bekannt. &lt;br /&gt;Atomkraftwerke in Japan zu bauen ist eine simple Konsequenz aus der Gewinnmaximierungslogik einer kapitalistischen Gesellschaft, welche die Vernunft weit hinter Fragen der Ökonomie einordnet.&lt;br /&gt;Anders ist auch die deutsche Reaktion nicht zu verstehen. Deutsche Atomkraftwerke sind nicht weniger sicher, als sie es vor dem 11. März waren; aber eben auch nicht weniger unsicher. Die japanische Katastrophe zeigte lediglich, dass ein Restrisiko - so klein es auch sein mag - irgendwann immer Eintritt. Die deutsche Panikreaktion ist durch zwei Faktoren zu erklären: Erstens steht vor allem Stefan Mappus vor einer schweren Landtagswahl. Der baden-württembergische Ministerpräsident bat die Kanzlerin einst, den Umweltminister zurückzupfeifen. Nun muss sich die CDU einer plötzlichen Anti-Atomhaltung stellen. Zweitens überholt die CDU damit in einem populistischen Kampf die Grünen auf den progressiven Weg. Wie es nach den Landtagswahlen weitergeht hängt stark davon ab, wie sich die Stimmung in der Bevölkerung wandelt; so zynisch es klingen mag, aber ein GAU wäre ein Gesundheitsschock für die internationale Energiepolitik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch der Fall Libyen ist ein blanker Akt des Populismus. In Opposition, wie auch Regierung. Seitens der Regierung möchte man sich keinen weiteren Krieg gönnen, seitens der Opposition keinen Diktator im Amt lassen. Dass die SPD nun rein will, nach Libyen, nachdem sie doch raus will, aus Afghanistan, ist einfach unverständlich.&lt;br /&gt;Auch die Abfolge der Maßnahmen gegen Libyen ist amüsant. Nachdem Franzosen und Briten bereits Luftangriffe fliegen hat man sich nun für ein Waffenembargo entschieden. De facto sehen sich die Rebellen - deren Ziele absolut undurchsichtig sind - einem bunten Strauß internationaler Waffenfabrikate gegenüber.&lt;br /&gt;Der Zynismus der Staatengemeinschaft erinnert dabei an das alte Krupp-Motto: Liefere ich an Freund und Feind, bringt jede Leiche Geld. &lt;br /&gt;Dass es in Libyen darum ginge, Grundsätze wie Freiheit oder Demokratie durchzusetzen, ist eine dumpfe Phantasterei. Es handelt sich eher um den puren Narzissmus der kriegsführenden Parteien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Achja, gehts von Libyen aus direkt nach Syrien oder Bahrein?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-2257751294932125967?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/2257751294932125967/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2011/03/guck-mal-katastrophe.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/2257751294932125967'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/2257751294932125967'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2011/03/guck-mal-katastrophe.html' title='Guck Mal, Katastrophe!'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-8800408754080256790</id><published>2011-02-10T23:38:00.002+01:00</published><updated>2011-02-10T23:39:27.116+01:00</updated><title type='text'>Gedanken an Morgen</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Dies ist der Text, welchen ich heute auf dem "Sprechreiz"-Slam gelesen habe.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und während du dort stehst, versuche ich Stand zu fassen. Klammere mich an die Zigarette, als wäre sie der höchste Mast des sinkenden Schiffes und die Hoffnung bestünde darin, dass der Mast so hoch ist und dieses Schiff so langsam sinkt, dass ich empor klettern könnte um dort zu verharren, bis eine rettende Hand mich in ein wackeliges Boot zieht, welches dann meine Rettung darstellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch die Zeit, diese scheiß Nussschale, sinkt so schnell, dass man kaum begriffen hat, dass sie angekratzt wurde und der rettende Mast verglüht, bevor man sich an die Kälte des Wassers gewöhnen konnte, welches die Glut erstickt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und nun muss ich reden, muss etwas sagen, denn wir sind hier wegen mir, nun eigentlich wegen dir, oder eben dir und mir, das wiederum ist eben kein wir, und dennoch sind wir hier und ich muss nun reden, darf meine Fragen stellen, auf die ich keine Antworten bekomme und feststellen, dass die Illusion der Rettung nur die Halluzination des Ertrinkenden ist; und während mir all dies klar wird starre ich auf den Boden, zu deinen Füßen, vor die ich mich werfen würde, wüsste ich nicht, dass es vergebens ist, denn wir sind hier wegen mir, wegen dir und mir, irgendwie auch wegen dir, aber eigentlich, weil wir nicht wir sind, sondern du und ich, was ich immer wusste, du immer verneintest, ich immer betonte, du immer zu negieren versuchtest - am Ende zementiertest.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch die Vergangenheit ist ein vergessener Traum und ein vergebenes Ideal, an das man zurückdenken kann, wenn man die Waffe gegen sich selbst richtet, die aber die Kugel nicht daran hindert die Lähmung zu schaffen, wenn sie das Hirn zerfetzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und nun rede ich, rede ohne etwas zu sagen, denn wir sind hier wegen mir, nun eigentlich wegen dir, oder eben dir und mir, das wiederum ist eben kein wir und dennoch sind wir hier und ich begreife, dass es ein Fehler war, Fragen stellen zu wollen, auf die man keine Antwort bekommt, weil das Gefühl, dieser elende Bastard, das bekommt, was die Bestie verdient, wenn sie sich aus ihrem Versteck traut und dem Licht des Tages entgegen tritt; gelockt von Sirenengesang und entgegen seinem Willen und die Sonne ist nicht das wärmende Licht, sondern die verglühende Allmacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch die Metapher ist nur eine Pointe des Gedankens, welche die Träne nicht davon abhält, wenn sie sich den Weg entlang der Wange wagt und und hindert auch die Lippen nicht daran verzerrt zu wirken, wenn der Stolz gebrochen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und während du dort stehst klammere ich mich an die Flasche, wie an den rettenden Mast des sinkenden Schiffes und spüre doch, dass sie das Meer befüllt, dass mich zu verschlucken droht. Doch versänke ich nicht in diesem Meer, welches ich selbst befülle, ich fiele in den Abgrund, den du grubst. Und dem freien Fall ist doch die Agonie vorzuziehen, imaginiert man sich bloß einen Mast, an den man sich klammern kann.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-8800408754080256790?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/8800408754080256790/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2011/02/gedanken-morgen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/8800408754080256790'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/8800408754080256790'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2011/02/gedanken-morgen.html' title='Gedanken an Morgen'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-8016015139536367758</id><published>2011-01-05T17:37:00.003+01:00</published><updated>2011-01-05T17:47:11.535+01:00</updated><title type='text'>Vorsicht, Ideologie!</title><content type='html'>Der SPIEGEL hat sich erneut eine kleine Meisterleistung erlaubt, indem er auf seiner Onlineplattform einen Artikel zu einem Text herausgebracht hatte, welchen Gesine Lötzsch in der Jungen Welt publizierte. Autor Stefan Berg scheint sich bei seinem Unterfangen vor allem eines gedacht zu haben: Bloß nicht recherchieren! So machte er sich nicht einmal die Mühe, über den ersten Absatz des Artikels hinweg zu lesen. Nicht einmal die letzten Zeilen las er, denn dort heißt es: „Es sind viele Bausteine, mit denen wir darum kämpfen, in der heutigen bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft über sie hinaus zu wirken, die Profitdominanz über Wirtschaft und Gesellschaft zu überwinden, die Ansätze einer neuen Gesellschaft »hineinzupressen« in die alte, bis sich beweist, daß dem demokratischen Sozialismus die Zukunft gehört.“ Kommunismus? Fehlanzeige!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der benannte Artikel bezieht sich auf den Rosa Luxemburg Kongress und so tut es auch Frau Lötzsch. Luxemburg, im Gegensatz zu Stalin, befürwortete Beteiligungen an den Wahlen zur Nationalversammlungen und, auch das hebt Lötzsch hervor, konnte sich nie mit dem Parteikommunismus der UdSSR anfreunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Reaktionen der politischen Rechten auf diesen Artikel verliefen wie zu erwarten. Ideologieschelte und die Jetzt-ists-raus Mentalität. Doch was ist raus? Frau Lötzsch gibt in ihrem Text ein blühendes Bekenntnis zum Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ab. Denn es steht eben nicht in §1 „Das Recht einer Minorität auf Profitmaximierung und Akkumulation von Kapital ist unantastbar“, sonder „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Bedauerlicher Weise verfahren die etablierten Parteien, vor allem die CDU, eher nach ersterem Prinzip.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der zweite amüsante Punkt ist der Begriff der Ideologie. Gerne wird er von Konservativen genutzt, doch was ist eine Ideologie? Laut Marx ist eine Ideologie ein „Gebäude, das zur Verschleierung und damit zur Rechtfertigung der eigentlichen Machtverhältnisse dient“. Aha? Castro, befragt ob er inzwischen an Gott glaube, sagte, er sei noch immer dialektischer Materialist. Beides, Dialektik, wie auch Materialismus, widersprechen dem Ideologiebegriff. Eher ist er anwendbar auf Religion oder eben die pseudo-demokratrische Politik der rechten und wirtschaftsnahen Parteien. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was Frau Lötzsch fordert ist Aufklärung und Partizipation – doch das will die Rechte nicht. Und weil ihr das so gut gelungen ist schreit der Parteisoldat brav mit – ohne zu wissen was eigentlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Achja, Dominik Sekulak schrie wieder laut mit. Mein liebes Kind, nur weil was drauf steht, ist es noch lange nicht drin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Links:&lt;br /&gt;http://www.jungewelt.de/2011/01-03/001.php?sstr=l%F6tzsch&lt;br /&gt;http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,737780,00.html&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-8016015139536367758?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/8016015139536367758/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2011/01/vorsicht-ideologie.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/8016015139536367758'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/8016015139536367758'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2011/01/vorsicht-ideologie.html' title='Vorsicht, Ideologie!'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-5470594573762096883</id><published>2010-11-22T19:04:00.002+01:00</published><updated>2010-11-22T19:04:54.810+01:00</updated><title type='text'>Zurück zum Konsens</title><content type='html'>Nach den Debatten über Bildung, die Bundeswehr im Ausland und die Frage nach der Beteiligung der Verursacher der Finanzkrise (auch wenn diese These stark verkürzt ist) an deren Bewältigung ist es einmal wieder Zeit für ein Konsensthema in Deutschland.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Volk in Angst lässt sich bekanntlich leichter regieren und die Deutschen neigen offensichtlich zur Präventivparanoia (H. Rether). Nun sind wir also auf Stufe neun der Zehnerskala und schwerbewaffnete PolizistInnen prägen das Bild der öffentlichen Orte, v.a. an jenen, welche der Infrastruktur zugehörig sind. Doch warum?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie unsinnig Maschinenpistolen in diesem Kontext sind, ist offensichtlich. Ein Akt der Terrorabwehr, zumal gegenüber Selbstmordattentätern, stellen diese nicht dar. Vielmehr erscheint es auch hier so, dass – vor allem auf Betreiben der Unionsparteien – das Volk einmal wieder an einen Zustand herangeführt werden soll. Ähnlich wie bei der vorsichtigen Installation von Kameras gibt es nun die Gewöhnung an paramilitärische Einheiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch die Sicherheit ist ein Konsensthema in Deutschland. Und dafür nimmt der brave Bürger bekanntlich so einiges hin, er hat doch nichts zu verbergen. Angst haben soll das Volk nicht, aber aufmerksam sein und natürlich das tun, was es immer tut. Gleichzeitig baut der Staat eine einschüchternde Kulisse auf. Wer einmal in Mitten eines Polizeikessels gelaufen ist, so wie ich es Anfang des Jahres in Frankfurt erlebt habe, weiß um die Stimmung, welche von Vermummten ausgeht, die Einen durch die Nacht führen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuletzt wurde nachgelegt: Es solle kein pauschales Misstrauen gegenüber Moslems geben. Abgesehen natürlich von Jenen, die arabisch sprechen und viel Zeit in ihrer Wohnung verbringen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Finanzkrise der dreißiger Jahre brachte den Faschismus mit sich. Die SS marschierte paramilitärisch auf und der subtile Antisemitismus wurde gestärkt. Die Angst vor dem Islam ist in Deutschland jedoch nicht subtil, auch nicht das Misstrauen und der unverhohlene Hass. Auch nicht die Diffamierung. Wenn ein Innenminister solche Statements abgibt, so weiß er darum, dass sich die Wirkung in Gegenteiligem ausdrückt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Achja, das macht mir Angst.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-5470594573762096883?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/5470594573762096883/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/11/zuruck-zum-konsens.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/5470594573762096883'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/5470594573762096883'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/11/zuruck-zum-konsens.html' title='Zurück zum Konsens'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-6870294047183693808</id><published>2010-11-01T23:39:00.003+01:00</published><updated>2010-11-01T23:51:35.676+01:00</updated><title type='text'>Sunk Cost Fallacy</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;An dieser Stelle erneut ein wenig "Literatur". Auch diese Geschichte liegt in jenem Ordner, welcher, im besten Falle, einmal unter dem Titel "Agonie &amp; Ecstasy" veröffentlicht wird. Viel Spaß!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihr Körper bildet im Gegenlicht eine verführerische Silhouette, welche ich beobachte, während ich rauche. Sie streift sich ihr Top über, das letzte Kleidungsstück, bevor sie das Gegenlicht verlassen, in den Flur gehen und sich ihre Jacke und Schuhe nehmen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich liege auf dem Bett und mein Körper zittert. Ich sehe es an der Zigarette in meiner Hand, welche immer wieder einen Teil ihrer Asche auf den Laken verliert, weil ich sie nicht ruhig über dem Aschenbecher halten kann. Ich sehe es an der Decke, welche unter den Bewegungen meiner Füße bewegt.  Inzwischen hat sie das verführerische Gegenlicht verlassen. Sie wird wiederkommen, kurz, sich verabschieden. Sie ist ist höflicher Mensch. Und ich liege dort, halte krampfhaft den glühenden Tabak und versuche mich zu beherrschen, bis sie endgültig die Tür nach sich geschlossen hat. Sie ist nie geblieben. Anfangs wartete ich immer auf die Schritte. Die zufallende Tür. Dann eine Pause. Dann die Schritte. Die Schritte, welche mir zeigen sollen, dass es nur eine kurze Provokation war. Ihre Silhouette erneut im Gegenlicht, ihre Kleidung, wie sie fällt und sie wieder zurück ins Bett kommt, an meine Seite. Ihre Haut so nah meiner zu spüren, ihr Kopf in meinen Armen und dann der Schlaf. Der Schlaf im sanften Gegenlicht, welches nicht mehr ihre Silhouette zeigt. Sie zeigt sie nicht, denn sie liegt neben mir, in meinen Armen und ich schlafe ein und rieche den Duft ihrer Haut. Nicht jenen Duft, welchen die Laken noch immer in sich tragen, nein, den Duft, welcher direkt von ihrer Haut ausgeht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und so fällt das sanfte Gegenlicht auf mich. Es provoziert mich, denn erneut fällt es auf mich und erneut erklingen keine Schritte. Die Tür fiel in das Schloss, es gab nur einen kleinen Laut; einen Laut, welchen die Nachbarn nicht hören werden. Ich liege hier und zittere. Ich sehe es an der Zigarette in meiner Hand, welche immer wieder einen Teil ihrer Asche auf den Laken verliert, weil ich sie nicht ruhig über dem Aschenbecher halten kann. Ich sehe es an der Decke, welche unter den Bewegungen meiner Füße bewegt. Inzwischen ist das Gegenlicht nicht mehr verführerisch; es verspottet mich. Armer Tor! Glaubst immer noch, du könntest diese Frau besitzen? Besitzen? Nicht besitzen! Sie bei dir haben. Sie kommt wieder, immer wieder. Sie kommt zu dir und raubt dir deine Sinne. Raubt dir die Sinne, weil sie dich ihre rauben lässt. Und dann? Dann liegst du dort und starrst in das sanfte Gegenlicht, welches plötzlich so brutal erscheint und schämst dich deiner selbst. Doch für was? Du hast nichts falsches getan! Du liegst nur dort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dein Leben ist kein Versagen. Du kommst über die Runden, hast einen guten Job und verdienst gutes Geld. Deine Wohnung erscheint nicht so, aber du bist bescheiden. Auf deinem Konto häuft sich langsam Geld an. Du hast Freunde, Bekannte, hast Menschen, mit denen du regelmäßig zu tun hast. Du gehst einmal in der Woche Fußball spielen. Du schwimmst an zwei weiteren Tagen und besuchst einen politischen Stammtisch. In deinem Regal stehen zwei Bücher, die du selbst verfasst hast. Und dennoch starrst du in dieses Gegenlicht und erwartest diese Schritte, welche sanft über dem Boden schweben. Sanft wie ihr Lächeln. Dieses Lächeln, die Opposition ihres sexuellen Gebahrens. Wenn du über sie hergefallen bist – so wie Sie über Dich – dann möchtest du dieses Lächeln spüren. Möchtest in dich aufnehmen – sensititv. Möchtest ihre Haut an deiner spüren- Möchtest es aufnehmen – olfaktorisch. Willst ihren Geruch niemals missen müssen. Möchtest es aufnehmen – gustisch. Willst sie küssen. Möchtest es aufnehmen – auditiv. Möchtest das sanfte Atmen ihres Schlafes hören. Möchtest es aufnehmen – visuell. Willst das sanfte Auf- und Ab ihrer Brust sehen. Doch du liegst hier und starrst in das Licht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich stehe auf, lösche das Licht. Im Halbdunkel des Raumes beginnt eine zweite Paarung. Die verführerische Mary Jane trifft den rauen Jack Daniels. Sie verstehen sich gut. Sie brauchen dieses elende sexuelle nicht. Sie schmiegen sich ineinander, umringen einander, vereinen sich, stoßen sich ab, bleiben, gehen und am Ende liegen sie Arm in Arm beisammen und bereiten einen schönen Schlaf. Sich und mir.&lt;br /&gt;Es klopft an der Tür und ich erwache aus meinen Gedanken. Das Licht ist noch immer an und ich habe die letzten Minuten nur geträumt. Wollte sie hinzu träumen und erwache nun in froher Hoffnung. Wer, wenn nicht sie. Ich eile. Ich verlangsame. Nein, auch du warst beschäftigt. Ich lasse mir mehr Zeit, als nötig wäre. Langsam öffne ich die Tür, versuche verschlafen und gewinnend zu blicken. Vor meiner Tür stehen zwei Männer. Ich erkenne ihre Uniformen. Es sind Beamte der Bundespolizei. Ich öffne die Tür und ergebe mich vollständig. Ich weiß nicht warum, ich habe nichts getan. Doch der Moment ist zu passend. Sie legen mir Handschellen an und führen mich das Treppenhaus herunter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Straße steht sie und raucht eine Zigarette, ein Polizist spricht mit ihr. Später werden sie mir alles sagen. Sie hatten mich im Auge, ich war unschuldig, sie manipulativ. Ich begehrte sie so sehr, dass ich jede ihrer Anspielungen als Aufforderung nahm und mich selbst belastete. In ihren Sachen war immer ein Tonband. Jede Nacht mitgeschnitten und immer hatte sie mehr gefordert und ich ihr mehr gegeben. Wenn sie nur diesen Kriminellen lieben konnte, ich wollte dieser Kriminelle sein- Hauptsache, sie liebte mich. Langsam schritt ich an ihr vorbei. Bedauern? Angst? Apologetik? Desinteresse! Nur das lag in ihrem Blick. Sie war, wie sie mir später mitteilten, eine Prostituierte. Sie wurde bezahlt für jede Nacht. Ein Spitzel und eine Hure. So viele Frauen hatte ich neben ihr und nur Sie wollte ich. Ein böses Spiel des Schicksals. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich zu Bett ging ergriff ich die gesammelten Tabletten unter meinem Kissen. Ich war ein vorzüglicher Häftling. Ich hatte die Schuld gestanden, obwohl ich die Materie nicht verstand, in welcher ich mein Verbrechen begannen hatte. Ich bekam ein sanftes Urteil. Bei mir wurden psychische Krankheiten festgestellt. Angstattacken, schizophrene Anfälle. Ich behielt die Tabletten, so gut es mir möglich war. Nun waren es nur zwei Tage bis zum Ende meiner Haft. Ich ging zum Waschbecken und füllte den Becher mit Wasser. Daraufhin setzte ich mich auf mein Bett und starrte in Richtung der Tür. Durch die Luke fiel ein matter Lichtschein. Ich nahm eine Tablette nach der Anderen, dann zwei auf einmal, dann drei, dann vier. Irgendwann hatte ich sie alle geschluckt. Ich blickte dem matten Lichtschein entgegen, welcher zu jenem Gegenlicht wurde, in welchem sich ihre Silhouette widerspiegelte. Das Licht veränderte sich. Ich hörte Schritte; diesmal kam sie zurück.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-6870294047183693808?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/6870294047183693808/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/11/sunk-cost-fallacy.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/6870294047183693808'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/6870294047183693808'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/11/sunk-cost-fallacy.html' title='Sunk Cost Fallacy'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-5130352234781123927</id><published>2010-10-28T16:20:00.001+02:00</published><updated>2010-10-28T16:20:53.567+02:00</updated><title type='text'>AStA 3:0 Demokratie</title><content type='html'>Der AStA-tragenden Listen haben gestern die Sitzung des Studierendenparlaments an der Universität Duisburg-Essen vertagt. Die erste reguläre Sitzung nach der konstituierenden Sitzung konnte somit nicht abgeschlossen werden. Dies bedeutet, dass erst etwa 4 Monate nach Ende der Wahl die erste reguläre Sitzung beendet werden wird; das heißt nach dem ersten Drittel der Legislatur.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Interessant auch die inhaltliche Einbettung der Vertagung. Nachdem die Tagesordnung geändert worden war, um die Anträge vorzuziehen, – eingebracht von der LSD – da wichtige und unbedingt zu behandelnde Anträge auf der Tagesordnung stünden wurde ein Antrag auf Vertagung der Annahme des Protokolls der letzten Sitzung abgelehnt. Grund für diesen Antrag waren die mannigfaltigen Fehler in jenem Protokoll. Begründet wurde Antrag auf Vertagung u.A. damit, dass die Besprechung des Protokolls zu lange dauern würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein interessantes Vorgehen also von Seiten des RCDS und der Koalition. Zuerst werden zwei absolut unfähige Personen in ein Präsidium benannt, daraufhin werden Anträge abgelehnt, welche die inhaltliche Arbeit voranbringen und die Fehler der eigenen Leute ausgeglichen hätten und zuletzt argumentiert die Reaktion mit der Unfähigkeit der eigenen Leute um den demokratischen Prozess zu verhindern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Achja, inhaltlich wurde noch nichts besprochen, in den letzten 4 Monaten, zumindest nicht im Rahmen des StuPa.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-5130352234781123927?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/5130352234781123927/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/10/asta-30-demokratie.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/5130352234781123927'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/5130352234781123927'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/10/asta-30-demokratie.html' title='AStA 3:0 Demokratie'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-1630125697188390947</id><published>2010-10-23T23:13:00.000+02:00</published><updated>2010-10-23T23:13:58.779+02:00</updated><title type='text'>Revolution 1 [youtube]</title><content type='html'>Betrachtung des Status Quo. Weitere Videos folgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object style="background-image:url(http://i4.ytimg.com/vi/3bcf0LyiGjY/hqdefault.jpg)"  width="425" height="344"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/3bcf0LyiGjY?fs=1&amp;amp;hl=de_DE"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/3bcf0LyiGjY?fs=1&amp;amp;hl=de_DE" width="425" height="344" allowScriptAccess="never" allowFullScreen="true" wmode="transparent" type="application/x-shockwave-flash"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-1630125697188390947?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/1630125697188390947/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/10/revolution-1-youtube.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/1630125697188390947'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/1630125697188390947'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/10/revolution-1-youtube.html' title='Revolution 1 [youtube]'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-6339734059543834255</id><published>2010-10-19T21:28:00.000+02:00</published><updated>2010-10-19T21:29:21.779+02:00</updated><title type='text'>Keine Forschung in der Lehre – Betrachtung der Massenuniversität</title><content type='html'>Warum verkürzt ein brillianter Linguist de Saussure? Warum nimmt ein begabter Anthropologe fehlerhafte historische Einordnungen hin? Warum erklärt ein genialer Sprachphilosoph simple Voraussetzungen ein ums andere Mal?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Hauptbefürchtung der HochschullehrerInnen während der letzten Bildungsproteste war, dass die Studierenden und die Öffentlichkeit die Lehre als primäre Aufgabe der Universitäten ansähen – und nicht die Forschung. Gegenteiliges wurde immer beteuert, viel mehr noch der unbedingte Zusammenhang zwischen qualitativer Forschung und guter Lehre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;De Facto existiert diese Verbindung nicht mehr. Die Massenuniversität unserer Zeit ist keinesfalls ein Ort des Diskurses, an welchem interessierte Studierende aktiv die Forschungsergebnisse ihrer Dozentinnen und Dozenten erarbeiten, sie ist hingegen ein Ort, an welchem eine „richtige Denke“ oktroyiert wird. Arbeitsmarktkompatibilität, Zeitökonomie und Verkürzung:  Dies sind die Parameter der universitären Ausbildung. Ausbildung? Richtig, Ausbildung. Die Universität als Ort der Wissenschaft, Kunst und Kultur – ihrem Selbstzweck genügend und die soziale Wirklichkeit reflektierend – gibt es nicht  mehr. Vielleicht bleibt ein kleines studentisches Avantgarde  welches dann auch den wissenschaftlichen Nachwuchs bildet, die gesellschaftliche Betrachtung dieser Minorität wird jedoch keine positive sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Prof. Dr. Eschbach, Professor für Semiotik an der Universität Duisburg-Essen, stellte zum Beispiel die Frage, warum de Saussure falsch gelehrt werde. Die Antwort darauf ist einfach; festzustellen und zu unterrichten, dass das Hauptwerk jenes Linguisten gar nicht  Seines ist, bräuchte zu viel Zeit. Die Idee, welche unter seinem Namen veröffentlicht wurde, ist anerkannt. Warum also eine historische Richtigstellung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ebenso verhält  es sich mit der Verkürzung wichtiger und prägender Autoren. Ein Kapitel, ein Essay und alles zum Download. Ein Blick in die Zimmer der Geistes- und GesellschaftswissenschaftlerInnen wäre interessant. Ein ganzes Buch von Luhmann bei einem Sozialwissenschaftler? Descaters Mediationen bei einer Philosophiestudentin? Huxley bei Anglisten? Fehlanzeige. Ein Groß der GermanistikstudentInnen interessiert sich nicht einmal für Thomas Mann, Alfred Döblin oder Johann Wolfgang Goethe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eben so nimmt sich auch der Kulturbegriff dieser Generation aus. Kein Theater, kein wissenschaftliches Gespräch: Abendbeschäftigung ist vulgäres Feiern. Ab 18 Uhr ist der geneigte Student eben ein junger Mensch. Beneidenswert, wer den Kopf freikriegen kann, jedoch traurig, wer den Kopf immer frei hat. Und dies ist die Majorität. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Reformen im bildungspolitischen Sektor haben diese Bewegung gefördert. So löblich die soziale Öffnung der Universitäten war und ist, so falsch wurde sie angegangen. JedeR darf studieren und wer das intellektuelle Vermögen dazu hat, soll dies auch können. Aber nicht JedeR muss studierenden. Der normative Zwang zum Studium, welches die universitäre Laufbahn zur simplen Berufsausbildung degradiert, ist der gezielte Versuch einer reaktionären Politikerklasse eine sukzessive Verdummung eines Volkes herbeizuführen. Wer sich dem nicht ostentativ entgegenstellt fördert diese Entwicklung nachhaltig. Ein Studium soll und muss epistemologisch angelegt sein, keinesfalls auf Verwertbarkeit. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Achja, die Resignation der älteren ProfessorInnenschaft ist nachvollziehbar, doch sollte dies eine nachfolgende Generation niemals aufhalten!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-6339734059543834255?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/6339734059543834255/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/10/keine-forschung-in-der-lehre.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/6339734059543834255'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/6339734059543834255'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/10/keine-forschung-in-der-lehre.html' title='Keine Forschung in der Lehre – Betrachtung der Massenuniversität'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-6272868479561184411</id><published>2010-10-01T01:31:00.004+02:00</published><updated>2010-10-01T04:47:27.478+02:00</updated><title type='text'>Erst kommt das Fressen, dann die Moral</title><content type='html'>Ich werde, auf Grund der heutigen bzw. gestrigen Ereignisse, in den folgenden Tagen etwas zu dem Thema Stuttgart 21 schreiben. Sinn oder Unsinn dieses Projektes werden dabei ausgeklammert, da der Diskurs kein Mittel war, dass die Regierung Mappus in Betracht zog.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich werde mich in den folgenden Tagen, sofern möglich, mit den alternativen BerichterstaterInnen aus Stuttgart in Verbindung setzen und hoffe dort umfassendere Gespräche führen zu können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der heutige Tag stellt eine Novellierung der staatlichen Gewalt gegenüber dem demokratischen Souverän - dem Volk - in der Nachkriegsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland dar. Ob Stephan Mappus und Heribert Rech zurücktreten werden, was durchaus geboten wäre, werden die nächsten Tage zeigen. Dass Angela Merkel, auch als Kanzlerin, dieses Projekt als CDU Markenkern angegeben hat, zieht sie in die Verantwortung. Auch ihre Person ist, meiner Ansicht nach, politisch nicht mehr haltbar. Das radikale Durchgreifen der Polizei mit Methoden, welche aus den Ausbildungsbüchern der SS stammen könnten, ist ein bedrückendes Beispiel für die Unterminierung demokratischer Prinzipien und der Authorität des Volkes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es bleibt, an dieser Stelle, nur der Kommentar des Streams auf www.fluegel.tv zu zitieren: "Ohnmacht ist scheiße!"&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-6272868479561184411?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/6272868479561184411/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/10/erst-kommt-das-fressen-dann-die-moral.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/6272868479561184411'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/6272868479561184411'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/10/erst-kommt-das-fressen-dann-die-moral.html' title='Erst kommt das Fressen, dann die Moral'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-1720308518161518311</id><published>2010-09-29T22:24:00.004+02:00</published><updated>2010-09-30T00:20:21.552+02:00</updated><title type='text'>Hartz IV, Sarkozy und das Privatfernsehen</title><content type='html'>Was hat denn das Eine mit dem Anderen zu tun? Augenscheinlich wenig, doch hier entstehen Zusammenhänge auf einer Ebene, auf welcher wir sie lieber nicht sähen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beginnen wir mit der Debatte über Hartz IV. Wie die taz heute feststellte, ist der heiße Herbst bisher ausgeblieben und das wird sicher so bleiben. Die FAZ legte einen Artikel zur vollständigen Berechnung des Finanzaufwandes für einen Empfänger des ALG II vor. So erhalten Singles 645€ im Monat (inkl. Miete, Heizung und weiteren Nebenkosten) zzgl. 156€ Beitrag für die Sozialversicherung. Dieser Artikel sekundiert hervorragend zu den tendenziösen Statements der Ministerin für Arbeit und (Anti-)Soziales. Diese stellte fest - in bester FDP Manier - zu Arbeiten müsse sich lohnen. Jedoch geht Frau von der Leyen deutlich weiter. Ihre Aussagen lassen immer mitklingen, Arbeitslose seien doch eh faul und wollten doch gar nicht zurück auf den Arbeitsmarkt, der Zynismus jedoch nimmt kein Ende, so fuhr sie fort, dass „rein nach der statistischen Berechnung [...] die Kinderregelsätze sinken [müssten]“. Die Berechnungsgrundlage für die Sätze des ALG II ist bekannt. Es sind die unteren 20% der Einkommen in Deutschland. Dass Diesen nicht einmal mehr genug Geld für ihr Feierabendbier bleiben soll ist die eine Sache, die Berechnungsgrundlage eine andere.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Patrick Lindner - intellektueller Politsprössling in der falschen Partei - wird nicht müde den Ausbau des Niedriglohnsektors zu preisen. Dies beinhaltet zum einen natürlich Jobs, welche durch staatliche Mittel bezuschusst werden und somit aus der Statistik fallen, aber eben auch Einkommen am unteren Rand des Existenzminimums, welche wieder hinein fielen. Die Tendenz ist klar: Umso mehr BezieherInnen von geringen Einkommen, umso kleiner der Hartz IV Satz; eine Spirale nach unten. Hier findet sukzessive die Ausgrenzung einer "unproduktiven" Gesellschaftsschicht statt. Noch vor wenigen Jahrzehnten wäre von unwertem Leben die Rede gewesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Differenzierung zwischen guten und schlechten Menschen trifft auch Nicolas Sarkozy. Eines steht fest, die Roma sind schlechte Menschen. Integrationsunwillig und kriminell. Klein Nicolas weiß, was in vielen Ländern Osteuropas seit langem eine breite Mehrheit in der Bevölkerung findet: Sie müssen weg! Frankreich hat dort historisch gewisse Vorteile; es kann die Roma einfach ausweisen. Ländern wie Bulgarien z.B. müssen sich immer um aufwendige Genozide bemühen.&lt;br /&gt;Die Taktik Sarkozys ist klar. Er ist weder Rassist noch Faschist, doch wenn es kein politisches Vorankommen gibt und die Hälfte der MinisterInnen in Affären verstrickt ist gibt es nur einen Weg nach vorne: Das "Wir-Gefühl". Natürlich ist es schwer "Alle" in ein "Wir-Gefühl" einzubinden. Entsprechend wird der leichteste Weg gegangen, um Störungen zu verhindern: Alles, was nicht dazu gehört, ist eben der Feind. Ob Burkaverbot, oder die neuen Regeln für in Frankreich geborene Kinder mit Migrationshintergrund, Nicolas Sarkozy fährt die nationalistische Tour und ist damit in einem Europa, in welchem Belgien, Schweden und die Niederlande grade radikal nach rechts gerückt sind, in bester Gesellschaft. Dies ist das zweite Ausgrenzungsphänomen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beinahe vermute ich, die 23te Zeile zu schreiben, da ich nun zum Privatfernsehen komme. Spiegel TV zeigte kürzlich den Filmbeitrag "Unter Linken", in welchem Spiegelautor und Strahlemann-Journalist Fleischhauer mal so richtig mit seiner Familie abrechnen durfte. Von unsinnigen Debatten über ein Denkmal für ermordete Lesben im Nationalsozialismus (nachweislich wurde keine Frau wegen ihrer sexuellen Ausrichtung deportiert), über die Frage nach einem McDonalds bis hin zur Darstellung des Intendanten Claus Peymann als raffgierigen und bigotten Selbstdarsteller. Fleischhauer ist vor allem in dieser Szene indifferent. Gagen für Interviews werden oftmals vereinbart, um Absagen oder Ähnliches zu verhindern. Wie oft Peymann diese Gage wirklich bezahlt bekommt, wäre interessant.&lt;br /&gt;Des Weiteren ist der Journalist permanent ungenau und oberflächlich. Das jedoch interessiert nicht. Das Video, welches in vier Teilen auf dem Internetportal YouTube zu sehen ist, erfreut sich einer gewissen Beliebtheit und die Kommentare reichen von Genugtuung: "köstlich... endlich﻿ entlarvt Jemand die Linken Hohlköpfe" (anonymusxy), bis hin zum offenen Aufruf zum Mord: "Stellt sie an die wand das Linke pack oder steckt sie in busse die kolonnen weise ins meer fahren﻿﻿ !"(StankRush)[Die Zitate sind orthographisch und grammatikalisch nicht verändert, da dies gegen die Grundlagen der wissenschaftlichen Zitation verstieße - Anm. d. A.].&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und die Moral von der G'schicht? Was sich hier auftut ist eine Tendenz eines Lagers, welches sich gerne als "bürgerlich" bezeichnet, in Richtung faschistoider Hegemonie und bigotter Moraldogmatik. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Achja, statistisch sind übrigens in den ersten Jahren der BRD mehr Homosexuelle belangt worden, als in den Jahren des NS-Regimes. Aber was soll mensch erwarten, die Kader waren ja groß teils gleich.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-1720308518161518311?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/1720308518161518311/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/09/hartz-iv-sarkozy-und-das.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/1720308518161518311'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/1720308518161518311'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/09/hartz-iv-sarkozy-und-das.html' title='Hartz IV, Sarkozy und das Privatfernsehen'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-4743622540343923389</id><published>2010-08-22T22:06:00.000+02:00</published><updated>2010-08-22T22:06:14.918+02:00</updated><title type='text'>15 Years in Metal</title><content type='html'>Als kleiner ganz persönlicher Hinweis hier einmal der Link zur Show bezüglich des15-jährigen Bestehens von Damaged Justice. Demnächst dann wieder mehr Text.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://eternalconcert.de/15jahre/"&gt;eternalconcert - 15 Years in Metal&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-4743622540343923389?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://eternalconcert.de/15jahre/' title='15 Years in Metal'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/4743622540343923389/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/08/15-years-in-metal.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/4743622540343923389'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/4743622540343923389'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/08/15-years-in-metal.html' title='15 Years in Metal'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-528741960074341239</id><published>2010-08-12T16:02:00.002+02:00</published><updated>2010-08-12T16:41:06.692+02:00</updated><title type='text'>Und noch einmal...</title><content type='html'>Es war wohl der Satz des Abends: „Und deswegen darf dieser AStA nicht entlastet werden.“ Die Gründe? Mannigfaltig! Keine schriftlichen Berichte vorliegend, keine konkreten Aussagen, Straftatbestände, Satzungsverstöße etc.. Nun, so kam es dann glücklicherweise auch. Der AStA wurde mit 20 Nein zu 17 Ja-Stimmen nicht entlastet. Bedauerlich, dass es noch immer 17 ParlamentarierInnen gab, welche Satzungs- und Gesetzesverstöße für nicht so relevant empfanden, als dass es sie von einer  Entlastung hätte absehen lassen. Dank dennoch dem Teilerfolg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch bleiben wir doch etwas an diesem gestrigen Abend verweilen. Es war eine Sitzung, wie sie nur ablaufen kann, wenn Menschen ohne Interesse an einem demokratischen System sie führen. Jürgen Reitter, Vorsitzender des Wahlausschusses und Chefpropagandist des RCDS, schaffte es dann auch direkt die Zahl der Satzungsverstöße binnen der ersten Minuten in den zweistelligen Bereich zu treiben. Davon ab, dass die Sitzung nicht Satzungsgemäß geladen war und auch die Tagesordnung dieser widersprach. Das Studierendenparlament stellte dann noch in Folge fest, dass es sich nicht mit den Wahleinsprüchen befassen wolle, und, dass es eine weitere Leitung durch den Wahlausschuss, welcher bis zum Abgang des Selbstverwaltungssonnenkönigs, mit gezielter Diffamierung der politischen Opposition keine neutrale Sitzungsleitung führte, beibehalten wolle. Nun, wir sind eben nicht unter DemokratInnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein erstes großes Highlight waren die beiden Wahleinsprüche aus dem Kreise der Familie Reitter. Patriach Reitter wetterte gegen den SDS und meine Person, stellenweise mit falschen Zitaten, und es wurde nicht so recht klar was er wollte. Wahlwiederholung? Ausschluss des SDS? Lynchjustiz gegenüber meiner Person? Vielleicht war es auch ein viertes Reich (reine Mutmaßung!).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frau Reitter hingegen schaffte es die Wahl anzufechten, weil die Wähler frei entscheiden konnten. Sie wollte nicht mit Zweitstimmen ins Parlament gewählt werden, wenn die Erststimmen an den SDS gingen. Wo kämen wir auch hin, ließen wir dem Wähler seine Meinung und seine freie Entscheidung. Jedoch gebe ich dem RCDS inzwischen Recht, was seine Plakate mit dem Grundgesetz angeht. Ja, dieses Buch ist uns ein Dorn in Auge, denn wir müssen den RCDS immer wieder darauf hinweisen, dass sie das Ding nicht nur festhalten, sondern auch lesen sollten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im weiteren Verlauf der Sitzung schaffte es dann die Lehramtsliste, ihre Benennungen nicht Koalitionskonform durch zuziehen und sorgten so dankbarer Weise dafür, dass es im Haushaltsausschuss eine Mehrheit der Oppositionslisten gibt. Schade, dass dies satzungswidrig erneut gekippt werden sollte. Wir freuen uns bereits über die Prüfung des Vorgangs beim Justitiariat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Bereich Berichte war spannend wie immer. Endgültig amüsant war dann jedoch, dass kein Fahrtenbuch des AStA-Fahrzeugs vorliegt. Jan Bauer übernahm die Verantwortung, natürlich nur für die Zukunft, was ihm jedoch auch so noch belasten könnte. Die Verwaltungsklage geht natürlich erst einmal an die Rechtsaufsicht, die AStA-Vorsitzende, Svenja Fahl. Und ich sagte noch: „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An diesem Punkt ging es dann auch bereits zur (Nicht-)Entlastung, mit dem bereits genannten Ergebnis. Leider wurde danach vertagt, so dass die Listen RCDS, LUSt und LAL zum dritten Mal in Folge eine inhaltliche Arbeit des Studierendenparlaments verhinderten. Ich frage mich, warum sich StudentInnen für ein Parlament bewerben, in dem sie nicht arbeiten wollen. Aber wie das eben so ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Achja, Oli, magst du mich vielleicht abends anrufen und mir was zum Einschlafen erzählen? Deine Stimme ist so beruhigend...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-528741960074341239?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/528741960074341239/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/08/und-noch-einmal.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/528741960074341239'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/528741960074341239'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/08/und-noch-einmal.html' title='Und noch einmal...'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-776750635238441303</id><published>2010-08-10T14:30:00.002+02:00</published><updated>2010-08-10T14:32:31.554+02:00</updated><title type='text'>Für Ehre und Vaterland</title><content type='html'>Eine interessante Debatte in meinem privaten Umfeld erbrachte die Motivation für diesen Blogeintrag. Die, nennen wir sie einmal so, militärischen Interventionen der Bundeswehr in Afghanistan stellen sicherlich den Höhepunkt der Remilitarisierung Deutschlands nach dem zweiten Weltkrieg dar. Erstmals nach der endgültigen Niederlage 1945 agiert ein deutscher Militärverband wieder mit Waffengewalt im Ausland. Trotz bemühter Rhetorik wird inzwischen von Krieg gesprochen, und nicht mehr von einem Stabilisierungseinsatz oder ähnlichem, doch die Konnotationen, welche hier geprägt werden, sind höchst gefährlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist Aufgabe jedes guten Rhetorikers für seine Bewegung Märtyrer zu schaffen. Das wissen die Christen, das wussten die Nazis, das wusste die RAF und das weiß auch Verteidigungsminister von und zu und was auch immer Guttenberg. Nicht umsonst stellte er ostentativ heraus, dass er seiner kleinen Tochter (ach, wie niedlich unschuldig) ehrlich sagen konnte: „Ja, das sind Helden.“ Gleichzeitig spricht unsere Kanzlerin davon, dass die deutschen erst eine „Kultur der Trauer“ entwickeln müssten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit dem Umschwung auf eine bevölkerungsnähere Rhetorik, wie eben die kriegsähnlichen Zuständen, dem umgangssprachlichen Krieg oder eben dem Krieg (natürlich nicht völkerrechtlich!) fand auch direkt eine Verklärung des deutschen Soldatentums statt. Es sei erfreulich, wurde da allerseits gesagt, dass sich die Bevölkerung wieder daran gewöhne, dass Soldaten in Uniform im öffentlichen Bild auftauchten. Ich persönlich bin mir sehr sicher, dass es einigen Leuten so ergeht wie mir und diese weniger erfreut sind, sich einer permanenten militärischen Präsenz ausgesetzt zu sehen. Aber wahrscheinlich ist dies eine Minderheit. Augenscheinlich tangiert es nur eine Minorität, dass inzwischen schwer bewaffnete PolizistInnen auf Bahnhöfen patrouillieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch wohin führt uns die eingeschlagene Richtung der rechts-liberalen (politische Einschätzung der New York Times, Anm. d. Verf.) Rethorik. Auf Grund der generellen Unfähigkeit dieser Regierung wahrscheinlich nicht in den Abgrund, aber die Stoßrichtung allein tat Gefahren auf. Es ist bereits an der Tagesordnung Debatten über Patriotismus führen zu müssen; und dies nicht mit dem rechtskonservativen Flügel der CDU oder gar mit Rechtsextremen, nein, es bricht aus der Mitte der Bevölkerung der Drang sich wieder patriotisch zu verhalten. Und dies im Kontext mit einer Soldatenehre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Mörder ist, wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst niederen Beweggründen […] einen Menschen tötet“(§211 StGB). Wirtschaftliche Interessen werden in zivilen Mordprozessen gemeinhin als niedere Beweggründe angeführt. Natürlich, für jedes niedere Motiv lässt sich ein höheres finden, zum Beispiel die Implementierung der Demokratie, doch seien wir einmal ehrlich: Wer seine politische Bildung nicht aus der Bild bezieht weiß, dass dieser Vorwand Unsinn ist. Ebenso wie die Verteidigung der Freiheit und Sicherheit Deutschlands am Hindukusch. Also hören wir doch einfach auf Mörder zu verehren. Dafür gibt es mit Himmler und Wessels bereits zwei Ikonen zu viel, und in diesen Trott will die Majorität der Gesellschaft sicher nicht zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Achja, Teile der GdP sprechen sich jetzt für eine Bekanntgabe mit Name, Photo und Adresse von Sexualstraftätern aus. Aber eine Kennzeichnungspflicht für PolizistInnen ist immer noch tabu. Deutschland scheint es einfach mit Verbrechern in Uniformen zu haben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-776750635238441303?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/776750635238441303/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/08/fur-ehre-und-vaterland.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/776750635238441303'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/776750635238441303'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/08/fur-ehre-und-vaterland.html' title='Für Ehre und Vaterland'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-7197446310673349058</id><published>2010-07-15T19:14:00.005+02:00</published><updated>2010-07-15T19:19:15.099+02:00</updated><title type='text'>Arme JU</title><content type='html'>Wenn einem mal langweilig ist lohnt es sich auf die Seiten von JU und RCDS zu schauen. Die JU in Berlin hat jetzt wieder einen ganz besonderen Kalauer rausgehauen, welcher &lt;a href="http://juberlin.de/content/startseite/"&gt;hier&lt;/a&gt; zu finden ist. Da musste ich dann mal drauf antworten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Sehr geehrter Herr Clemens,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;dass die JU so manchen Unsinn von sich gibt ist hinlänglich bekannt und immer wieder amüsant. Mit dem im Betreff genannten Artikel haben sie jedoch eine Meisterleistung an Unsinn vollbracht, für die es sicher eines gesonderten Lobes bedarf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In ihrem amüsanten Artikel schreiben Sie, dass Pornographie immer frauenfeindlich sei. Dies ist äußerst interessant, da es eine große feministische Pornographiebewegung gibt. Des Weiteren würde mich interessieren, warum Pornographie die Gewaltbereitschaft steigert. Mir persönlich erscheint es eher nachvollziehbar, dass die Gewaltbereitschaft nachlässt. Immerhin tritt nach der Masturbation ein Gefühl der Enstpannung ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch würde es mich interessieren, wie sie ihre Aussage zur Frauenfeindlichkeit damit vereinbaren, dass durchaus viele - gar die Meisten - jungen Frauen ebenfalls Pornographie zur Selbstbefriedigung nutzen. Eine Generation der Selbstentfremdeten?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Herr Clemens, ich denke sie bedürfen einfach einmal eines anständigen Sexuallebens. Dann könnten sie sich mit reaktionären Strömungen innerhalb von JU und RCDS auseinandersetzen, anstatt dümmlich zu überlegen, was sie machen könnten, wenn es mit der Errektion beim schauen von Pornographie erneut nicht klappt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit aufgeklärten Grüßen,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daniel Lucas&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;PS: Sexualität im allgemeinen und Kinderpornographie im speziellen gleichzusetzen ist im Übrigen erschütternd. Ich wusste nicht, dass es im rechten Lager dort keine Differenzierung mehr gibt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Achja, der RCDS scheint die StuPa-Wahl zu verlieren. Endlich...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-7197446310673349058?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/7197446310673349058/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/07/arme-ju.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/7197446310673349058'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/7197446310673349058'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/07/arme-ju.html' title='Arme JU'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-1758507568908021433</id><published>2010-06-28T05:04:00.001+02:00</published><updated>2010-06-28T05:04:28.305+02:00</updated><title type='text'>So nebenbei...</title><content type='html'>Ihre Aussagen sind generell interessant, aber es gibt einen Aspekt, welcher – in Anbindung an meinen letzten Text – von magnifizenter Bedeutung ist. Pegah Ferydoni sagt in ihrem Interview mit der F.A.S.: „Man sagt dann immer: „Die Deutschen haben die Juden umgebracht.“ Nein: Deutsche haben Deutsche getötet. Die jüdischen Deutschen waren integriert.“ &lt;br /&gt;Der Faschismus, in Deutschland tief in der „Volksseele“ verankert, zeigt sich hier erneut offen. So wie Perser und katholische ImmigrantInnen in Deutschland als integriert gelten, so sind sie doch potentielle Opfer eines neuen Nationalwahns, wenn der Hass auf Araber nachlässt – auch aus Gründen der „political correctness“.&lt;br /&gt;Konrad Adenauer, erster Kanzler dieser zu stolzen Republik, hat als angeblich überzeugter Kriegsgegner diesen Staat erneut aufgerüstet und hat damit den gleichen Weg wie Hitler eingeschlagen. Wie Hitler die Verträge von Versailles brach, so brach Adenauer die Potsdamer Verträge. Einziger Unterschied: Der radikale Antikommunismus des kapitalistischen Westens konnte einen erneuten Faschismus besser ertragen als einen funktionierenden Kommunismus (auch, wenn alle „historisch real kommunistischen“ Staaten kapitalistisch-totalitäre Systeme waren.).&lt;br /&gt;Achja, den Übergang zum Aktuellen gibt es demnächst.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-1758507568908021433?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/1758507568908021433/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/06/so-nebenbei.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/1758507568908021433'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/1758507568908021433'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/06/so-nebenbei.html' title='So nebenbei...'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-8950368679532473159</id><published>2010-05-31T14:09:00.005+02:00</published><updated>2010-05-31T16:07:34.957+02:00</updated><title type='text'>Falsche Demut</title><content type='html'>Die Sicherheit Israels sei deutsche Staatsräson, dies hat Kanzlerin Dr. Merkel in ihrer Amtszeit mehr als einmal betont. Dass dies ein Akt falsch verstandener Solidarität ist, hatte ich bereits in der Vergangenheit des Öfteren formuliert. Jene Form der unbedingten Solidarität, welche ein Großteil des deutschen Volkes mit der Regierung teilt, ist sicher ein Relikt der mangelnden Aufklärung und Verarbeitung der antisemitischen Verbrechen zu Zeiten des NS-Regimes. Die Frage, ob die Implementierung eines Staates Israel, sich selbst zionitisch, also genauso wie seine Nachbarn als Gottesstaat bezeichnend, nicht selbst ein Akt des gezielten Antisemitismus zu Gunsten eines wesentlichen Imperialismus ist. Eine Religions- und Kulturgemeinschaft wie das Judentum, welches seit Anbeginn der Gründung neuer monotheistischer Sekten, wie dem Christentum, Opfer der Verfolgung, im Kleinen wie im Großen, geworden ist, sollte sicher nicht, vor allem völkerrechtswidrig,  einen künstlichen Staat inmitten von Feinden geschaffen bekommen sollte. Doch nun existiert dieser Staat und, das zur Begründung eines hohen Militärbudgets, muss sich notwendiger Weise verteidigen. Dass Israel das bestausgerüstete - und amerikanisch finanzierte - Militär der Region unterhält steht dabei Aussen vor. Dennoch gibt es in den letzten Wochen, zuletzt heute, drei große Themen, welche die Frage  nach einer weiteren Unterstützung Israels zumindest zu einem Punkt der Diskussion machen sollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1.) Der Goldstone Bericht:&lt;br /&gt;Die offizielle Untersuchung zur Operation "Gegossenes Blei" verlief zu Ungunsten Israels. Erstmalig wurde nicht nur von Seiten der Presse, sondern auch von Seiten einer offiziellen und internationalen Untersuchungskommission bestätigt, dass es durchaus Verstöße gegen das Völkerrecht gegeben hat. Zwar geht die Goldstone Kommission nicht so weit, von einem  Völkermord zu sprechen, doch die erkennbare Tendenz ist eindeutig. Die Reaktion Israels war nicht etwa ein Umdenken in Bezug auf militärische Aktionen, sondern Leugnung und die ewige Abwehrhaltung: Antisemitismus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2.)Nicht Unterzeichnung des Atomwaffensperrvertrages:&lt;br /&gt;Wenn es einen Staat in der Region gibt, von dessen atomarer Bewaffnung mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgegangen werden kann, dann ist es Israel. So schwer es auch ist, Bombardements auf Tunnel und den Gazastreifen insgesamt zu beurteilen, so leicht ist es auf der anderen Seite, dass Israel, wenn es Atomwaffen besitzt, diese auch melden muss. Als "westlich orientierter und demokratischer Staat" sollte es dann auch bereit sein sich entsprechenden Standards  anzupassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3.) Angriff auf die "Free Gaza Flottile"&lt;br /&gt;Noch sind die Daten unklar, genauso wie die Umstände der Auseinandersetzungen. Jedoch gab es sicher über 10 Tote, wenn nicht mehr. Wenn Israel es sich inzwischen erlauben kann zivile Flotten in internationalen Gewässern gewaltsam anzugreifen muss man sich endgültig fragen, warum eine Scharmützeln in koreanischen Gewässern auf eine Gefahr hinweist. Man kann nur hoffen, dass die einberufenen Sondersitzungen wirtschaftliche Sanktionen für Israel zur Folge haben, damit ein Friedensprozess, welcher im Interesse, außer vielleicht Menschen des Kalibers von Außenminister  Liebermann, sein sollte endlich vorangebracht werden kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es steht außer Frage: Antisemitismus ist in Deutschland und Europa ein weitverbreitetes und immer noch allzu aktuelles Problem. Dass dies jedoch nicht mit falscher Solidarität gelöst werden kann, sollte den Verantwortlichen der Politik ebenfalls klar sein. Rechtspopulisten und Rechtsradikale werden auch weiterhin stets neue Gründe für Kampagnen gegen Juden finden, wenn die Politik sich entsprechend weiter verhält. Nicht umsonst sieht die jüdische Intellektuelle in und außerhalb Israels die Vorgänge dort immer kritischer.&lt;br /&gt;Achja, Kritik ist keine Form der Hetze, bevor die Anschuldigungen wieder kommen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-8950368679532473159?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/8950368679532473159/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/05/falsche-demut.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/8950368679532473159'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/8950368679532473159'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/05/falsche-demut.html' title='Falsche Demut'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-4557647412471972798</id><published>2010-05-19T00:17:00.005+02:00</published><updated>2010-05-19T00:22:38.245+02:00</updated><title type='text'>Rendezvous</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Es wird, so denke ich, einmal wieder Zeit für Poesie. Passend zum - erneut - aufkeimenden Frühling ein wenig Romatik aus dem (fiktiven) ersten Band "Auf der anderen Seite".&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Das nächste mal“, ich spucke eine Mischung aus Speichel und Blut auf den Gehsteig, „warnst du mich vor.“&lt;br /&gt;Sie lacht.&lt;br /&gt;„Aber ich sagte doch...“&lt;br /&gt;Ich interveniere.&lt;br /&gt;„...Ficken und Schlagen. Ich weiß, aber ich zog das in einen direkten Kontext. Man möge diesen Fehler nachvollziehen und entschuldigen.“&lt;br /&gt;Sie lacht erneut und geht einen Schritt auf mich zu und packt mir in den Schritt, während sie sanft auf mein Ohrläppchen beißt und mir ins Ohr flüstert: „Trotzdem danke. Und jetzt komm.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir gehen zu ihr. Ein paar Schritte die Hauptstraße entlang. Dann durch kleinere Straßen, großenteils 30 Zonen. Niemand sagt etwas, ihre Hand ist lose in meiner und ich verspüre einen prophylaktischen Kater. Es nieselt ein wenig, aber die Luft ist warm, angenehm, beinahe wie ein Frühsommerabend an einem spanischen Strand. Ich nehme tiefe Züge und gelange zu einem langsamen Wohlsein. Der Schmerz rund um meinen Kiefer lässt nach und Stück für Stück verdränge ich die gebrochene Nase dieses primitiven Arschlochs, dessenetwegen sie mich überhaupt angerufen hatte. Ich frage auch nicht, die Antwort wäre zu ernüchternd. Sie hat gespielt, mit ihren Reizen, mit ihrem Humor und ihrem Charme. Ich würde meinen halberregierten Schwanz darauf verwetten. Aber das ist jetzt egal. Er hat den kürzeren gezogen, in doppelter Hinsicht und ich, ja ich, brauche nicht einmal mehr die typischen „Mit-nach-oben-kommen“-Floskeln zu ertragen, es wird Sex geben und diesen ebenfalls aus zweierlei Gründen. Erstens aus Dankbarkeit und zweitens weil ich einfach gut bin. Beinahe entgeht es mir, dass sie die Tür aufschließt, beinahe verfehle ich die erste Stufe, beinahe gleite ich psychisch vollkommen weg, letzendlich begreife ich aber im Treppenhaus zu sein und wir betreten ihre Wohnung. Sie hängt die Jacke an die Gaderobe und wirft den knappen Pullover weg, darunter trägt sie noch ein Top, erneut spielt sie. Seit ca. 20 Minuten haben wir kein Wort mehr gesprochen. Ich setze mich auf die Couch, nicht auf das, beinahe als Spielwiese zu bezeichnende, Bett. Ich Bestimme, glaube ich. Sie betritt mit zwei Bier in der Hand den Raum, guckt etwas enttäuscht, kurz, und lässt dann das erotische und, wenn auch nicht tödliche, so dennoch auf jeden Fall gefährliche blitzen ihrer Augen aufleuchten und setzt sicht rittlings auf meinen Schoss um die Flaschen in einer Mischung aus Erotik und Obskurität mit ihren Zähnen zu öffnen. Ich kann mich, erneut, nicht entscheiden, ob ich erotisiert oder angeekelt bin. Sie lässt mich ein paar Tropfen von ihrem Kinn lecken, bevor sie mir meine eigene Flasche reicht. Meine Marke, sie ist vorbereitet und mich überfällt eine kurze Panik. Aus Prinzip drehe ich mir eine Zigarette, während ich ihre Titten als Halter für meine Hände nutzen. Sie sagt nichts, nimmt einen kleinen Schluck und reißt mir die Zigarette aus dem Mund, kaum habe ich den ersten Zug getan. Elende Pseudonichtraucher. Für ihren Pegel äußerst elegant wirft sie sich von mir um in einer aufreizenden Stellung neben mir auf der Couch zu verharren.&lt;br /&gt;„Danke“, flüstert sie und ich antworte mit einem kurzen „Gern geschehen....“, während ich mir demonstrativ den Kiefer reibe. Sie schiebt ihren rechten Fuß zwischen meine Beine und bleibt gute 5cm unter der Höhe meines Gliedes, wäre es erregiert und in der Hose eingezwängt, mit kreisenden Bewegungen, verharrend. Sicherheitsabstand und Provokation. Ich stelle fest, dass ich diese Frau liebe und ihr dennoch, während ich gerade in sie abspritze, die Kehle durchschneiden und ihr Blut trinken möchte, wobei ich mich im Endeffekt doch von diesem Gedanken, so unauffällig wie möglich, zu distanzieren versuche. Sie zieht ihren Fuß zurück und schmiegt sich, meine Körperhaltung eigenützig ändernd, an mich heran, das Maximum ihrer Dankbarkeit, Non-sexueller Kontakt, welch eine Idiotie zu meinen Gewohnheiten, vor allem, wenn ich meine Dankbarkeit für diese Geste bedenke.&lt;br /&gt;Sie steht auf und holt neues Bier. In dem kurzen Durchschein erkenne ich, dass mein Bier wirklich leer ist. Sie kommt wieder, mit einem überzogenen Hüftschwung, wieder setzt sie mich rittlings auf meinen Schoss, gibt mir Bier, in verträglichen Mengen und beginnt sich fast unmerklich rythmisch auf mir zu bewegen. Sie weiß, dass ich es bemerke. Gottverdammtes Miststück. Ich beiße in ihren Hals, falle beinahe wütend über sie her, bewege mich vom Hals abwärts, mache mir etwas Platz, zieh ihr dann doch das Top aus, sie trägt inzwischen keinen BH mehr, fahre über ihre Brüste, sie stöhnt laut auf, krallt sich in meinen Haaren fest und verstärkt ihre Bewegungen, während sie auch mich auszuziehen beginnt. Ich wiederum werfe sie auf den kleinen Tisch vor uns, sie schreit auf und reagiert indem sie, mit nach wie vor unerwarteter Kraft, ihre Schenkel nutzt um mich über sie zu ziehen. &lt;br /&gt;„noch nicht...“&lt;br /&gt;Sie atmet inzwischen schwer und zaubert irgendwo her ein kleines Plastiktütchen hervor, ich nehme es und ziehe ihre Hose mitsamt Slip herunter und beginne ihre Fotze zu lecken, sie stöhnt auf, ich versuche den Moment, in dem sie sich verlöre, zu treffen und höre auf. Langsam träufele ich den Inhalt des Päckchens auf ihr Schambein und ziehe es Weg. Kokain und Vaginalflüssigkeit – Hell Yeah. Sie zieht die Reste von meinem Finger. Ich verteile das Pulver weiter um ihre Brustwatzen, ziehe die Lines, sie nimmt die Reste, sie muss die Kontrolle behalten, das ist ihr dank. &lt;br /&gt;„Steck deinen scheiß Schwanz in meine Fotze!“, schreit sie plötzlich und packt rüde in meinen Genitalbereich, ich lasse sie gewähren, werfe sie auf den Tisch, dringe in sie ein, stoße mit den Oberschenkeln immer wieder gegen die Kante des Tisches, ignoriere den Schmerz, verkenne den Schmerz – genieße den Schmerz. Sie zieht mich runter, ich schmecke Blut, ihres, meines? Immer härter werden die Stöße, immer lauter ihr schreien, jeder Stoß wird mit einer tieferen Wunde in meinem Rücken quittiert, jeder Stoß kostet Blut, mein Blut, ihr Blut, gibt Kraft, nimmt Leben. Ich reiße sie hoch, erneut bohren sich ihre Zähnen in meinen Hals, ihre Hand krallt sich tiefer in meine Haare, während ich durch den Raum torkel und sie stürmisch auf und abfährt, bis ich sie schließlich gegen die Wand drücke und jeder weitere Stoß vom ganzen Haus aufgenommen und in vielfacher Lautstärke wiedergegeben wird, während das aufeinanderprallen zweier Körper sich mit ihren Schreien und meinem Stöhnen mischt. Sie stößt sich ab, ich torkele, sie reißt mich hinuter. Das Blut aus meiner gebrochenen Nase verteilt kleine Spritzer im Raum, ich rieche verbrannte Haut, ihre Haut unter der Bewegung auf dem Synthetikteppich. Schließlich kommt sie, presst ihre Beine zusammen, atmet einige Sekunden still, drängt mich von ihr herunter, ist über mir, nimmt meinen Schwanz in den Mund, bläst wie der Teufel, ich komme unter einem Schrei, sie erscheint wieder in meinem Blickfeld,  mein Sperma tropft aus ihrem Mund, über meinen Körper, sie küsst mich, lässt mich meinen eigenen Samen schlucken, ermisst dem irgendeine Bedeutung und ist wieder verschwunden.  Ich höre die Dusche. Drehe eine Zigarette, rauche sie, ziehe mich an, spüre wie die Kleidung sich im Blut verklebt, ignoriere es – muss los.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Straße scheint es bereits heller zu sein. Die Laternen brennen aber noch. Ich wickele mich in meinen Mantel, verdränge den Gedanken an die Schmerzen, welche ich fühlen werde, wenn das Kokain nachlässt. Überlege eine Taxi zu nehmen, sehe dann aber ein, dass kein Fahrer mich aufnehmen würde und laufe die wenigen Kilometer zu meiner Wohnung. Während ich die Türe öffne denke ich über Normalität nach, verwerfe den Gedanken, nehme einen tiefen Schluck aus der Wodkaflasche und falle auf mein Bett. Ich werde sie vergessen, bis sie wieder anruft – bald!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-4557647412471972798?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/4557647412471972798/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/05/rendezvous.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/4557647412471972798'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/4557647412471972798'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/05/rendezvous.html' title='Rendezvous'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-5326289362236607008</id><published>2010-05-16T23:59:00.003+02:00</published><updated>2010-05-17T00:15:15.891+02:00</updated><title type='text'>Warum rot-rot-grün nötig ist</title><content type='html'>Die FDP hat die Tür zugemacht, offiziell. Ob sie nun überhaupt eine Tür geöffnet haben oder sich im Endeffekt doch noch dazu entschließen könnten sei einmal dahingestellt. Will man der FDP nicht die Rolle des Retters des Landes zugestehen - und das kann niemand wollen - dann muss man nun endlich das Sondieren beenden und mit dem Koalieren beginnen. Und das mit rot-rot-grün.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine große Koalition wäre fatal für das Land NRW: So wichtig es auch wahr, dass rot-grün Anno 2005 abgelöst wurde, so wichtig ist es nun, dass das System Rüttgers entfernt wird, bevor es sich festzeckt. Schwarz-gelb in NRW, das ist der Inbegriff von Entdemokratisierung und Günstlingswirtschaft. Pinkwart der Innovator und Rüttgers der Arbeiterführer, ein Traum-Duo - zumindest nach Aussen. Vor allem die Hochschulen können ein Lied von der Innovationskraft des Herrn Pinkwart erzählen. Es ging dabei um nichts anderes, als eine Diktatur der Privatwirtschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch der Arbeiterführer Rüttgers ist angekratzt. Mag seine Herkunft ihm geholfen haben, so ist sie nicht länger ausreichend, um die Missstände seiner Politik zu überdecken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch warum nun rot-rot-grün? Ideologisch stünde diese Koalition konträr zur Alten. Hier ist die Linke als Faktor + sicherlich nicht zu verachten. Während die SPD und Grüne bereits etabliert sind, hat die Linke noch den Biss junger ParlamentarierInnen und ist noch nicht allzusehr von der Pragmatik des politischen Alltages geprägt. Hier ergäben sich sicherlich Chancen zu einer wirklichen Veränderung. Denn wer mit frischem Blut von der Straße kommt hat noch genug Idealismus im Kopf um sich wirklich um die Veränderung der bestehenden Verhältnisse zu kümmern. Was für die SPD generell im großen Maße passt, passt für die SPD in NRW im speziellen im Kleinen: Für eine Zusammenarbeit mit der Linken müssen sie sich re-sozialdemokratisieren. Diese Chance darf nicht verpasst werden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-5326289362236607008?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/5326289362236607008/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/05/warum-rot-rot-grun-notig-ist.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/5326289362236607008'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/5326289362236607008'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/05/warum-rot-rot-grun-notig-ist.html' title='Warum rot-rot-grün nötig ist'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-300318876749257352</id><published>2010-05-02T18:31:00.005+02:00</published><updated>2010-05-02T19:10:12.730+02:00</updated><title type='text'>Zur Lage der Nation</title><content type='html'>Der erste Mai verlief ruhig. Das ist die einhellige Meinung der Berliner Polizei und Berlins erster Zeitung, der taz. Die Frage ist nun: Was sagt uns das? Man mag zu den Ausschreitungen am ersten Mai stehen wie man möchte, Fakt ist: In Hamburg und - vorallem - Berlin zeigt sich einmal im Jahr wo der Stimmungspegel im Lande - abseits der bürgerlichen Presse - denn so steht. Ein ruhiger erster Mai kann dabei einiges bedeuten. Entweder der Krawalltourismus hat endlich aufgehört, die Resignation ist gestiegen oder dem Kuschelkurs der Gewerkschaften im letzten Jahr folgt jetzt auch die alternative Szene. Kommen wir zu einer Bestandsaufnahme.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch ohne das Rettungspaket für Griechenland hat Herr Dr. Schäuble einen Parteigenossen in Sachen Rekord abgelöst. Nach Waigel ist er nun der Minister, welche die höchste Neuverschuldung in Deutschland zu, nunja, verschulden hat. Die Systemfrage jedoch stellt sich nach wie vor niemand und nicht einmal eine innersystemische Frage, nämlich die nach Verantwortlichkeien, wird wahrlich laut gestellt. Wer ist denn nun eigentlich Schuld? Der Geldgeber oder der Geldnehmer? Andes gefragt: Durfte man das radikale, strukturelle Defizit Griechenlands so lange unterstützen und: Warum zahlt man nun nicht einmal selbst die Zeche für seine Fehleinschätzungen? Das Thema Griechenland scheint jedoch nicht auf dem Tableau zu stehen, auch die rechtsradikale Szene wusste dies zu verhindern, warum?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich ist es schon merkwürdig, dass NPD und Co nicht die Füße stillhalten und den Hass gegen den Kapitalismus soweit hochkochen lassen, dass es wieder zu einer radikalen Trennung zwischen bürgerlicher Meinung und linker Intellektueller kommt. Stattdessen bemühte man sich an diesem ersten Tag im Mai um sichtbare Zeichen und schuf somit Platz für breite und solidarische Demonstrationen gegen Rechts. Dabei sollte es den Verantwortlichen doch eigentlich klar sein, dass sie mit einer generellen Kapitalismuskritik erst dann punkten können, wenn es wieder zur Genüge Abstand zur Linken gibt. Schlagen wir den Bogen nach NRW.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Utopie, die Sozialfaschisten jener, so genannten, Freien Liberalen von der Regierungsbank in die APO zu schicken, wird eine bleiben. Die Frage warum der DGB sich nicht klar gegen eine schwarz-gelbe Regierung stellt, steht gerade deswegen im Raum. Auch Herr Sommer bot Herrn Dr. Rüttgers nicht die Stirn und versuchte dessen, anscheinend funktionierenden, Generierungsversuche als Arbeiterführer zu verhindern. Schade.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was bleibt also vom ersten Mai? Alles ist wie immer, nur ein bisschen anders.&lt;br /&gt;Achja, am 05.05. geht es übrigens in Düsseldorf wieder auf die Straße. "Wähl deine Bildungsperspektive" - ab 11 Uhr am Hauptbahnhof.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-300318876749257352?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/300318876749257352/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/05/zur-lage-der-nation.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/300318876749257352'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/300318876749257352'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/05/zur-lage-der-nation.html' title='Zur Lage der Nation'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-9050065187810141125</id><published>2010-04-04T00:19:00.005+02:00</published><updated>2010-04-04T01:01:43.359+02:00</updated><title type='text'>Von der Regierungsbank in die APO - Ein verträumter Ausblick</title><content type='html'>Es dauert wahrlich nicht mehr lange, dann wird in Deutschlands "wichtigstem" Bundesland gewählt. Die Frage, wie diese Wahl ausgehen wird, beschäftigt auch die Bundesvorstände der Parteien mehr als es andere Landtagswahlen täten. Immerhin geht es um eine Bundesratsmehrheit - aber auch um eine ideologische Frage.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine rot-rot-grüne Koalition in NRW würde das erste echte Linksbündnis Deutschlands bedeuten. Ist der nordrhein-westfälische Landesverband auch, mit negativen Konnotationen, als Haufen von Sektiereren und Fundis verschrien, so ist er doch wahrscheinlich als einziger nicht primär linkspopulitisch, sondern kommunistisch und sozialistisch geprägt, während die Freien Demokraten in NRW sich, vor allem auch in Person von Prof. Dr. Andreas Pinkwart, als neoliberaler und antisozialer Landesverband beweisen. CDU und SPD sind im bevölkerungsreichsten Bundesland weitesgehend auf einer Ebene, die Grünen dürften interessant werden. Die Frage bleibt nun also, welche Koalitionsmöglichkeiten gibt es, welche wären wünschenswert und welche wahrscheinlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. Schwarz/Gelb: Eine Fortführung der bestehenden Koalition ist NRWs worst-case scenario. Die zunehmende Durchsetzungsfähigkeit Pinkwarts in der Bundespolitik schlägt jetzt schon unschöne Blüten. So ist das Stipendienprogramm, welches die FDP in NRW durchgesetzt hat, eine durchsichtige Strategie zur Umverteilung von unten nach oben.  Eine weitere Fortsetzung, welche auch die sukzessive Fortsetzung der Kürzung von Kulturbudgets bedeuten würde, führte ganz NRW in ein riesiges Metropolis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. Schwarz/Grün: Das heimliche Turteln und tauschen von Zettelchen von Grünen und CDU sind auch in NRW bekannt. Die Grünen wollen Bildungsgebühren abschaffen, die CDU will das nicht. In anderen Bundesländern zeigt sich jedoch, dass die CDU bzgl. Bildungspolitik gerne das Zepter abgibt. Auch die maroden Straßen in NRW könnten es der CDU ermöglichen weiträumige Tempolimits mit zu tragen. Mitten in einem Industrieballraum dürfte es jedoch zu unüberwindlichen Divergenzen in der Wirtschaftspolitik kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3. Rot/Grün: Das Gegenstück zu schwarz/gelb ist sicher ein praktikabeles Mittel. Die Grünen könnten die SPD in sichere Bahnen leiten und dort halten. Andererseits dürfte der Grüne Landesverband in NRW zu stolz sein, um sich als kleinen Koalitionsbruder abstempeln zu lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;4. Schwarz/Rot: Die große Koalition bedeute Stillstand heißt es allenthalben. Diese Koalition wäre sicher auch primär auf Bundesebene nützlich. Die SPD könnte den starken Landesverband der Christdemokraten auf Bundesebene etwas bremsen und so positiv auf die Bundespolitik einwirken. Für NRW jedoch brächte die Koalition wenig und würde sicherlich nachhaltig dem Ansehen der SPD schaden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5. Rot/Rot/Grün: Die Linken in NRW auf der Regierungsbank wären ein interessantes Novum. Doch wird der Landesverband zu zerstritten sein, um wirklich konstruktive Arbeit zu leisten. Andererseits würde sich die (radikale) Linke sicherlich als Kommunikationsstimulator bemerkbar machen und bundesweit einen Diskurs über längst überfällige Reformen anstossen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob das Parlament ab Mai nun aus drei, vier oder fünf Parteien bestehen wird bleibt ab zu warten. Mich persönlich freute es natürlich, wählte man die FDP aus dem Parlament, neuste Umfragen machen diesbezüglich leider wenig Hoffnung. Was auch passieren möge, eine wirklich Traumkoalition gibt es nicht. Vielleicht wären 60% ungültige Stimmzettel mal ein Zeichen.&lt;br /&gt;Achja, und eine Wahlbeteiligung von über 60% wäre wünschenswert...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-9050065187810141125?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/9050065187810141125/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/04/von-der-regierungsbank-in-die-apo-ein.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/9050065187810141125'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/9050065187810141125'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/04/von-der-regierungsbank-in-die-apo-ein.html' title='Von der Regierungsbank in die APO - Ein verträumter Ausblick'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-5714736726374999615</id><published>2010-03-05T17:59:00.003+01:00</published><updated>2010-03-05T18:16:43.707+01:00</updated><title type='text'>Ruhr 2010</title><content type='html'>Juhu, ich lebe in einer Kulturhauptstadt. Nun, das stimmt nicht so ganz, immerhin ist Essen die eigentliche Kulturhauptstadt, aber irgendwie soll sich doch jeder im Ruhrgebiet damit identifizieren können, somit tue ich es auch. Es war auch wahrlich eine Freude zu erfahren, dass das MiR (Musiktheater im Revier) so wunderbar renoviert wurde, es ist ebenso wunderbar, dass der Umbau von Bergwerksbarracken in Orte der Kunst sukzessive vorangetrieben wird, aber eines, dass ist definitiv nicht schön und genau dieses kommt aus dem Herzen der Kulturhauptstadt: Einsparungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ca. 18% ihres jetzigen Förderetats sollen die Theater der Stadt Essen bis 2013 einsparen, ein heerer Verlust, welcher sicherlich die Zerstörung ganzer Sparten und die Schließung einer Theater nach sich ziehen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei hat sich Essen bisher kuturell immer gut darstellen können. Eine umfassende Kinokultur mit viel Programmkino, eine Philarmonie, der Saalbau zumindest NRW weit bekannt und auch die vielen kleinen Theater ermöglichten ein umfassendes Angebot von Spaß- bis Hochkultur.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass die Essener Stadtspitze dem jedoch nicht allzu gewogen gegenüber stand zeigte bereits das letzte Essen Origina, an welchem man lieber gegen bilige Allgemeinplätze polemisierte, anstatt das kulturell so vielfätige Angebot der Bühnen zu fördern, welche einem Bochum Total in nichts nach stehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Stadt Essen genißet, im Vergleich zu manchen Nachbarstädten, auch durch ihre Universität ein gewisses Ansehen. Eine Universität, vor allem ab einer gewissen Größe, bietet immer ein wenig Glanz. Jedoch auch hier zeigt sich wenig Begeisterung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Generell schafft es die Kulturhauptstadt Ruhr2010 erstaunlich schnell, nämlich noch im selben Jahr, ihren Verfall zu beginnen.&lt;br /&gt;Achja, irgendwie ist das schon typisch Ruhrgebiet.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-5714736726374999615?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/5714736726374999615/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/03/ruhr-2010.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/5714736726374999615'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/5714736726374999615'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/03/ruhr-2010.html' title='Ruhr 2010'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-7175364550322400788</id><published>2010-02-26T03:00:00.003+01:00</published><updated>2010-02-26T03:37:07.454+01:00</updated><title type='text'>Deutsche Diskurskultur</title><content type='html'>Eigentlich ist es schon ekelhaft satirisch, was dort in den letzten Wochen durch die Medien läuft. Sei es Außenminister Guido Westerwelle, welcher seinen Sozialfaschismus mit falscher liberaler Ideologie würzt oder Robert Zollitsch, welcher Selbstverständlichkeiten als Revolution verkauft - und dies leider nicht einmal zu Unrecht - und natürlich nicht zuletzt der deutsche Feuilleton in der Diskussion um Frau Hegemann. Das diese Persivitäten, von letzterer einmal abgesehen, wenn auch nur in einem innerfeuilletistischen Streit, nicht für einen Aufschrei sorgen ist ein Armutszeugnis für die deutsche Bevölkerung. Doch gehen wir der Reihe nach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass die FDP zwangsweise provozieren muss, bewies ihr Vorsitzender in den letzten Tagen zur Genüge. Es reichte nicht der subtile Rassismus des Europawahl Plakates ("Bildung ist ein Bürgerrecht"), nein, nun wird der Vorschlaghammer ausgepackt. Jene stark rechtsliberale Ausrichtung der FDP, welche linksliberale Parteimitglieder schon länger beklagen, zeigt sich nun von ihrer schwärzesten Seite: Das die FDP sich weit rechts von der CDU ansiedeln würde, das hätte wohl niemand gedacht. Doch Westerwelle versteht es geschickt, sich einer breiten Bevölkerungsschicht zu nähren. Arbeitslose sind tendenziell keine FDP-Wähler und verbitterte Niedriglöhner sind wahrscheinlich leichter auf zu hetzen, als es die Führung einer konstruktiven Debatte um einen Mindestlohn wäre. &lt;br /&gt;Der "liberale" Primus hat dabei nun auch schon lange nicht mehr ein aufstrebendes Bildungsbürgertum jüngerer Generation vor Augen, dieses zieht eher zu den Grünen, sondern verträumte Kapitalisten des amerikanischen Standarts; Menschen also, welche unreflektiert dem Traum des sozialen Aufstieg nachhängen. Spräche Westerwelle eine junge Intellektuelle an, so wären seine Worte geschickter gewählt. Der Begriff der Dekadenz ist für eine kontroverse Debatte geeignet, aber jedoch vollkommen unpassend im Bezug auf die Thematik. Westerwelle als Usurpator des Dialoges über den Sozialstaat bedeutet also die Abkehr von einer ernsthaften Auseinandersetzung hin zu einer Kultur der billigen Propaganda - hier kann von Dekadenz die Rede sein. Der Außenminister drängt, so denke ich, sukzessive zu einer Reideoligisierung der Politik und dies vor allem mit einem Ziel: Jeden zu diffamieren, welcher von sozialer Gerechtigkeit spricht und dies mit dem Argument der Leistungsgerechtigkeit. Was Westerwelle sagt - bei gleichen Chancen habe ein Jeder das Heft selbst in der Hand - ist so nicht einmal falsch, es ist lediglich unrealistisch, zumindest innerhalb eines kapitalistischen Systems.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch die Frage ob ein System die notwendigen Opfer auffangen muss, welche seine Sieger erzeugen stellt sich nicht nur bei Deutschlands schlimmsten Außenminister seit 1945, sondern auch bei der italienischen Institution für organisierte Verbrecher, der katholischen Kirche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Robert Zollitsch, Vorsitzender der Bischofskonferenz gab just heute bekannt, die katholische Kirche werde in Zukunft bei Missbrauchsfällen mit der Staatsanwaltschaft zusammen arbeiten, die deutsche Politik begrüßt dies. &lt;br /&gt;Begrüßenswert ist dies durchaus, andererseits jedoch auch eine Selbstverständlichkeit, welche seit Jahren missachtet wurde. Über die gesamte Zeit ihres Bestehens hinweg weißt die Kirche erstaunlich viele Fälle von Morden, Vergewaltigung und Kriegen auf. Keinem anderen Staat außer dem Vatikan würde so viel Diplomatie gegenüber gebracht, hätte er eine Herrscherreihe, welche sich dieser Verbrechen schuldig gemacht habe.&lt;br /&gt;Schon seit mehreren Jahrzehnten gibt es Untersuchungen über die Verbindung der strengen sexuellen Moralvorstellungen der Kirche und dem überproportional häufig auftretenden Misshandlungen Schutzbefohlener in dieser Institution. All jene Studien führten so äquivalenten Ergebnissen: Es gibt eine Verbindung. &lt;br /&gt;Die Gegenwehr der Kirche erfolgte auch in diesen Tagen wie absehbar. Bischof Mixa beschuldigte die pornographisierte Gesellschaft Schuld an den Vorfällen zu haben. Das dies im Widerspruch zu dem Sachverhalt steht scheint dem dreisten Pfaffen nicht bewusst, denn nicht in der aufgeklärten Gesellschaft, sondern im moralischen Korsett des organisierten Christentums entstand der corpus delicti. Aber auch hier debattiert das deutsche Volk nicht fleißig, lehnt sich nicht auf und stellt nicht einmal die Frage, warum der Staat Steuern für eine Institution eintreibt, welche sich immernoch dagegen wehrt ihre Rolle im Nationalsozialismus aufzuklären.&lt;br /&gt;Die Fälle von tausendfachen Vergewaltigungen in den USA hatten damals weltweit für Entsetzen gesorgt, die Fälle von hundertfachen Vergewaltigungen in Irland, vom Vatikan mit schützender Hand gedeckt, erweckten ebenfalls einen Aufschrei, auch die Fälle in Deutschland taten dies, jedoch konsequenzenlos.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Armes Deutschland lässt sich da nur sagen.&lt;br /&gt;Ach übrigens, ob Helene Hegemann nun geklaut hat oder nicht sei mir vollkommen egal. Es spricht jedoch für das kulturelle Verständnis der Deutschen, dass sie zu 95% nicht wissen, worum es in der Debatte geht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-7175364550322400788?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/7175364550322400788/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/02/deutsche-diskurskultur.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/7175364550322400788'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/7175364550322400788'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/02/deutsche-diskurskultur.html' title='Deutsche Diskurskultur'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-4610527016675496375</id><published>2010-02-02T19:26:00.000+01:00</published><updated>2010-02-02T19:27:56.008+01:00</updated><title type='text'>Antwort von Stefan Luther</title><content type='html'>Sehr geehrter Herr Lucas,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihre email an Bundesministerin Annette Schavan haben wir erhalten. Wie Sie wissen, ist die Ministerin mit allen Beteiligten im Gespräch, um die Situation für die Studierenden zu verbessern. Exemplarisch verweise ich auf die angestrebte BAföG-Erhöhung zum Herbst sowie die politischen Beschlüsse von Kultusminister- und Hochschulrektorenkonferenz. Ihre Unterstellungen im Zusammenhang mit den Vorgängen in Frankfurt weise ich jedoch entschieden zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit freundlichen Grüßen&lt;br /&gt;Stefan Luther&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Es gibt doch nichts schöneres als umfassende Antworten.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-4610527016675496375?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/4610527016675496375/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/02/antwort-von-stefan-luther.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/4610527016675496375'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/4610527016675496375'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/02/antwort-von-stefan-luther.html' title='Antwort von Stefan Luther'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-4224850608996939431</id><published>2010-01-31T17:48:00.003+01:00</published><updated>2010-01-31T17:51:31.472+01:00</updated><title type='text'>Offener Brief an Annette Schavan</title><content type='html'>Sehr geehrte Frau Dr. Schavan,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;bzgl. der starken Repression Seitens der Polizei bitte ich um Rückmeldung von ihrer Seite. Es drängt sich nach dem dystopischen Bildern des gestrigen Samstages, des 30.01.2010, die Frage auf, ob dies nun die neue Linie der "Bildungsrepublik" Deutschland ist, mit kritischen JungakademikerInnen um zu gehen. Ist es ihr politischer Wille, wie es in einem dikatorischen System üblich ist, Kritik mit kleinen, öfentlichen Handreichungen zu besänftigen und weiterführende Proteste gemütlich gewaltsam nieder zu schlagen oder ist in diesem Falle von einer weiteren schlecht organisierten Polizeiaktion bzw. eines politischen Alleingangs der Landesregierung ihres Parteifreundes Roland Koch zu rechnen?&lt;br /&gt;Bezüglich meiner Fragen bitte ich um baldige Stellungnahme, damit die Positionierung der Bundesregierung zur gezielten Kriminalisierung von demokratischen Prozessen bekannt ist.&lt;br /&gt;Sollten Sie, wie es zu erwarten ist, ausweichende Anworten geben, bitte ich Sie ihren Mitarbeiterstab damit zu beauftragen, zu eruieren, woher der politische Wille zur Antidemokratisierung in diesem Staat kommt. Von mehreren Einzelfällen zufälliger Einzelentscheidungen zur gezielten Diffarmierung der Proteste durch die Exekutive ist leider inzwischen nicht mehr aus zu gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Freundlichst verbleibend,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daniel Lucas&lt;br /&gt;AStA-Referent für Hochschulpolitik&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Das Schreiben wurde der Bundesministerin für Bildung auch über die, auf ihrer Homepage angegebene, E-Mail Adresse (annette.schavan@bundestag.de) übermittelt. Die Antwort, sofern sie eintrifft, wird hier ebenfalls publiziert werden.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-4224850608996939431?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/4224850608996939431/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/01/offener-brief-annette-schavan.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/4224850608996939431'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/4224850608996939431'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/01/offener-brief-annette-schavan.html' title='Offener Brief an Annette Schavan'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-7146005535495988238</id><published>2010-01-28T20:31:00.002+01:00</published><updated>2010-01-28T21:07:51.161+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Partizipation'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Demokratie'/><title type='text'>Das Problem der Partizipation</title><content type='html'>Ein erster Versuch mit audio-visuellen Mitteln zu arbeiten, damit ich trotz Faulheit regelmäßiger einmal etwas veröffentliche, viel Spaß:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="320" height="266" class="BLOG_video_class" id="BLOG_video-6e303c3cd7462353" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/get_player"&gt;&lt;param name="bgcolor" value="#FFFFFF"&gt;&lt;param name="allowfullscreen" value="true"&gt;&lt;param name="flashvars" value="flvurl=http://v23.nonxt7.googlevideo.com/videoplayback?id%3D6e303c3cd7462353%26itag%3D5%26app%3Dblogger%26ip%3D0.0.0.0%26ipbits%3D0%26expire%3D1330119240%26sparams%3Did,itag,ip,ipbits,expire%26signature%3D85F19086BED7E25773F45217647927C18AB9D89C.D623C5036CCED0BC3836A2F6194D1E07A3CC338%26key%3Dck1&amp;amp;iurl=http://video.google.com/ThumbnailServer2?app%3Dblogger%26contentid%3D6e303c3cd7462353%26offsetms%3D5000%26itag%3Dw160%26sigh%3DiJba5sWRMs-6OrCAsvBtOeg_MfI&amp;amp;autoplay=0&amp;amp;ps=blogger"&gt;&lt;embed 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href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/7146005535495988238/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/01/das-problem-der-partizipation.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/7146005535495988238'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/7146005535495988238'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/01/das-problem-der-partizipation.html' title='Das Problem der Partizipation'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' 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Ein langsamer und anklagender Applaus für die Dresdner Staatsanwaltschaft. Nachdem bereits viele Plakate und Flyer beschlagnahmt wurde musste nun auch die Homepage des Bündnisses "Dresden-Nazifrei" auf einen internationalen Server umsteigen. Antifaschismus in Deutschland funktioniert nun also nur noch über das Ausland. Wie weit sind denn nun eigentlich noch die Tage, an denen wir alle ins Exil auswandern müssen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch kurz zur Historie. Zum größten Event im faschistischen Kalender haben sich Alt- und Jungnazis einmal wieder was feines ausgedacht. Die größte Demo seit 1945. Bereits im letzten Jahr waren es 6000 FaschistInnen und NationalistInnen, welche nach Dresden kamen. Für dieses Jahr sind noch mehr Mitglieder der rechten Szene zu erwarten. Die Gegenbewegung "Dresden Nazifrei" wollte etwas dagegen unternehmen. Unterstützt von den demokratischen Partein des Bundestages, deren Jungendorganisationen, Gewerkschaften, antifaschistischen Organisationen und vielen Privatpersonen - zusammen über 1000 Personen und Organisationen - riefen sie zur Blockade auf. Eigentlich ist das Recht auf Blockade auch durch das Versammlunsgesetz abgedeckt. Eigentlich. Nachdem die sächsische Landesregierung bereits im Vorfeld versuchte das Aufeinandertreffen in Dresden durch ein Gesetz zu stoppen (blöd nur, wenn man die eigene Landesverfassung nicht kennt) zeigt man nun sein wahres Gesicht. Nicht die Nazis will man stoppen, sondern deren Gegner.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der wichtigste Aspekt der Kampagne ist jedoch der psychologische Effekt. Durch das Verhalten der Staatsanwaltschaft wird die Lage in Dresden aggressiver sein, als sie es sein müsste. PolizistInnen, zumeist bzgl. der Rechtslage leider vollkommen unwissend, werden mit überzogener Härte gegen BlockiererInnen vorgehen, welche durch ihre präkriminalisierung bereits ein gewisses Wutpotential mitbringen werden. Man könnte dies quasi geplante Unruhen von Seiten des Staates betrachten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch gerade aus diesem Grund ist es wichtig mit möglichst viele Ruhe nach Dresden anzureisen, den Provokationen der Polizei mit stoischer Ruhe entgegen zu treten und sein möglichstes zu tun um die braune Brut nicht in die Dresdner Innenstadt zu lassen. Ich hoffe, ihr erscheint zahlreich in Dresden. Eigentlich sollte dieser Aufruf mit mehr Historie erst Anfang März erscheinen. Doch die Situation gebietet eine sofortige Stellungnahme.&lt;br /&gt;Achja, ihr könnt dies auch gerne als Selbstanzeige sehen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-4261709506023737914?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/4261709506023737914/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/01/deutschland-und-sein-rechts-staat.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/4261709506023737914'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/4261709506023737914'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/01/deutschland-und-sein-rechts-staat.html' title='Deutschland und sein &quot;Rechts-&quot;staat'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-4522280998302156861</id><published>2010-01-11T22:14:00.000+01:00</published><updated>2010-01-11T23:13:40.625+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bildungsstreik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Polizeigewalt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='GdP'/><title type='text'>GdP vs. Realität</title><content type='html'>Aus aktuellem Anlass muss ich das Problem der Polizeigewalt in diesem Staate doch einmal wieder ans Tageslicht zerren. Ich hatte es bereits mehrfach erwähnt, möchte dem ganzen Problem jedoch nun einen eigenen Beitrag widmen. Die Frage von Kadertreue und grober Verfehlungen der deutschen Polizei wurde nun nach der Neueröffnung des Verfahrens um Oury Jalloh auch in der deutschen Presse wieder aufgenommen. Hoffentlich wird diese Diskussion sich durch den Prozess ziehen. Die Nachricht, dass Mouctar Bah, welcher den Prozess gegen die verantwortlichen Polizisten angestrengt, immer wieder von der Polizei belästigt und schikaniert wurde, passt da nur zu gut ins Bild.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerne verweist man an dieser Stelle auf ein lokales Problem. Im Raum von Dessau gibt es eben viele Rassisten, zwangsweise sind eben auch viele Polizisten Rassisten. Einleuchtend, aber traurig. Erschreckend jedoch ist eigentlich der Verlauf des Prozesses. Beamte widersprechen sich, widerrufen Aussagen und das Gericht spricht den Verantwortlichen frei. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) verwies dieser Tage erneut darauf, dass es bei der Polizei keine Kadertreue gebe. Erstaunlicherweise gab es in den Jahren 2005-2008 in Hamburg bei ca. 400 Anzeigen wegen Polizeigewalt (Über 1000 Anzeigen im Jahr gegen PolizistInnen insgesamt) zu keiner einzigen Anzeige. Eine erstaunliche Bilanz. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Berlin gab es im Jahr 2008 über 1300 Anklagen gegen PolizistInnen. Nur 4 kamen zur Anklage. Beide Städte gelten als Ausnahmeregionen. Der Prenzlauer Berg in Berlin und das Schanzenviertel in Hamburg sind Opfer gezielter Gentrifizierung. Über den - stellenweise gewaltbereiten - Widerstand der Anwohner erfährt man viel, über die Reaktion der Polizei nichts.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man muss sich nur einmal die Mühe machen, ein wenig YouTube zu durchsuchen oder sich mit Menschen unterhalten, welche sich nicht für Dinge wie soziale Gerechtigkeit oder Antifaschismus einsetzen. Da sind die Klischees über linksradikale Steineschmeißer direkt präsent und die Kennzeichnungspflicht für Angehörige der Exekutive wird abgelehnt. Interessant ist es immer, wenn diese Menschen dann mit der Realität in Konflikt geraten. Vielleicht sollten wir in Deutschland ein Minderheitenschutzgesetz für aktive Demokraten einführen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch belassen wir die Sache bei dieser Feststellung. Denn die Ohnmacht des Bürgers endet nicht bei der Polizei. Mag unser Grundgesetz auch anderes besagen: Das Prinzip der Gewaltenteilung existiert in Deutschland nicht. Der Fall Jalloh lässt dies durchblicken und auch Erfahrungen aus dem näheren Bekanntenkreis belegen dies. So wurde erst kürzlich ein Kommilitone wegen der Aussage einer Polizistin und gegen die Aussage zweier Zeugen wegen Körperverletzung verurteilt, obwohl auch ein ärztliches Gutachten keine körperlichen Schäden am Körper des Beamten feststellen konnten. Während im Übrigen die Kollegin des Klägers aussagte, der Beklagte habe diesen offen angegriffen, besagen die beiden Zeugenaussagen, dass sich niemand der Verhaftung, in deren Umfeld der vermeintliche Übergriff stattgefunden haben soll, genähert habe. Die Person, welche an dieser Stelle verhaftet wurde, ist übrigens in erster Instanz freigesprochen worden, gab sich jedoch in zweiter Instanz unserem Rechtsstaat gegenüber geschlagen, nachdem die Richterin bereits vor Beginn der Verhandlung verkündete, dass es sich um ein Ermessensurteil handele, und sie den Angeklagten für Schuldig bekennen würde. Als Grandé Finalé gab es dann noch Lob für den prügelnden Beamten.&lt;br /&gt;Achja, dass im Rahmen des Bildungsstreiks in diesem Herbst, neben dem Gewaltgipfel in Stuttgart, bei welchem berittene Vertreter der Exekutive gezielt in eine Menschenmenge ritten, viele DemonstrantInnen durch den Einsatz von Knüppeln und Pfefferspray stellenweise schwer verletzt wurden, haben die Medien nicht berichtet. Man mag ja böses Denken, aber vor allem der Fall Daniel Amon ist sehr interessant. Nie gehört? Woran mag das liegen?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-4522280998302156861?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/4522280998302156861/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/01/gdp-vs-realitat.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/4522280998302156861'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/4522280998302156861'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/01/gdp-vs-realitat.html' title='GdP vs. Realität'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-730253836356315357</id><published>2010-01-07T11:49:00.004+01:00</published><updated>2010-01-08T18:12:23.611+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drei Königstreffen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Westerwelle'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='FDP'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Neoliberalismus'/><title type='text'>Die hässliche Fratze der FDP</title><content type='html'>Zugegeben, ein wenig amüsant kann Herr Westerwelle ja durchaus sein. Seine Zurechtweisung des Erika Steinbach Fanclubs auf dem Drei-Königstreffen der FDP und deren Verbannung in die rechte Ecke kann man als humoristisch durchaus gelungen bezeichnen. Alles andere was von Seiten der FDP auf ihrem Neujahrstreffen zu hören war ist jedoch an Dreistigkeit kaum zu überbieten. Da fällt einem nur eines ein: Ich kann garnicht so viel essen, wie ich kotzen möchte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es wird also, so FDP Chefideologe Westerwelle, Zeit endlich die zu entlasten, die den Karren ziehen. Da möchte man doch jubeln, da möchte man doch zustimmen - da muss man stutzen. Westerwelle als neuer Arbeiterführer? Westerwelle an der Seite Jürgen Rüttgers. Proletarier aller Länder vereinigt Euch unter schwarz-gelb? Wohl kaum. Darüber wer den Karren zieht bzw. die Gesellschaft trägt kann man nämlich äußerst gut diskutieren und wird zu kontroversen Ergebnissen kommen. Man stelle sich, wie schon einige vorschlugen, mal vor die Müllabfuhr setzte aus, das Pflegepersonal, der öffentliche Nahverkehr streikte und, so ungern ich es sage, die Polizei ginge einfach mal in Urlaub. Auf der anderen Seite stelle man sich einmal vor diverse Bankmanager stellten einfach ihr Treiben ein. Die Auswirkungen auf die Gesellschaft wären wohl äußerst divergent.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erstaunlicherweise ist es nun aber so, dass die Erstgenannten garnicht von den Reformen, vor allem nicht von den angestrebten Vorhaben der FDP, profitieren. Wer als endlich die Entlasten will, welche den Karren ziehen, dann muss man konträr zu den Vorhaben der FDP stehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das zweite große "Aua" des FDP Treffens ist der Staatsbegriff der FDP. Die so genannten Liberalen stellen den Staat nun einmal gerne in Opposition zum Bürger. Aber ist der Staat nicht das Organ der Bürger? Und ist ein Bürger nicht Bürger durch seine Angehörigkeit zu einem Staat? Nimmt man gängige Staatstheorien, ich denke sogar ein Herr Nozick würde da zustimmen, so gehören Bürger und Staat zwangsweise zusammen. Eine kleine Nachhilfestunde in Sachen Staat wäre den Mitgliedern, und vor allem Führungskräften, der Freien Liberalen also empfohlen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist wahrscheinlich, dass sich die FDP langsam, aber stetig, als kleiner Quälgeist unter der Führung eines Größenwahnsinnigen im gesellschaftlichen Bild verankert. Die Frage ist primär nur, wie lange es noch dauert, bis sich dieses Bild endgültig durchsetzt. Man kann nur hoffen, dass es vor der nächsten Bundestagswahl geschieht. Ansonsten harren wir der Dinge die da kommen.&lt;br /&gt;Achja, entgegen aller Vermutungen steht die Krise der Realwirtschaft, resultierend aus der Krise der Finanzwirtschaft, noch bevor. Herr Westerwelle möge dann bitte erklären, warum diejenigen, die seiner Meinung den Karren ziehen, ihre freiwilligen Steuergeschenke nicht in großem Maße an jene geben, die sie dann bedürfen. Oder muss man doch ein asoziales Arschloch sein um "liberal" zu sein?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-730253836356315357?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/730253836356315357/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/01/die-hassliche-fratze-der-fdp.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/730253836356315357'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/730253836356315357'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/01/die-hassliche-fratze-der-fdp.html' title='Die hässliche Fratze der FDP'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-7093162647315574344</id><published>2010-01-02T14:37:00.004+01:00</published><updated>2010-01-02T15:53:31.511+01:00</updated><title type='text'>Vorausblick in das Jahr 2010</title><content type='html'>Während alle Welt sich in Retrospektiven ergibt - hier zeigt sich übrigens, wie sinnvoll es ist den Fernseher abzuschaffen, man wird einfach von Jahresrückblicken der sinnlosen Art verschont - versuche ich mich einmal, wenn auch nicht gerade alleinstehend, mit einer kleinen Vorausschau in dieses neue Jahrzehnt - sofern dieses im Jahr 10 beginnt...aber lassen wir das.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was das Jahr 2010 so bringen wird lässt sich schwer voraussagen. Wahrscheinlich wird wieder einmal nichts passieren. Wir werden vor uns hindösen und ein schwarz-gelbes Steuergesetz nach dem Anderen begrüßen (und wieder verdrängen), wir werden darüber nörgeln, dass letztes Jahr irgendwie doch alles besser war und natürlich werden wir nichts tun. Vielleicht, aber nur vielleicht, tut sich dieses Jahr auch etwas.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht schaffen es CDU und FDP ihre Unterstützung von sozialen Missständen so weit zu treiben, dass es doch jemanden stört. Vielleicht gibt es im Iran eine endgültige Eskalation und einen Systemsturz, vielleicht brennen in Athen weniger Wälder, aber mehr Häuser, vielleicht lassen sich AktivistInnen in Berlin und Hamburg davon inspirieren, vielleicht wird Deutschland Fußball Weltmeister und vielleicht, aber nur ganz vielleicht, gibt es auch in Deutschland Bewegung - wenn wir eben doch nicht Weltmeister werden, denn dann wäre ja alles wieder gut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht kriegen wir auch noch eine neue Islamdiskussion. Wie Hagen Rether feststellte diskutiert man ja inzwischen über den Islam, nicht über den Islamismus. Oder wir ersticken unsere Freiheit schlussendlich doch mit unserer Angst. Wenn jetzt schon Sprengstoff in Unterwäsche transporiert wird ist man nicht einmal beim Dessouskauf mit der Liebsten sicher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht setzt sich Slojterdijks Idee der Sozialkleptomanie durch und ich werde zum geläuterten Marktradikalisten - oder gewöhne mir gar das Rauchen ab. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun, genug davon. Das spannendste am Jahr 2010 wird wahrscheinlich zu beobachten, wo wieder nichts getan wird, obwohl etwas getan werden müsste. In diesem Sinne: Frohes Neues.&lt;br /&gt;Achja, demonstriert wird natürlich trotzdem. Am 30.01.2010 geht es sogar direkt in Frankfurt los!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-7093162647315574344?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/7093162647315574344/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/01/vorrausblick-in-das-jahr-2010.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/7093162647315574344'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/7093162647315574344'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2010/01/vorrausblick-in-das-jahr-2010.html' title='Vorausblick in das Jahr 2010'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-7111623283877608217</id><published>2009-12-21T15:13:00.002+01:00</published><updated>2009-12-21T15:29:11.403+01:00</updated><title type='text'>Kopenhagen in der Retrospektive</title><content type='html'>Das war er also, der große, wegweisende Klimagipfel in Kopenhagen und entgegen aller Unkenrufe muss man sagen: Wegweisend war er durchaus. Nur sicherlich nicht auf jene Art und Weise, welche den TeilnehmerInnen dieses Gipfels genehm sein kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um diesen Gipfel als internationales und demokratisches Ereignis richtig einzuordnen gilt es auch Dinge zu beachten, welche außerhalb der eigentlichen Problematik des Klimawandels stehen. Zum Beispiel den dänischen Umgang mit dem Versammlungsrecht. Dieses wurde, medial leider zu wenig kommunziert, für die Zeit der Tagung im Bella Center radikal beschnitten. Klassische Akte des zivilen Ungehorsams, wie zum Beispiel eine Sitzblockade, konnten während des Klimagipfels mit 40 Tagen Haft bestraft werden - auch für Ersttäter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ebenso interessant ist die Frage nach "gewaltbereiten Demonstranten", welche, auch ohne Vorstrafe, auf Hinweis der deutschen Polizei die Einreise verwehrt bekommen konnten. Wo hier noch demokratische Grundsätze beachtet wurden ist fraglich. Die Bilder aus Kopenhagen selbst, mit Massenverhaftungen bei nächtlicher Eiseskälte - wobei die Festgesetzten gezwungen waren auf den kalten Straßen, sitzend, zu warten - ließen ein unangenehmes Bild totalitärer Systeme aufkommen. Hier sprachen die Bilder wahrlich Bände.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und nun zum Gipfel selbst. Das Ergebnis ist gleich Null. Das die Versammlung ein Papier zur Kentniss genommen hat, und dies nicht einmal zustimmend, bezeigt den großen Unwillen der der Akteure. Allen voran, in guter alter Tradition, China und die USA. Inwiefern Reperationszahlungen für Klimaverbrechen nun berechtigt sind, sei nun einmal dahin gestellt. Das man jedoch wirtschaftliche Interessen vor das Überleben ganzer Inselstaaten stellt ist bittertiefer Zynismus. Alleinig der BDI, in der Wahlnacht bereits negativ aufgefallen, überbot dies noch mit der Aussage, wirtschaftliche Interessen seien zu wenig berücksichtigt worden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Presse nach diesem Gipfel und das Verhalten während dieses Gipfels treibt meine persönliche Wut tief in den Populismus. So langsam, und dies ist, bei aller Oberflächlichkeit, mein Ernst, sollte man die Verantwortlichen einfach mal ein wenig mehr sensibilisieren.  Und da geht es nicht um den Anblick kalbender Gletscher, sondern um einen Vorgeschmack Dessen, was kommen wird. Einen Monat Hungern im kniehohen Wasser wäre sicherlich der richtige Motivator für Obama, Sarkozy, Jiabao und Co.!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Abschluss meiner Hasstirade jedoch auch ein kleiner konstruktiver Anteil. Es gibt eine Internetpetition, welche die Freilassung des deutschen Politologen Tadzio Müller und anderer Aktivsten fordert. Über 5300 Unterschriften gingen bisher ein. Man kann nur hoffen, dass es mehr werden: http://www.petitiononline.com/Tadzio/&lt;br /&gt;Achja, frohe Weihnachten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-7111623283877608217?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/7111623283877608217/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/12/kopenhagen-in-der-retrospektive.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/7111623283877608217'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/7111623283877608217'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/12/kopenhagen-in-der-retrospektive.html' title='Kopenhagen in der Retrospektive'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-9135016028079786931</id><published>2009-12-20T19:23:00.004+01:00</published><updated>2009-12-20T19:28:14.763+01:00</updated><title type='text'>Wölfe im Winterschlaf</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Und passend zu dem Schneechaos vor der Tür ein wenig winterliche Poesie. Ebenfalls für die zweite Sammlung "Agonie &amp; Ecstasy" ist die folgende Geschichte gedacht. Ein Schelm wer da an Hesse denkt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich beobachte deinen Schlaf. Du liegst dort, wirkst wie tot...so friedlich und unbeweglich. Gern würde ich dich berühren, ein Haar zur Seite streichen, eine Kontur deines Gesichts nachahmen, aber ich möchte dich nicht wecken und du würdest erwachen berührte ich dich, denn so sind wir Wölfe. Wir sind einsame Jäger in einer kalten Umgebung und wissen: Jede Veränderung der Umgebung bedeutet Gefahr. Meine Berührung zeigt dir Gefahr an und wir sind uns gegenseitig gefährlich, wir Wölfe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich mag es dich lächeln zu sehen, doch niemals lächelst du im Schlaf, niemals scheinst du einfach glücklich, immer signalisierst du Abwehr und so sind wir Wölfe, stets sind wir bereit aufzuspringen, das Fell zu sträuben, zu knurren, zu beissen, zu töten – unser Leben zu verteidigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir Wölfe sind Einzelgänger. Unsere Umgebung bietet nicht genug Nahrung um in Rudeln durch die Steppe zu streifen. Es wäre unser Untergang, blieben wir nicht einsam. Nur wenn es ganz kalt ist, dann finden wir uns zusammen und geben uns die Wärme, welche nicht einmal ein dickes Fell geben kann. Für eine Nacht, eine Woche, manchmal einen Winter. Dann jagen wir gemeinsan die noch karger werdende Nahrung und teilen in tiefer Verbundenheit das geringe Mahl. Dann sind wir plötzlich ach so soziale Geschöpfe und könnten ohne einander nicht auskommen, nicht in dieser Nacht, nicht in dieser Woche, nicht in diesem Winter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch wir sind scheu geworden. Oftmals kämpfen wir alleine gegen den Sturm. Zu viele Schafe haben sich unserer verstorbenen Genossen bedient und sich in Wolfspelze gekleidet, bereit, an unserer Seite zu liegen, bereit ihresgleichen zu fressen, nur um sich wölfisch zu fühlen. Zu viele Schafe haben erlebt wie schwach wir sind – bis wir sie töteten. Wölfe kennen keine Gnade. Immer wieder blitzt auch an dir weiße Wolle auf, wenn das Fell dünn zu werden scheint. Doch wenn ich genauer nachsehe, so ist alles grau. Graues Fell über einem robusten Körper, welcher gemacht ist, alles zu überstehen – auch die Einsamkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So liegen wir bei einander, teilen uns die Wärme unserer Körper, teilen uns die Stärke unserer Körper und fürchten doch immer neben einem Schaf zu liegen, welches sich als Wolf verkleidet hat, um nicht zerissen zu werden, doch zerissen wird, aber uns dabei zerreisst. So sind wir Wölfe, wir sind so misstrauisch gegen uns, dass es schmerzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und jetzt liegst du neben mir und ich sehe wieder Wolle blitzen, täusche mich wieder, wahrscheinlich um mich täuschen zu wollen, denn ich will dich zerreissen, auch wenn es mich zerreißt! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und so sind wir Wölfe. Wir trennen uns und sehen uns nie wieder, bis wir einen vertrauten Kadaver am Rande jener Pfade finden, die nur wir kennen, um dort zu verweilen und sich der Zeit zu erinnern. Dieser Nacht, dieser Woche, dieses Winters und wissen dann endlich, dass wir neben einem Wolf lagen, nicht neben einem Schaf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und du meine Wölfin? Verdeckst du deine Wolle nur gut oder werde ich eines Tages jene einsamen Pfade wandern, die nur wir kennen und deinen Kadaver am Rande liegen sehen? Werde ich mit der Nase im Blut deiner erkalteten Eingeweide wühlen und hoffen mich zu irren, nicht dich zu riechen, sondern nur deine Spur, weil du auch auf jeden Pfaden wandertest? Werde ich an deinem Fell zupfen, wenn alles gewiss ist und hoffen, dass sich doch Wolle unter dem grauen, harten Fell findet? Durchdringliche Wärme unter der kalten Wolfshaut? Werde ich vergehen oder wachsen an dem Wissen, dass du eine Wölfin warst? Meine Wölfin! Meine Wölfin, wenn auch nur für diese eine Nacht, diese eine Woche, diesen einen Winter.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-9135016028079786931?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/9135016028079786931/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/12/wolfe-im-winterschlaf.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/9135016028079786931'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/9135016028079786931'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/12/wolfe-im-winterschlaf.html' title='Wölfe im Winterschlaf'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-8703688168835721631</id><published>2009-12-11T20:32:00.006+01:00</published><updated>2009-12-12T01:19:43.074+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bildungsstreik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Systemfrage'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='KMK'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Polizeigewalt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Repression'/><title type='text'>Erzwungene Eskalation</title><content type='html'>Da es bereits in Kommentaren Anklang möchte ich mich an dieser Stelle auch noch einmal "auf großer Bühne", also in einem Blogeintrag selbst mit dem Thema der Aktionsform, der Gewalt und Zugehörigem näher auseinandersetzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer die Entwicklung des Bildungsstreiks beobachtet hat dürfte sich durch die Informationspolitik beleidigt fühlen. Aus der einstiegen Schüleriniative wurde der bundesweit bekannte Leitspruch einer studentischen Bewegung, welche sich schließlich auch International verbreitete und schlussendlich in Deutschland zu einer sozialen Bewegung wurde.`In der medialen Präsenz ist diese jedoch immernoch in der Kategorie "Studentenprotest" archiviert. Ein fataler Fehlschluss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als gestern in Bonn mehr als 10.000 (und nicht wie von den Medien behauptet 4500) Demonstranten auf die Straße gingen fanden sich dort nicht nur SchülerInnen und StudentInnen, sondern auch Gewerkschaftler, Auszubildende, Erwerbslose, junge Eltern und Sympathisanten aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppierungen. Während eine schwarz-gelbe Regierung also in Berlin fleißig eine Klientelpolitik zu Gunsten einer Finanzelite betreibt regt sich in der Gesellschaft Widerstand - und das nicht zu wenig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn der Vergleich mit der Bewegung aus dem Jahr 1968 fällt, so wird bedauernswerter Weise immernoch die mangelnde Auseinandersetzung mit Gesamtgesellschaftlichen Themen vermisst, doch die Tendenz geht zur Systemfrage. Während der Besetzungen der "Uni brennt!"-Aktion wurde immer deutlicher: Das Problem der sozialen Selektion im Mikrosystem Bildungsektor ist ein Abbild des Problems im Makrosystem Gesellschaft. Hier darf man also ruhig den Regeln der Deduktion folgen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So war es auch erfreulich, dass neben Vertretern aus Studierenden- und Schülerkreisen Gewerkschaftler von Ver.di und GEW, wie Vertreter von Erwerbslosenbündnissen sprachen. Die Verbindung besteht und die Bande der Solidarität sind zu einem festen gemeinsamen Aktionspaket gezurrt worden. Ein jeder kann sich darauf verlassen bei den nächsten Protestaktionen auf Mitglieder der anderen Gruppen zählen zu können. Frei nach dem Ver.di Motto "Soziale Unruhen - Yes we can!".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies bringt uns nun auch schlussendlich zur Gewaltfrage. Die Reaktionen der Polizei in diesem Winter - nicht zuletzt auch in Bonn - haben gezeigt, dass man dem aufkeimenden Protest mit grober Gewalt gegenüber steht. In Stuttgart ritten Beamte zu Pferde in die Menge - es kam zu mehreren Knochenbrüchen. In Frankfurt prügelten Beamte auf Besetzer ein - auch hier kam es zu diversen Krankenhausaufenthalten. Auch in Bonn zeigte die Polizei ihre Taktik klar: Zurückhaltung in Anwesenheit der Medien, starke Repression in Nebenstraßen. Im Besten Stile der SA gingen somit gestern Polizeieinheiten mit Knüppeln, Fäusten und unter dem massiven Einsatz von Pfefferspray auf friedliche Demonstranten los. Dies nicht zum ersten Mal, wie oben bereits erwähnt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier stellt sich nun natürlich die Frage  der Reaktion. Friede bewahren, Prügel einstecken und minimales Entgegenkommen abwarten oder den Frieden brechen, Prügel einstecken (wenn wahrscheinlich auch etwas weniger) und abwarten, was passiert. Das immer mehr AktivistInnen bereit sind mit gleicher Härte auf die staatliche Repression zu reagieren, zeigt sich bereits an einigen Demoplakaten, "Noch ist Athen in Griechenland" spricht eine eindeutige Botschaft. Auch die noch sehr lebendige Erinnerung an Prügelkommandos in Heiligendamm, das Vorgehen der Londoner Polizei beim Finanzgipfel (Al Djazira war live dabei) oder die aktuelle Situation in Kopenhagen werfen die Frage nach dem richtigen Verhalten immer wieder auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Lethargie, die naheliegende Vermutung Wiglaf Drostes, dass es sich die Deutschen in der Demokratie so gemütlich gemacht hätten, wie in einer Diktatur, stellt dabei einen schwer zu berechnenden Faktor dar. Werden sich die Deutschen mit einer sozialen Schieflage, welche immer weiter zunimmt, so abgeben, wie mit dem immer stärker aufkeimendem Rassismus in diesem Land und jeden diffamieren, der sich dagegen wehrt oder werden sie die Zeichen verstehen, die eine Radikalisierung aussendet. Im Großen und Ganzen gilt es also die Reaktion der "stummen Masse" abzuwägen. Solange die Massenmedien jedoch Polizeibrutalität und Repression ausblenden kann eine Eskalation nicht vermittelt werden. Andererseits stellt sich auch die Frage wie lange es vertretbar sich stumm bei dem Einsatz für Demokratie und gegen Selektion verprügeln zu lassen.&lt;br /&gt;Achja, von der Straße ist das Thema aber damit noch lange nicht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-8703688168835721631?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/8703688168835721631/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/12/erzwungene-eskalation.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/8703688168835721631'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/8703688168835721631'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/12/erzwungene-eskalation.html' title='Erzwungene Eskalation'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-5132748609762960332</id><published>2009-12-06T23:00:00.000+01:00</published><updated>2009-12-06T23:14:37.039+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bildungsstreik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Systemfrage'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Studentenproteste'/><title type='text'>Um der Freiheit Willen</title><content type='html'>&gt;Wenn man uns verböte zu lieben, so würden wir doch umso mehr lieben und verböte man uns frei zu denken, so wollten wir doch umso mehr denken!&lt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist äußerst erstaunlich, dass wir ein Gesellschaftliches Gut erst verlieren müssen, bevor wir uns bereit erklären um uns zu kämpfen. Erstaunlich und bedenklich. Ebenso erstaunlich ist es, dass der deutsche Feuilleton die aktuelle Protestbewegung noch immer als reinen Studentenprotest bewertet und zudem noch anfügt, die Bemühungen um einen Gesamtgesellschaftlichen Diskurs ließen sich vermissen. Bekanntermaßen ist dies falsch. Die Frage nach sozialer Selektion und Sozialabbau werden genau so gestellt, wie auch die Systemfrage gestellt wird. Inwiefern beeinflusst unser wirtschaftliches System unser gesellschaftliches System? Auch die Antwort darauf ist bereits gegeben worden. Die Idee der Konkurrenz ist gesät und relevant ist nur der Mensch, welcher Gewinne erzielt (und das wirklich in finanzieller Hinsicht).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ein Mensch wert ist, das ist - zumindest im universitäteren Bereich - auf den Euro runter zu brechen. Ein Absolvent in Regelstudienzeit ist auch mehr wert, als einer, der länger braucht. Mag er akademischen Ansprüchen auch nicht genügen, wichtig ist nur der finanzielle Mehrwert, welchen er der Universität, an welcher er seinen Abschluss gemacht hat, bringt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Idee, einen Menschen also nach seinem kommerziellen Mehrwert zu betrachten, ist also nicht nur bei der JU Alltag, sondern in unserem gesamten gesellschaftlichen Selbstverständnis. Wohin uns dieses Gedankengut wahrscheinlich führend wird lässt sich in den großen Dystopien der Literaturgeschichte nachlesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allein deswegen ist dieser "Studentenprotest" eine gesellschaftliche Bewegung. Bildung ist eben kein Bürger-, sondern ein Menschenrecht. Und ohne dieses Recht ist ein Mensch nun einmal nicht in der Lage an gesellschaftlichen Prozessen zu partizipieren, sondern wird sich Entscheidungen fügen müssen, welche ihm von anderen oktroyiert werden. Akademische Bildung beginnt in der Kita und entsprechend muss dort auch die Bildungspolitik beginnen und dies ist nur mit einem Umdenken möglich. Diese "Studentenbewegung" stellt die Systemfrage, wenn auch nur zaghaft, die Frage ist, wann sie die Gesellschaft stellt.&lt;br /&gt;Und, naja, vielleicht fehlt uns einfach eine Leitkultur!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-5132748609762960332?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/5132748609762960332/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/11/um-der-freiheit-willen.html#comment-form' title='7 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/5132748609762960332'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/5132748609762960332'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/11/um-der-freiheit-willen.html' title='Um der Freiheit Willen'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>7</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-7713947450991949703</id><published>2009-11-04T09:42:00.003+01:00</published><updated>2009-11-04T09:46:15.410+01:00</updated><title type='text'>Aktuelles aus Österreich</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Hier einmal wieder etwas aus fremdem Federn. Eine Mitteilung des Plenums der Besetzer aus Wien mit dem Hinweis der vollen Unterstützung seitens meiner Person.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Liebe Studentinnen und Studenten in Deutschland,in Österreich sind die Unis besetzt. Wir sehen die Notwendigkeit, euch persönlich darüber zu informieren, was hier im Moment passiert, da in den Medien nicht vermittelt wurde, dass diese Proteste etwas Neues, nie Dagewesenes sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Protest wurde in einer völlig spontanen Solidarisierungs-Demonstration begründet, keine Studierendenvertretung oder Partei hat diese organisiert, rein aus dem Bewusstwerden der Bildungsproblematik heraus ist er entstanden und gewachsen. Diesen reinen Kern, diesen Motor, spüren wir hinter Allem, was hier geschieht. Die Studierenden aller Studienrichtungen haben sich spontan – ohne übergeordnete Organisation – zusammengefunden, um gegen die Studienbedingungen zu protestieren.&lt;br /&gt;Das Ausmaß dieser Aktion ist der Beweis dafür, dass es sich um zentrale Anliegen handelt, die alle europäischen Studierenden persönlich betreffen. Wir protestieren, anders als es die Medien darstellen, zwar auch gegen die Entscheidungen der österreichischen Regierung, aber vor allem sind wir grundsätzlich mit europaweiten Tendenzen wie der Ökonomisierung der Bildung und der Entdemokratisierung der Bildungsinstitute nicht einverstanden. Dies sind länderübergreifende Probleme, an deren Lösung wir als Studierende nur dann beteiligt sein werden, wenn auch europaweit protestiert wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Wille zur Selbstbestimmung der Studierenden und der Lehrenden ist ein zentrales Element dieser Bewegung in Österreich. Deshalb wurden Hörsaäle besetzt, in denen nun lebendige und konstruktive Diskussionen stattfinden, an denen sich alle Studierenden jederzeit beteiligen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist wichtig, dass nicht nur protestiert wird, sondern dass Diskussionsräume jenseits öffentlicher Institutionen und etablierter Plattformen geschaffen werden. In Österreich ist das bundesländerübergreifend bereits passiert. Die Diskussionen und Proteste hier werden anhalten und die Studierenden in Österreich warten auf ihre deutschen KommilitonInnen, um gemeinsame Probleme offenlegen zu können.&lt;br /&gt;Am 05. November findet ein internationaler Protestag statt, als Warm-Up für eine Protestwoche unter dem Motto “Education is not for Sale”. Die Studierenden und SchülerInnen in Österreich unterstützen diesen Tag mit einer Großdemonstration.&lt;br /&gt;Wir unterstützen jede/jeden einzelnen Studierenden, in Deutschland, in Europa und darüber hinaus, der mit seinem Bildungsystem unzufrieden ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Plenum des besetzten Audimax Wien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;http://unsereuni.at/&lt;br /&gt;http://www.emancipating-education-for-all.org/&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-7713947450991949703?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/7713947450991949703/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/11/aktuelles-aus-osterreich.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/7713947450991949703'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/7713947450991949703'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/11/aktuelles-aus-osterreich.html' title='Aktuelles aus Österreich'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-7408842461306295277</id><published>2009-10-27T08:26:00.008+01:00</published><updated>2009-11-02T11:25:19.381+01:00</updated><title type='text'>Reden, Reden, Reden</title><content type='html'>Ein interessantes Phänomen bei Studenten ist die politische Ausrichtung und die Wahl des Studienfaches. Wirtschaftswissenschaftler, Betriebswirtschaftswissenschaftler und Ähnliche gehören zumeist eher dem rechten Spektrum an, während Geistes- und Gesellschaftswissenschaftlicher mehrheitlich dem linken Spektrum zugerechnet werden können. Der relevanteste Punkt bei der Wahl des Studienfaches ist damit, meiner Ansicht nach, die Einschätzung des Diskurses als legitimes Mittel zur Ergebnisbeschaffung. Für viele Vertreter ersterer Gruppe ist eine diskursive Auseinandersetzung mit Problemen irrelevant, da nur "hard facts" in einem Findungsprozess zu beachten seien. Klassisch geisteswissenschaftliche Disziplinen werden dementsprechend schon früh zu Laberfächern erklärt und diskreditiert. In der Folge wird der linke Politikstil belächelt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das aber gerade der Diskurs das Mittel zur Politisierung ist, wird dabei gerne übersehen. Rechtsgerichtete Systeme haben eher den Anspruch einer Mündingkeitsübernahme ("Ihr habt uns gewählt, wir machen das jetzt schon für Euch"), während linke Systeme sich eher als Initiatoren fühlen ("Wir haben folgenden Missstand und jetzt schauen wir mal gemeinsam, dass wir etwas dagegen tun"). Das erste System hat sicherlich den Vorteil, dass es unkomplizierter ist, jedoch den Nachteil, dass der nicht direkt politisch Aktive sich immer weiter zurückzieht. Dies wiederum schafft jedoch Raum für Populisten (von Rechts und Links), was wiederum niemand ernsthaft wollen kann (von den Populisten selbst natürlich mal abgesehen).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Apropos Populismus: Populistische Aktionen als Instrument sind sicher noch einmal anders zu bewerten, als ein populistisches Gesamtkonzept. In Zeiten einer "Eventbetonten" Gesellschaft ist die mediale Darstellung ein wahrscheinlich noch wichtigerer Faktor als er es in der Vergangenheit war (und man erinnere sich nur an die Fackelzüge der NSDAP). Relativ kurz aber wirksam, das ist die Demobestimmung des 21. Jahrhunderts, in welchem sich ein Großteil der BügerInnen der Bundesrepublik es sich "in der Demokratie so gemütlich gemacht hat wie in einer Diktatur (Wortlaut Wiglaf Droste). Der schleichende Abbau von Bürgerrechten fällt dabei nur wenigen Aktivistengruppen auf. Es ist sogar zur Normalität geworden Stasi-Methoden wie die Vorratsdatenspeicherung zu verfechten und gleichzeitig die DDR aufgrund dieser Systeme als Unrechtsstaat zu deklarieren. Die Absurdität dieses Verhaltens ist augenscheinlich - doch aus dieser Gemütlichkeitserklärung zurück zum Diskurs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Diskurs beweist sich aus jenem Grunde der Gemütlichkeit, quasi des Lebens in Watte, als unbedingt notwendig. Die Welt regelt sich eben nicht von allein und der Mensch als originär kulturschaffendes Wesen muss sich eben dieser Kultur auch annehmen und sie pflegen, sonst wird alles Kultivierte zur Wildnis und dies bedeutet den Untergang für die Zierrose Mensch.&lt;br /&gt;Ach übrigens: Informations- und Diskussionsveranstaltungen finden zu allen erdenklichen Themen in einer gewissen Regelmäßigkeit statt. Hier ist eine Bringschuld gefordert!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-7408842461306295277?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/7408842461306295277/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/10/reden-reden-reden.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/7408842461306295277'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/7408842461306295277'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/10/reden-reden-reden.html' title='Reden, Reden, Reden'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-8941734947703724628</id><published>2009-10-14T10:32:00.004+02:00</published><updated>2009-10-14T10:52:29.264+02:00</updated><title type='text'>Kapitalismus und Religion</title><content type='html'>Eines meiner liebsten Zitate von Karl Marx ist das Folgende: "Die Grundlage aller Kritik, ist die Kritik an der Religion!" Mag Karl Marx sich auch nicht in einer Reihe mit Friedrich Nietzsche und Ludwig Feuerbach befinden, so war ihm sicher eines wichtig: Die Abkehr von den Illusionen der Religionsgemeinschaften. Nach wie vor empfinde ich es als recht seltsam, dass die Religionsfreiheit im Grundgesetz dieser Republik steht. Ein Recht auf freien Glauben - natürlich - einer jeder mag glauben was er mag, aber ein Recht auf freie Ausübung einer Religion? Vor allem, wo endet diese Freiheit? Zumeist endet diese Freiheit an den Verstädnisgrenzen der christlich geprägten Majorität und diese sind bekanntlich relativ eng. Doch wenden wir uns der Verbindung aus Kapitalismus und Religion zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Kapitalismus und die Religion haben vor allem eine Sache gemein. Sie stellen ein leuchtendes Ende in Aussicht um den widrigen Weg durch die bestehenden Verhältnisse zu rechtfertigen und - dies ist nicht minderwichtig - als notwendig und "gut" zu deklarieren. In den meisten Religionen erwartet einen ewige Glückseligkeit bzw. ewige Qual (die Wahrscheinlichkeit ist, vor allem im Christentum, ungleich höher, zumindest, wenn man voraussetzt, dass man ein erfülltes Leben führen möchte), im Kapitalismus der Wohlstand. Vom Tellerwäscher zum Millionär (binnen einer Woche im Optimalfall).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Ausbeutungsprinzip ist in beiden Institutionen vollkommen gleich. Es gibt immer eine kleine Gruppe von Menschen, welche die Arbeitsmechanismen verstanden haben und eine große Gruppe von Menschen, welche sich der Illusion bedienen um den widrigen Alltag ertragen zu können. Der Prunk selbst stellt in beiden Institutionen einen wichtigen Faktor der Aussenwirkung dar. "Sehr her, auch so könnt ihr leben!" Götter verdienen prunkvolle Tempel (bzw. deren Vertreter auf Erden stellvertretend für diese) und die Gewinner des kapitalistischen Systems ebenso (immerhin sind sie die Vertreter des Ideals in der Wirklichkeit).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das es keine Religionen in den realkommunistischen, totalitären Staaten gab ist nicht weiter verwunderlich, auch wenn der Gedanke dahinter sicher ein anderer war. Die Auseinandersetzung mit der Religion ist sicher wichtig, immerhin bestimmen Religionen die gesamte menschliche Entwicklung, doch muss sie so nüchtern geführt werden, wie nur irgends möglich. Es gibt keine Rücksicht auf religiöse Gefühle. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ebenso ist es auch mit der Diskussion über ökonomische Systeme (und damit zumeist auch über gesellschäftliche Systeme) gestellt. Grundlage eines Diskurses über den Kapitalismus sollte niemals die Frage nach dem (möglicherweise erreichbaren) Ziel sein, sondern nach den "bestehenden Umständen". Die Idee des Wohlstands für alle ist so unsinnig wie die Idee des Himmels (darum mögen Christen auch den Kapitalismus, es liegt an ihrem tief empfundenen Drang sich blenden zu lassen). Es gibt ein Leben nach dem Tod genauso wenig wie einen Wohlstand nach der Armut. Nichts von beidem tritt ein, wenn man sich nur devot, lämmisch und naiv verhält.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die kulturelle Gefahr ist unübersehbar. Bildung, darstellende Kunst etc. werden nur noch nach ihrem ökonomischen Wert beurteilt. Ein Buch ist nur so gut wie seine Verkaufszahlen, eine CD ebenso...und Innovation überlassen wir lieber jenen, die es sich leisten können. Wer wissen möchte, wie die gesamte Geschichte ausgeht sollte sich einfach mal den Film Rollerball ansehen (also das Original, nicht das recht kritikbefreite Remake).&lt;br /&gt;Übrigens: Geld für Steuererleichterungen für den Mittelstand ist primär aus einem Grund nicht da: Man will es nicht da holen, wo es reichlich vorhanden ist.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-8941734947703724628?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/8941734947703724628/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/10/kapitalismus-und-religion.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/8941734947703724628'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/8941734947703724628'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/10/kapitalismus-und-religion.html' title='Kapitalismus und Religion'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-1922029511023003001</id><published>2009-10-05T22:25:00.003+02:00</published><updated>2009-10-05T22:46:27.956+02:00</updated><title type='text'>Ring frei für Runde 2</title><content type='html'>Etwas Gutes hat dieser Wahlausgang anscheinend doch bewirkt. All jene Schläfer, welche sich weder dem Lämmerdasein, noch dem politischen Desinteresse zugehörig fühlen verspüren einen steigenden Drang zur Aktion. 1.500 Menschen liefen sich heute in NRW gegen Atomkraft warm und auch die Vertreter der Verteidigungslinie der Bildungspolitik nehmen erneut Aufstellung. Im November wird der Bildungsstreik in eine zweite Runde gehen. Vom 16.11. bis zum 22.11. wird es wieder eine Bildungsstreik Woche geben, kombiniert mit einer internationalen Actionweek. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Frage die sich nun stellt ist natürlich einmal wieder das gefürchtete "Quo Vadis?". Seit Ablauf der letzten nationalen Bildungsstreikwoche wird heiß debattiert - teilweise auch kontrovers. Die Ideen sind breit, die Vertreter der Nordrhein-Westfälischen SchülerInnen- und Studierendenvertretungen werden sich sicher auf die Landtagswahl stürzen. Auch hier drohen weitere Jahre schwarz-gelb.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gründe gibt es weiterhin zur Genüge. Neben den katastrophalen Studienbedingungen durch das undurchdachte Bachelor-/Mastersystem und den Studiengebühren hat auch ein nett dekoriertes Paket des Bundes die bedenkliche Lage der Universitäten des Landes aufgezeigt. Zur Mittelverteilung schickte das Land Prüfer aus, um die Mängel an der Bausubstanz der Universitäten zu bewerten. Das Ende vom Lied? Keine Universität in NRW bekommt mehr als 20% des benötigten Investitionsbedarfs. An den Gebäuden der Universität Duisburg-Essen stellte man einen Sanierungsbedarf in Höhe von 500 Millionen Euro fest, 77 Millionen wurden gewährt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Des Weiteren ist auch der Umgang mit den doppelten Abiturjahrgängen nach wie vor nicht geregelt. Die Universität-Duisburg Essen sieht sich definitiv nicht in der Lage die nötigen Kapazitäten zu stellen. Einen Aufnahmestopp wird es deswegen aber sicher nicht geben, immerhin spült jeder Student der Universität im Jahr 960€ in die Kasse und dringend notwendige Projekte, wie das neue EDV System (Kostenpunkt ca. 72 Millionen Euro) müssen schließlich finanziert werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die neuen Mobilisierungsaktivitäten im November liegen gut. Das Wintersemester bringt viele neue Studierende an die Hochschulen. Die regionalen Bildungsstreikdemos schafften es in alle wichtigen Medien. Sowohl die Frankfurter Rundschau, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Süddeutsche Zeitung und die Tageszeitung berichteten durchaus umfassend über den Protest der Jungakademiker. Vielleicht wird diesmal die unbedingte Notwendigkeit einer bildungspolitischen Umstrukturierung von der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen, vielleicht müssen auch erst einige Absolventen mit minderwertigen Abschlüssen im späteren Berufsleben scheitern. Doch gilt es zu hoffen, dass vor allem die zunehmende Internationalisierung des Protests den endgültigen Durchbruch bringt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-1922029511023003001?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/1922029511023003001/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/10/ring-frei-fur-runde-2.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/1922029511023003001'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/1922029511023003001'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/10/ring-frei-fur-runde-2.html' title='Ring frei für Runde 2'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-3097604932696423204</id><published>2009-09-28T01:10:00.003+02:00</published><updated>2009-09-28T01:36:18.073+02:00</updated><title type='text'>Der Kommentar zur Wahl</title><content type='html'>Natürlich darf er nicht fehlen, der Kommentar zur Wahl. Auch ich möchte es mir keinesfalls nehmen einen Beitrag zur Debatte zu leisten, so strittig die Notwendigkeit einer Stellungnahme von meiner Seite auch sein mag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bereits in der letzten Ausgabe dürfte meiner Skepsis gegenüber einer Wespenkoalition deutlich geworden sein. Doch bewahrheitete sich bei dieser Wahl nun leider eine alte, demokratische Weisheit: "Nicht wählen hilft immer den Falschen". Zwar ist uns nach wie vor erspart ultrarechte Tendenzen im Bundestag ertragen zu müssen, aber anstatt eines Prestigeschadens durch rechtsradikale Propaganda wird Deutschland in den nächsten vier Jahren einen Schaden an den Elementen seiner Prinzipien nehmen müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch immer ist es überhaupt unverständlich, wie ein Homosexueller mit einer Partei koalieren kann, welche Homosexuelle gezielt diffarmiert, wie eine Partei, die sich den Datenschutz auf die Fahne geschrieben hat mit einem Innenminister arbeiten möchte, welcher, neben zahlreichen bereits eingetretenen Beschränkungen, nun durch die Zusammenlegung von Verfassungsschutz und Polizei einen neuen Schritt der gezielten Repressionen gegen aktive Bürger unternimmt. Die einzigen Übereinstimmungen der Christ"demokraten" mit den "Liberalen" liegen augenscheinlich auf dem Gebiet der Wirtschaft. Dort, so bemerkte die NY Times, sind beide augenscheinlich "Pro Buisness".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das sie bei der Wirtschaft bereits für allgemeines Speichellaufen sorgen bewies der Vorsitzde des Bundes der deutschen Industrie bereits mit dem wohl zynischsten Kommentar des Abends, als er in der ARD anmerkte, dass nur ein merkliches Wachstum die Bevölkerung die künftigen schweren Einschnitte ertragen lassen würde [Wortlaut]. Ein wahrlich perverses Bild, welches bereits wenige Minuten nach der 18 Uhr Prognose dort gezeigt wurde und eine düstere Aussicht in die Wirtschaftspolitik der nächsten Jahre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Woran der Finanzkapitalismus kollabierte, das muss nun die Realwirtschaft leisten: Wachstum unter allen Umständen. Mag die Opelrettung dazu beigetragen haben oder ist es einfach das stupide Wesen von angehörigen der Wirtschaft, eines steht fest: Die Mitglieder der Industrie haben nicht begriffen, welche Folgen es hat, wenn man Wachstum ohne Rücksicht auf das wirtschaftliche Klima zu schaffen versucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Apropos Klima: Durch das rigerose Auftreten der Kanzlerin bei den letzten internationalen Klimaverhandlungen (bzw. Vertretern der Regierung) werden "Kompromisse" sicherlich in der Bevölkerung leichter aufgenommen. Man hat es ja versucht, aber nun müsse man nun eben irgendwie doch Schritt halten. Das eine oder andere AKW wird sicher länger laufen und auch das eine oder andere Kohlekraftwerk dürfte sicher demnächst in Deutschland entstehen - es schafft ja auch Arbeitsplätze.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Drang zum Wettbewerb zeigt eh eine sehr typische deutsche Eigenschaft. Die Angst vor "Links" oder einer "Revolution" sind so unfassbar fest in der deutschen, vor allen westdeutschen, Volksseele verankert, dass "Wessis", welche die letzte, wirklich spürbare, Unterdrückung im Faschismus erlebt haben lieber eine Mitte-Rechts Bündnis wählen, als den Versuch eines Umsturzes zu wagen. Lieber holt man jemanden ran, der weiß, wie man Eimer aufstellt, als jemanden der weiß, wie man eine Decke anständig isoliert. Entsprechend sehen einige die bürgerliche Politik, welche sich hinter dem Populismus der Linken versteckt, auch als linksextrem an - ein Trauerspiel der politischen Inkompetenz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was uns in den nächsten vier Jahren erwarten wird, wird sich zeigen. Vieles wird an der Öffentlichkeit vorbei gehen, vieles wird vor allem demokratische Aktivisten betreffen, vieles Intellektuelle und Kulturelle, einiges sicher auch das Prekariat. Denn was die Bildzeitung nicht erzählt, das weiß der mündige Bürger auch nicht. &lt;br /&gt;Ach übrigens, wie wärs mit einer Petetion für ein weiteres Wahlfeld "Enthaltung". Damit kann man sicher ganz neue Mehrheiten schaffen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-3097604932696423204?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/3097604932696423204/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/09/der-kommentar-zur-wahl.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/3097604932696423204'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/3097604932696423204'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/09/der-kommentar-zur-wahl.html' title='Der Kommentar zur Wahl'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-3847082034380893215</id><published>2009-09-21T02:44:00.006+02:00</published><updated>2009-09-23T02:28:57.827+02:00</updated><title type='text'>Im Angesicht des Todes</title><content type='html'>Es ist erstaunlich, es ist wahrlich nur noch erstaunlich. Da schafft es ein Staat mehrere hundermilliarden Euro (&gt;100.000.000.000) heranzuschaffen um die selbstverschuldeten Verluste eines, in sich kranken, Systems zu sichern und immernoch muss man man über Bildungsausgaben diskutieren. Zugegeben, dieser Blog mag ein recht sozialistischer sein, doch erscheint es mir als Perversionen des politischen Denkens, dass eine konsvervativ-liberale (man genieße dieses Paradoxon) Regierung diesen Staat führen möge. Ein wenig ist es so, als würde man 1933 die NSDAP unterstützen um den Faschismus zu verhindern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zugegeben, Angela Merkel ist nur halb so mobilisierend wie Adolf Hitler und Guido Westerwelle hat, trotz reifen Anfängen in Sachen Rethorik, dem Propagandaminister Göbbels maximal im Hinterstübchen etwas entgegenzusetzen. Fakt ist jedoch: Was eine schwarz-gelbe Regierung unter sozialer Marktwirtschaft verstünde, entspräche in etwa dem Verständnis der Nazis von Sozialismus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich soll die SPD hier nicht ausgegrenzt werden. Gestern erst las ich in der FAS von der alten Dame des SPD, welche mit Müntefering anlässichlich ihres Geburtstages noch das Lied des Sozialisten sang. Ach wäre die SPD noch eine Arbeiterpartei, dann würde die Internationale nicht zum Brechreiz innerhalb dieses Haufens von Opportunisten führen. Doch der Alltag hat sich angepasst, sehen wir es ein, Es herrscht eine Stimmung wie am Sterbebett des geliebten Onkels.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wozu die Analogie? Es ist ganz simpel. Man hält diesen geliebten Onkel am Leben. Er kann sich nicht artikulieren, nicht mitteilen, ist wahrscheinlich nicht einmal der simpelsten kognitiven Handlungen fähig, aber wir erhalten ihn. Seine leere Hülle weckt für die Einen Erinnerungen, für die Anderen Hoffnungen. Wir ignorieren die unbedingte Notwendigkeit des Todes für die Falschheit unserer beschränkten Hoffnungen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Guido Westerwelle predigt den schlanken Staat, einen Staat der sich nur insofern einmischt, als das seine Einmischung notwendig wird. Doch sei die Frage gestellt, inwiefern dies notwendig ist. Was die FPD unter einem Mittelstand versteht dürfte dem Bild einer Burgeoisie entsprechen. Welche Regeln setzen Westerwelle und Co. für eine Deutsche Bank und einen Herrn Ackermann, welcher für jeden entlassenen Mitarbeiter (welcher nicht zum Prekariat gehört und damit der FDP nicht egal sein sollte) eine große Summe an Provisionen kassiert. Welche Forderungen stellt die FDP an die Profiteure jener so genannten Finanzkrise? Welche konkrete Antwort würde die FDP Herrn Funke geben? Eine doch recht neue Berechnung ergab zuletzt, dass man in Deutschland mit 132€ pro Monat überleben könnte, welche Rolle spielt dies in der Behandlung des besagten Herrn und ähnlicher Mananger?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich möchte ungern allzu sehr in die Ideen einer kommunistischen Idee ausbrechen, weil hier zu Lande die Panik vor dem Funken einer solchen Idee beinahe eben so groß ist wie in jenem Land der unbegrenzten Möglichkeiten, in welchen jederzeit die Angst vor dem Sozialismus umgeht, in welchem die schwächeren sozialen Schichten nicht gezielt diffarmiert werden, doch man bedenke folgendes: Der letzte Crash des globalen Finanzsystems brachte Europa den Faschismus. Der Finanzkapitalismus dieser Zeit war wesentlich geringer gegen das Realkapital multipliziert als er es heute ist. Will man wirklich Vertreter der Idee der Ungerechtigkeit die Führung eines Staates überlassen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es mag ein harter Vergleich sein, doch die Paralellen sind unübersehbar. Es soll kein Aufruf zum Schwenk nach links sein, dazu ist meine Argumentation viel zu oberflächlich, doch ein Gedanke der Reflektion wäre wünschenswert. Überdenkt die Ideen der politische Majoritäten. Wählt alles nicht faschistische jenseits der großen 5 (mit CSU 6), wählt ungültig, setzt ein Zeichen. Mögen es nur wenige tausend Stimmen auf eine kleine Partei sein, aber wählt die Unterstützer eures Untergangs ab.&lt;br /&gt;Ach übrigens, ich kann mit den Piraten selbst nichts anfangen, aber wählt doch bitte auch die...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-3847082034380893215?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/3847082034380893215/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/09/im-angesicht-des-todes.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/3847082034380893215'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/3847082034380893215'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/09/im-angesicht-des-todes.html' title='Im Angesicht des Todes'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-3943786160026655954</id><published>2009-09-14T01:53:00.002+02:00</published><updated>2009-09-14T01:55:35.780+02:00</updated><title type='text'>Perspektivenwechsel</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Ich möchte an dieser Stelle einmal etwas eigenes literarisches einfügen. Das folgende Werk gehört nicht zu meiner aktuellen Sammlung, ist aber bereits in die nächste vorbedacht:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;meta equiv="CONTENT-TYPE" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;title&gt;&lt;/title&gt;&lt;meta name="GENERATOR" content="OpenOffice.org 3.0  (Win32)"&gt;&lt;style type="text/css"&gt; 	&lt;!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 	--&gt; 	&lt;/style&gt;  &lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;"&gt;„Entschuldige, aber wie heißt du überhaupt?“&lt;/p&gt;&lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;"&gt;Ich blicke ihn wütend an, während sie ihren Namen nennt. Das war der primäre Reiz, ich will endlich einmal mit einer Frau schlafen, deren Namen ich nicht kenne. Dann am Besten weit weg von zu Hause, in der freien Natur, wir werden uns sobald nicht wiedersehen. Sie ist ein Stück nähergerückt, meine ich. Ich rede, führe aus, scheine mich großartig zu artikulieren. Sein Blick sagt mir das, sein Blick sagt mir, dass sie an meinen Lippen hängt. Wahrlich ist sie auf mich fixiert, ich sehe es, wenn ich mich zur Seite wende, ich versuche es mit Körperkontakt. Sie wehrt sich, wehrt sich so minimal wie mein Versuch minimal war. Sie schätzt mich, meine ich, ich will sie einfach nur vögeln, der Mensch ist mir egal, ich bin auf die Hülle fixiert...ich rede noch immer.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;"&gt;Fühlen sich so Menschen mit besonderen Themengebieten? Gibt es Linguisten, welche einfach in einen Dialekt verfallen, weil sie inzwischen genervt sind, da man sie immer wieder fragt, ob denn nun der Genitiv oder der Dativ angebracht wäre? Ich möchte stumpf sein, aber ich bin der Intellektuelle an diesem Tisch und ich rede noch immer. Über Literatur, oder Filme, oder Musik, ich weiß es nicht. Fick mich!&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;"&gt;Wahrscheinlich bin ich ein äußerst interessanter Mensch. Wahrscheinlich kann man sehr gut mit mir reden. Wahrscheinlich wird sie ganz gut von mir unterhalten. Ich möchte das nicht und immer noch rede ich. Ich werfe französische Begriffe ein, ich beherrsche diese Sprache so sehr wie ich sie liebe – garnicht. Und dennoch rede ich, sage intelligente Sachen, werde kritisch bis bewundernd begutachtet, möchte doch nur stumpf sein. Hör doch einfach auf mich interessant zu finden. Hör doch einfach auf dich zu freuen mir begegnet zu sein. Finde mich doch einfach unausstehlich, aber sexuell begehrenswert und FICK MICH!&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;"&gt;Genau so muss sich der berühmte Tenor fühlen, wenn er in Gesellschaft gepflegt einen heben möchte und dann doch ein Ständchen singen soll. Der Hausherr säße eben gerade am Klavier und habe das „Nessum Dorma“ geübt, man könne ihm diesen Wunsch ja nicht verwehren. Dort steht er dann also, lächelt, das Glas in der Hand und weiß nur, dass er in spätestens zwei Stunden den teuren Champagner gegen abgestandenes Bier tauschen wird. In dieser kleinen Kneipe, in welcher ihn keiner kennt, weil niemand dort in den oberen Kreisen verkehrt oder sich für seine Musik interessiert. Dort kann er einfach mal einen trinken. Ich trinke bereits Bier und bin dennoch irgendwie interessant. Deine Anwesenheit verunsichert mich, ich versuche lustig zu sein, bin es anscheinend, wirke kultiviert, aber nicht arrogant. Bin ja so interessant und will nur stumm sein. Fickt Euch!&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;"&gt;Er sagt mir, sie habe die Augen nicht von mir gelassen, ich sage ihm, dass sie ihre Hände dafür sehr wohl bei sich lies. Er erwidert verwundert, dass ich garnicht betrunken gewirkt habe, meine Erinnerung besteht aus Fragmenten. Er empfand mich als charmant und unaufdringlich. Er sagt, ich habe die Kurve noch bekommen, sei nicht zu offensiv gewesen. Ich hätte lieber eine schallende Ohrfeige empfangen als leise Bewunderung. Fick dich!&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;"&gt;Der Tachometer zeigt 180 km/h und überlege das Steuer los zu lassen. Mit einem lauten Lachen, einem Schreien. Orgasmische Agonie. Ich besinne mich und verringere die Geschwindigkeit, weil die Kurvenlage der Autobahn mir zu viel Konzentration abfordert. Ich werde dich so schnell nicht wiedersehen, habe keine Nummer von dir, aber deinen Namen. Brauche deinen Namen nicht, will deinen Namen nicht, wollte doch nur eine schnelle Ablenkung, ein kleines Intermezzo. Nein, ich bekam einen bewundernden Blick. Fuck you!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-3943786160026655954?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/3943786160026655954/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/09/perspektivenwechsel.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/3943786160026655954'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/3943786160026655954'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/09/perspektivenwechsel.html' title='Perspektivenwechsel'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-1879067245264273444</id><published>2009-09-10T00:48:00.003+02:00</published><updated>2009-09-10T01:02:59.383+02:00</updated><title type='text'>Vertrauen vs. Desinteresse</title><content type='html'>Nun, der Titel bietet einmal wieder Platz für &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_0"&gt;Oppositionen&lt;/span&gt;, aber diese &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_1"&gt;Oppositionen&lt;/span&gt; bestehen nur oberflächlich. Es ist ein wenig so, als seien der einen Partei die bildungspolitischen Ansprüche wichtig, dem &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_2"&gt;Koalitionspartner&lt;/span&gt; jedoch egal. Nun, diese Allegorie hinkt und es fällt mir garkein rechtes Beispiel ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man stelle sich die folgende Situation vor: Der Protagonist unseres &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_3"&gt;Exampels&lt;/span&gt; ist keineswegs seines Lebens überdrüssig, doch sieht er auch keine große Erfüllung in ihm. Es ist nicht so, als fühlte er sich leer, er könnte weitere Jahre auf diesem Planeten verbringen, ohne unglücklich zu sein, aber er hat nicht das Gefühl, dass er dieser Jahre bedarf. Er erfreut sich, an dem was er hat und bedarf dessen nicht unbedingt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was politisch also &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_4"&gt;vollkommer&lt;/span&gt; Unfug ist, das mag &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_5"&gt;Gesellschaftstheoretisch&lt;/span&gt; durchaus beachtenswert sein. Ich möchte an dieser Stelle die Option in den Raum werfen, dass man einem Menschen Vertrauen schenkt, weil man sich zu diesem Zeitpunkt in einem Zustand der absoluten Freiheit befindet. Es ist vollkommen egal, ob man nun bis zum Boden fällt oder aufgefangen wird. Im Moment des Absprungs ist man sich seiner Glückseligkeit sicher. Man weiß eines sicher: Die beiden Auswahlmöglichkeiten sind positiv. Entweder man beendet sein Leben in einem Moment der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_6"&gt;Gücksseligkeit&lt;/span&gt;, oder man lebt in dem Wissen weiter, dass &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_7"&gt;Naivität&lt;/span&gt; sich doch nicht immer irrt (Der Mensch ist leider nicht naiv, der Mensch ist leider primitiv - M.M.-Westernhagen).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht könnte durch diesen Gedanken die Skepsis etwas schwinden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-1879067245264273444?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/1879067245264273444/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/09/vertrauen-vs-desinteresse.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/1879067245264273444'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/1879067245264273444'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/09/vertrauen-vs-desinteresse.html' title='Vertrauen vs. Desinteresse'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-8647900560015610913</id><published>2009-09-03T01:53:00.002+02:00</published><updated>2009-09-03T02:29:25.089+02:00</updated><title type='text'>Die Rationalisierung des Gefühls</title><content type='html'>Fähige Musiker wissen das und wollen sie sich nicht, entgegen ihrem Wissen, als Virtuosen aufspielen, so handeln sie nach einem einfachen Schema: Jede Note ist die logische Konsequenz aus der Summe der &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_0"&gt;vorangegangen&lt;/span&gt;. Was sich für den Anfänger oder Unerfahrenen gut anhört ist für den gebildeten Theoretiker klares Kalkül. Wird der Theoretiker jedoch zum Praktiker so erfüllt auch ihn die Theorie eben wieder mit Gefühl, denn sie gelingt, weil es eben dem Ohr schmeichelt, sozusagen eine &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_1"&gt;auditive&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_2"&gt;Ästhetik&lt;/span&gt; in sich birgt. Das Genie besorgt in diesem Falle vielleicht noch das Zusammenspiel des Gesamten (Eine &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_3"&gt;Orchestrierung&lt;/span&gt; als Echo der Stimmen zum Beispiel), doch ist alles logisch nachvollziehbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kürzlich unterhielt ich mich mit einem entfernt bekannten Musiker über ein &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_4"&gt;Intro&lt;/span&gt; meiner Band, welches wir live immer ohne feste &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_5"&gt;bpm&lt;/span&gt; Anzahl spielen und merkte an, dass dieses &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_6"&gt;Intro&lt;/span&gt; eben eines gewissen &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_7"&gt;Feelings&lt;/span&gt; bedürfe, er widersprach, man könne das &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_8"&gt;Intro&lt;/span&gt; eben einige Male spielen und dann habe man die entsprechende Geschwindigkeit irgendwann heraus. Wahrlich, so &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_9"&gt;Unrecht&lt;/span&gt; hat er nicht. Sicher könnte man es so machen und würde ein Generaloptimum finden, welches jedoch hinter dem &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_10"&gt;Individualoptimum&lt;/span&gt; zurückstünde. Es fühlt sich nicht immer alles gleich an für den schaffenden Künstler. Mal ist ihm das Stück in 120&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_11"&gt;bpm&lt;/span&gt; zu schnell, mal in 130 zu langsam - eine entsprechende Irritation wirkt sich sodann auf sein Schaffen aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ähnlich ist es auch bei der zwischenmenschlichen Beziehung. Viele &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_12"&gt;Dystopen&lt;/span&gt; sagten bereits frühzeitig eine Zunahme der zwischenmenschlichen Kälte voraus, ebenso agieren jene &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_13"&gt;Warner&lt;/span&gt; der Kulturindustrie und strenge Gegner der "neuen Medien". Der Essayist Sven &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_14"&gt;Hillenkamp&lt;/span&gt; schrieb dazu in seinem aktuellen Buch Das Ende der Liebe:&lt;br /&gt;&lt;span&gt;"Das romantische Gefühl, &lt;span class="__mozilla-findbar-search" style="padding: 0pt; background-color: yellow; color: black; display: inline; font-size: inherit;"&gt;die romantische&lt;/span&gt; Liebe, wird in unserer Gesellschaft  untergraben, weil die Menschen, die permanent suchen und wählen müssen,  permanent darüber nachdenken, was sie suchen und wählen wollen, also ihre Suche  rationalisieren. Am Ende suchen sie dann etwas Rationales. Die Wahlmöglichkeit,  die ja eine Voraussetzung für &lt;span class="__mozilla-findbar-search" style="padding: 0pt; background-color: yellow; color: black; display: inline; font-size: inherit;"&gt;die romantische&lt;/span&gt; Liebe ist, untergräbt sie also  gleichzeitig.&lt;/span&gt;"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ähnlich wie bei der Musik kann auch in zwischenmenschlichen Beziehungen das Gefühl - dieser Begriff soll zuerst einmal abstrakt bleiben - quasi zu Tode theoretisiert oder &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_15"&gt;intellektualisiert&lt;/span&gt; werden. Die Frage welche sich, zumindest mir, an dieser Stelle aufdrängt ist jene, ob der Mensch als rationalisierendes Kontra des Gefühls in diesem Falle nun Praktiker oder Theoretiker ist. Man stelle sich folgendes Beispiel vor:&lt;br /&gt;Eine Person A überprüft ihre Befindlichkeit gegenüber einer Person B umfassend nach rationalen Kriterien. Sie überdenkt den Nutzen einer Fortsetzung des kooperativen Lebens und erwägt Veränderungen, sie umfasst in ihren Gedankengängen ebenfalls so etwas wie ästhetische Anziehung und Sympathie, untersucht das Bauchgefühl auf seine &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_16"&gt;Reaktionsstelle&lt;/span&gt; in der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_17"&gt;Aussenwelt&lt;/span&gt; und erwägt diese nach allen Regeln der Vernunft. Wenn jene Person A nun feststellte, dass ihre Zuneigung zu Person B rational nicht zu rechtfertigen ist, wäre sie in diesem Moment ein Praktiker und würde als vernünftiges Wesen eine rationale Entscheidung treffen, oder wäre sie ein Theoretiker und wüsste, das sich eben jene theoretische Auslegung in der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_18"&gt;Lebenswirklichkeit&lt;/span&gt; verändern möge, dass sie sich eben gerade nicht nach 120 &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_19"&gt;bpm&lt;/span&gt; fühle, sondern nach 115&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_20"&gt;bpm&lt;/span&gt; und dies somit auch ausdrücken muss, da ihr notwendigerweise keine Alternative bliebe?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir treffen im kleinen Maße, jeder bei sich selbst, diese Überlegung oftmals an. Genau in jenem Moment, in dem wir nicht verstehen, warum wir doch wieder den Telefonanruf beantworten, warum wir doch wieder zu hören und warum wir doch noch einmal wiederkehren. Dort treffen sich der Theoretiker und der Praktiker in uns, doch sie gehen friedlich gemeinsame Wege - allzumenschliche Wege.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch bleibt die Frage bestehen, ob Herr &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_21"&gt;Hillenkamp&lt;/span&gt; mit seiner, mir durchaus schlüssig erscheinenden, Theorie recht haben kann. Untergräbt der rationale Mensch sich selbst, in dem er rationalisiert, was nicht zu rationalisieren ist? &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_22"&gt;Hillenkamp&lt;/span&gt; sagt, die Möglichkeit der Auswahl sei Vorraussetzung und Zerstörer der romantischen Liebe, da sie sie ermögliche und gleichzeitig verhindere. Die Frage, welche ich mir jedoch stelle ist, wieviele rationale Überlegungen bereits verworfen wurden, zugunsten eines Bauchgefühls, dass jenen Auswahlkriterien widersprochen haben möge. Ist die Majorität der Menschen vielleicht garnicht in der Lage, sich zu &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_23"&gt;theoretisieren&lt;/span&gt;? Wolfgang &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_24"&gt;Amadeus&lt;/span&gt; Mozart gilt als große Ausnahme der europäischen Kultur und soll der einzige große Komponist mit einem absoluten Gehör gewesen sein. Mag es sein, dass nur einer unter Millionen in der Lage ist, das Gefühlte zu &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_25"&gt;theoretisieren&lt;/span&gt; - wirklich zu &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_26"&gt;theoretisieren&lt;/span&gt;.&lt;br /&gt;Und angeblich sind es doch eh die &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_27"&gt;Phäromone&lt;/span&gt;...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-8647900560015610913?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/8647900560015610913/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/09/die-rationalisierung-des-gefuhls.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/8647900560015610913'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/8647900560015610913'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/09/die-rationalisierung-des-gefuhls.html' title='Die Rationalisierung des Gefühls'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-8221104819376540107</id><published>2009-08-31T19:46:00.005+02:00</published><updated>2009-08-31T22:31:08.707+02:00</updated><title type='text'>Das Phänomen Pro NRW</title><content type='html'>Während DVU und NPD ersichtlich dem rechtsradikalen Lager zugeordnet werden können schafft die rechtspopulistische Organisation Pro NRW es nach wie vor sich in ein Gewand der Bürgerlichkeit zu kleiden. Grund dafür ist sicherlich die einseitige, aber äußerst effektive, Hetze gegen den Islam. Als Faruk Sen schrieb, die Türken seien die neuen Juden, so löste dies breite Empörung aus, doch hinterfragt man diese Aussage einmal genauer, quasi auf Anwendungsfaktoren bestimmt, so scheint sie doch deutlich realitätsnäher und deutlich weniger hyperbolisch zu sein, als es zuerst den Anschein haben mag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Theoder W. Adorno, Soziologe und großer Vertreter der kritischen Theorie, sagte bereits Ende der 60er Jahre in einem Fernsehinterview, er habe das Gefühl, dass die Studenten die neuen Juden Europas seien. Adorno selbst ging wohl kaum davon aus, dass in Zukunft eine systematische Deportation und Auslöschung der aktiven Studierendenschaften stattfinden werde, mehr ging es darum, dass die gesellschaftliche Akzeptanz der Repressalien gegen die Aktivisten vorangetrieben wurde und sich eben jene durch ständige Hetze in der Öffentlichkeit (allen voran natürlich die der Bildzeitung, welche die tragende Kraft an dem Anschlag auf Dutschke dargestellt haben dürfte) mit dem unreflektierten Kontra gegen ihre Idee auseinandersetzen mussten und somit aus einer diskursiven Gesellschaft ausgegrenzt wurden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Problem, welches der Islam im westlichen Europa, aber speziell in Deutschland, hat ist in zwischen ein Ähnliches. Die unreflektierte Hetze gegen den Islam "an sich" erreicht dabei eine Legitimität in der Öffentlichkeit, welche ein weiteres Vorgehen gegen Menschen islamischen Glaubens sehr stark vereinfacht. Unter dem Schutzmantel dieses unbedachten Hasses reiht sich die Organisation Pro NRW perfekt ein. Sie nutzt das vorhandene Misstrauen und die sozialen Probleme gewisser Bevölkerungsschichten aus, um eine Athmosphäre der Angst und des Hasses zu bilden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einem zweiteiligen Videoclip "Hat Pro Köln doch recht?" erklärt die Organisation, welche eben in Köln ihren Anfang nahm, warum sie eben nicht rechts sei und warum sie eben überhaupt zu existieren habe. Gegen Ende dieser "Dokumentation" verweisen die Macher auf "ungeschminkte Statistiken", welche "junge muslimische Männer" als potentielle Gewalttäter herausstellen. Neben fehlendem Make Up zeigt sich bei diesen Zahlen jedoch auch eine fehlende Kontextualisierung. Betrachtet man Statistiken, so muss man das Umfeld betrachten, in welchem diese erhoben werden. Stellt man fest, dass 2/3 der Delikte von "jungen Männern mit Migrationshintergrund" begangen werden, so muss beachtet sein, dass jene oftmals vom sozialen Leben in der Bevölkerung, wie auch  der Teilnahme am Arbeitsmarkt ausgeschlossen werden, - neue Studien belegten, dass Bewerber mit ausländisch klingenden Namen in Deutschland trotz besserer Zeugnisse oftmals zugunsten von Bewerbern mit deutschem Namen, aber schlechterem Zeugnis, abgelehnt werden - was wiederum zu einer höhren Straffälligkeit führt. Ein weiterer Punkt ist das Erscheinen oder eben auch oft angesprochene Bild in Innenstädten. Auch dies kann oftmals dadurch erklärt werden, dass Deutsche Sozialhilfeempfänger ihr Haus nicht verlassen, entsprechend in der Öffentlichkeit nicht gesehen werden können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch genug des Kulturvergleichs. Pro NRW arbeitet mit einem Katalog an Vorturteilen, wie ihn wohl zuletzt die Führung der NSDAP zusammenstellen konnte. Neben der gezielten Diffarmierung von Moslems schafft sie es auch, dass verklärte und angstgetränkte Bild der Bevölerung im Bezug auf "Linke" zu missbrauchen, benutzt gar Nazijargons á la Linksfaschismus und bedient sich dem Bild des uninformierten Randalierers um sich als Verteidiger der Demokratie aufzuschwingen. Pro NRW zeigt sich selbst offen Antifaschistisch und ist damit noch schwerer anzugreifen, als die NPD unter dem Schutz des Wolfang Schäuble - nur muss sie sich selbst finanzieren. Die Absurdität dahinter liegt mit Sicherheit in der gezielten Verfolgung Andersdenkender, doch gibt sich die Partei selbst so bürgerlich, dass man ihnen dies nicht nachweisen kann. Das System Pro NRW dürfte eine neue Bedrohungsdimension für den deutschen Staat, wie auch eine wirklich schwere Aufgabe für den mündigen Bürger darstellen, da Pro NRW es darauf zielt den eben unmündigen Bürger zum mündigen zu machen und seine unreflektierten Ansichten unter dem Recht auf freie Meinungsäußerung zu proklamieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immanuel Kant sagt in seiner Schrift "Was ist Aufklärung?" etwas Interessantes über seine Zeit:&lt;br /&gt;"Wenn denn nun gefragt wird: Leben wir in einem aufgeklärten Zeitalter?, so ist die Antwort: Nein, aber in einem Zeitalter der Aufklärung. [Immanuel Kant, Was ist Aufklärung? "Berlinische Monatsschrift", Dezember 1783]. Die Antwort auf jene Frage müsste heute jedoch anders lauten: Nein, aber in einem Zeitalter der Verklärung!&lt;br /&gt;Am Samstag dem 05.09.2009 findet in Dortmund übrigens wieder eine Aktion gegen Faschismus statt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-8221104819376540107?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/8221104819376540107/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/08/das-phanomen-pro-nrw.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/8221104819376540107'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/8221104819376540107'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/08/das-phanomen-pro-nrw.html' title='Das Phänomen Pro NRW'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-8255112037557740694</id><published>2009-08-29T23:34:00.003+02:00</published><updated>2009-08-30T00:01:02.345+02:00</updated><title type='text'>Die Kraft des geschriebenen Wortes</title><content type='html'>Welche Zeitung ist eigentlich die meist gelesene Zeitung Polens? Es ist, eigentlich war dies auch zu erwarten, das Boulevardblatt Fakt. Dies soll eigentlich nur eine kleine Einleitung und ein gewisses Aufatmen für die deutsche Identifikation sein, denn nicht nur Amerikaner und Deutsche sind zum Großteil Vollidioten, Polen definitiv auch und wenn man sich den Pressespiegel anderer Länder ansieht wird man sicherlich einige &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_0"&gt;Verwandtschafften&lt;/span&gt; finden, man bedenke nur die Größe der britischen &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_1"&gt;Sun&lt;/span&gt;. Interessanterweise ist die &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_2"&gt;Le&lt;/span&gt; Monde jedoch die in Deutschland meistzitierte &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_3"&gt;französische&lt;/span&gt; Zeitung, aber Frankreich hat ja auch noch eine sozialistische Partei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch genug der Einleitung, es geht natürlich um das Thema Springer Verlag und dessen Frontschiff die Bild-"Zeitung". Eben jener Verlag hat sich nun in den letzten Tagen als besonderer Freund Israels zu profilieren versucht, in dem sie Original Pläne des Konzentrationslagers &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_4"&gt;Auschwitz&lt;/span&gt; an Ministerpräsidenten &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_5"&gt;Netanjahu&lt;/span&gt; übergaben. Angeblich sollen diese Pläne Eigentum des deutschen Staates sein, so zumindest das Bundesarchiv, der Springerverlag weiß natürlich nichts davon. Von der Eigentumsfrage abgesehen ist aber allein der reine Akt äußerst Interessant. Bereits während des letzten Völkermordes Seitens Israels, die Militäroperation "Gegossenes Blei" ist gemeint, zeigten sich sowohl Redakteure als auch Leser der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_6"&gt;rechtspopulistischen&lt;/span&gt; Bild äußerst solidarisch mit der israelischen Führung. Der Umgangston, vor allem in Leserbriefteil, erinnerte damals, soweit online einsehbar, sehr stark an die Pro-Fraktion in der "Waffen für &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_7"&gt;El&lt;/span&gt; Salvador" Kampagne der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_8"&gt;taz&lt;/span&gt;, nur gab es diesmal keine Kontrafraktion, dies hätte auch einer &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_9"&gt;Reflektion&lt;/span&gt; des &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_10"&gt;Schaverhalts&lt;/span&gt; bedurft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Apropos &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_11"&gt;Reflektion&lt;/span&gt;: Die Bild selbst hatte sich einst als Arbeiterblatt tituliert, da sie eine &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_12"&gt;unreflektiere&lt;/span&gt; Übertragung von Informationen - Meinung quasi &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_13"&gt;Inbegriffen&lt;/span&gt; - übermittelt. Das zynisch gemalte Bild des Proletariats, welches von Seiten der Funktionäre an dieser Stelle gezeichnet wird ist so erschreckend wie zutreffend, auch wenn der genaue Ablauf der Wechselwirkung sicherlich einer genaueren Betrachtung &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_14"&gt;bedürfte&lt;/span&gt;. Doch bleiben wir im politischen Tagesgeschehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Springerverlag schafft seine Zuwendung zu Israel gerade zu einem Zeitpunkt, in welchem, vor allem durch Liebermann, Israel einen starken Rechtsruck erlebt hat. Was die israelische Intellektuelle zutiefst bestürzte scheint ein gelungener Versuch seitens &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_15"&gt;rechtspopulistischer&lt;/span&gt; Vereinigungen zu sein. Während sich, nach letzten mir bekannten Zahlen, noch 2/3 der israelischen Bevölkerung der Ansicht hingibt, dass Israel kein jüdischer Staat sei, sondern eben einfach ein &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_16"&gt;säkularer&lt;/span&gt; Staat sein sollte, ist die jetzige Grundvoraussetzung von Seiten der israelischen Funktionäre, um einer zwei Staaten Lösung zuzustimmen, dass Israel als jüdischer Staat anerkannt werde - man stelle sich auf der Gegenseite vor, Palästina wollte als islamischer Staat anerkannt werden. Doch zurück in heimische Gefilde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Aktion der Bildzeitung war erneut clever. Durch die Forderungen des Bundesarchivs kann sich der Springerverlag erneut gegen deutsche Institutionen stellen und so die Aufmerksamkeit des unbedarften Lesers genau auf seine nahezu heroische &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_17"&gt;Aufklärungsarbeit&lt;/span&gt; gegen den &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_18"&gt;Verklärungswillen&lt;/span&gt; seitens Deutschlands lenken. Der Opportunismus dieses Blattes ist dabei umso erschreckender, umso umfangreicher die Einflussnahme auf eine Majorität der Bevölkerung wird. Die &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_19"&gt;Spaßgesellschaft&lt;/span&gt; wird vom Unterhaltungsprogramm der Bild bis ins letzte befriedigt, als rennt sie der politischen Meinung der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_20"&gt;Populisten&lt;/span&gt; blind und taub für die Realität hinterher. Die Duldung des Springer Imperiums durch die deutsche intellektuelle Elite bietet dabei ein absurdes Beispiel für ein Leben abseits der Welt.&lt;br /&gt;Der einzige Anschlag, für den sich die RAF offiziell entschuldigte ist übrigens der Einzige, den ich voll und ganz unterstützen kann.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-8255112037557740694?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/8255112037557740694/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/08/die-kraft-des-geschriebenen-wortes.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/8255112037557740694'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/8255112037557740694'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/08/die-kraft-des-geschriebenen-wortes.html' title='Die Kraft des geschriebenen Wortes'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-1122555368324881362</id><published>2009-08-26T02:43:00.003+02:00</published><updated>2009-08-26T13:36:04.569+02:00</updated><title type='text'>Sehr geehrter Herr Nebel,</title><content type='html'>sie mögen verstehen, auch wenn sie, die Wahrscheinlichkeit verbietet es quasi, diesen Blog nie lesen werden, dass sie meiner tiefesten Verehrung bedürfen. Alles profane, alles pervertierte wird in ihren Worten zu Poesie und alles ach so triviale zur dichterischen Tiefe. Ich bin beinahe versucht ihren Erstling, den ewigen Tristan, zu kaufen doch sitze ich noch vor ihren "Vielleicht Liebesgeschichten", ihr Klappentext allein reicht der Sinnlosigkeit mehr Bedeutung zu geben, als es je ein Gott konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihre Geschichten haben Tiefe, die zuletzt Goethe zu kennen vermochte, auch wenn ihr Versteckspiel, sie zu finden oder gar ein Photo von ihnen im Internet zu ergattern scheint Arbeit zu erforden, so  bereicherten und inspriterten mich ihre Erzählungen doch. Die Simplizität ihrer Zuneigung erscheint mir als so komplex, dass ich lediglich die orthorgraphische und grammatikalische Richtigkeit dieses Blog im nüchternen Zustandende korrigieren werde. Sehen sie dies nicht als Tribut, denn das Tribut gehört jenen, die vergessen werden. Sehen sie das als flehen, als flehen um ihren Kontakt. Niemals würde ich zu ihren Füßen niederknien, doch würde ich nur allzu gern einen Diskurs mit ihren führen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ist Liebe? Ist es nicht der Moment, von welchem man hofft er möge ewig bleiben, in dem Wissen, dass er doch allzu bald enden möge. Ist es das nicht das orgasmische Leiden der Frau desen terminale Beschränkheit uns die Vergägnlichkeit ob des Absoluten lehrt und ist es nicht das Verlangen zu ertragen, was alle Unzulänglichkeiten des Lebens mit sich bringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sehr geehrter Herr Nebel,&lt;br /&gt;in der Stunde der Ehrfurcht wage ich es nicht sie zu duzen, obowhl ich sie im Gedanken der, beinahe christlichen, Nächstenliebe weitergab, eine unwürdige Signatur auf die ersten Seiten ihres Werkes gekrizelt. Herr Nebel, ich muss beteuern, was Hesse versuchte, das schaffen sie. Surrealismus in Verbindung mit einem Lebensgefühl, Kafka im Verständnis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nie werden sie den Feuilleton der FAZ (mag dies geschehen sein, so habe ich es nicht gelesen) bereichern und doch sei ihnen gesagt, dass das profan scheinende ihrer Erzählung, wie bereits erwähnt jene greifbare Tiefe enthält, welche wir uns selbst nicht zugestehen wollen. Herr Nebel, ich sage ihnen, in literarischer Ehrfurcht, sie lehrten mich, dass Liebe (mit sexuellem Input) Leiden heißt und das die Annamhe dessen bedeutet vergeben und annehmen zu können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch vor Allem, und dies ist der größte Respekt, welchen ich Ihnen zollen kann, lehrten sie mich einen kulturellen Genius nonaffektiert in wohlgewählte Worte zu fassen können, ihnen dient mein Dank.&lt;br /&gt;Im übrigen entdeckte ich Sie zufällig!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-1122555368324881362?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/1122555368324881362/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/08/sehr-geehrter-herr-nebel.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/1122555368324881362'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/1122555368324881362'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/08/sehr-geehrter-herr-nebel.html' title='Sehr geehrter Herr Nebel,'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-8661420850881909888</id><published>2009-08-18T01:23:00.003+02:00</published><updated>2009-08-18T01:41:21.270+02:00</updated><title type='text'>Alte Selbstverständlichkeiten</title><content type='html'>Es gibt ein interessantes Ritual bezüglich meiner Studiengangswahl, welches sich in ca. 95% der Fälle abspielt wie folgt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Und was studierst du?"&lt;br /&gt;"Germanstik und Philosophie."&lt;br /&gt;"Ach, auf Lehramt."&lt;br /&gt;"Nein, ich genieße schon diesen elenden Bachelor."&lt;br /&gt;"Und was macht man nachher damit?"&lt;br /&gt;"Taxi fahren...oder ich geh in den Journalismus, mach Verlagsarbeit oder werde einfach berühmt."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist recht interessant, man kommt an dieser Stelle zumeist auf meinen Onlinejournalismus zu sprechen, darüber wie schlecht viele Redakteure (präferiert werden hier Redakteure der WAZ) sind, es geht um hochschulpolitisches Engagement und ähnliches. Interessant wurde jedoch ein kürzliches Gespräch beim Bier, welches mich doch einige Selbstbeherrschung kostete. Es fing harmlos an, mein Gegenüber argumentierte, bereits Generations unterscheidend, früher habe man gearbeitet um eine Familie zu ernähren - ich erwiderte ich habe nicht vor eine zu gründen, es ekele mich schon an, neben einer Frau auf zu wachen mit der ich geschlafen hatte. Es hielt sich kurz an dieser Stelle - ich bin ja noch so jung - nahm dann aber eine interessante Wende, welche sich irgendwie mit einer Formulierung des Ausdrucks "intellektuelles Geschwafel" einleitete.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ergab sich ein vollkommenes Unverständnis für eine Ablehnung, wobei, nein, das Wort ist zu stark, für eine nicht näher ausgeprägte Affinität zu Statussymbolen. Es ging um große Autos und Häuser, um allerlei Luxus. Nicht verstehen konnte mein Gegenüber, dass es doch ein so großer Luxus sei eine gute Scheibe zu hören und ein gutes Buch zu lesen. Die Wertschätzung gegenüber den kleinen Details schien vollkommen ausgeschaltet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich frage mich seitdem, in welcher Gesellschaft wir eigentlich leben. [Natürlich habe ich mich das auch vorher Tag für Tag gefragt, aber jetzt wurde es mir noch einmal schmerzlichst bewusst, dass es etwas schief geht!] Das man sich, wenn man es sich finanziell erlauben kann, einige Luxusgüter erlaubt, das sei jedem gegönnt, welcher durch Fleiß (und natürlich auch etwas Glück) an sein Geld gekommen ist - in einem gewissen Rahmen muss das natürlich stehen - aber die Selbstverständlichkeit gesellschaftliches Prestige als oberste Prämisse seines Schaffens zu betrachten ist schon, so scheint es mir, ein recht abartiger Ansatz.&lt;br /&gt;Heute im Zug meine Zeitung bei einem Kaffee zu lesen war übrigens wunderbar.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-8661420850881909888?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/8661420850881909888/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/08/alte-selbstverstandlichkeiten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/8661420850881909888'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/8661420850881909888'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/08/alte-selbstverstandlichkeiten.html' title='Alte Selbstverständlichkeiten'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-6197181432279907215</id><published>2009-08-12T20:54:00.003+02:00</published><updated>2009-08-12T21:15:51.798+02:00</updated><title type='text'>Wir starten eine Revolution!</title><content type='html'>Neben jenen elenden Reimen von "fire" auf "desire" oder "away" auf "stay" sind Textzeilen, welche irgendwie implizieren, man wolle eine Revolution starten wohl das peinlichste, was die Popindustrie anzubieten hat - vor allem wenn gute situierte Philister dies äußern. Denn was heißt es eigentlich eine Revolution zu starten und inwiefern hat Musik etwas damit zu tun? Natürlich, die Flowerpower Welle war von Musik begleitet, die gewisse "Massenmilitanz" vom Punk und so mancher Musiker ist sogar nebenher Revolutionär, aber wie startet man eine Revolution?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein interessantes Beispiel ernstzunehmender revolutionärer Gedanken in der "Popkultur" (ich fasse den Rahmen hier sehr weit) hat zu letzt Tom Morello, ehemaliger Gitarrist von Rage against the machine, geliefert. Sein Projekt 'The Nightwatchman' ist voll von revolutionären Anspielungen und auch seine Videos zeigen seine Affinitäten zur ersten Bürgerpflicht: Politisches Engagement. Natürlich sieht die Reaktion auf politisches Engagament, zumindest sofern Lobbyisten eher unzuträglich, in den USA genau so aus wie in Europa, dennoch, es sind interessante Bilder die verbinden. Das interessanteste an seiner Revolution ist jedoch die musikalische Machart. Waren Rage against the machine schon als politische Band wahrnehmbar, so ist es Herr Morello noch umso mehr, allein deswegen, weil er sich, bis auf wenige Ausnahmen, auf eine Gitarre und seinen Gesang beschränkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Verbindung ist klar, man ist zurück bei den Protestliedern, bei jenen Männern und Frauen, welche sich mit einer Gitarre unter dem Arm gegen die Übel der Welt stellten. Um als prominentestes Beispiel Bon Dylan heranzuziehen sei folgendes gesagt: Die Revolution liegt immer in der Idee. Wer meinen Blog "Ein Tribut" gelesen hat, weiß worum es geht. Man kann im Rahmen seiner musikalischen Tätigkeit zwar durchaus politisches Gedankengut transportieren, doch es wirkt immer etwas heuchlerisch. Ein Song gegen Faschismus hört jeder klar denkende Mensch gern, doch am ehrlichsten wirkt er auf nur einer Gitarre, einem Instrument, das man bei sich trägt, eben wie seine Stimme, nicht von einer Steckdose abhängig, sondern immer einsatzbereit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Würde Tom Morello bis zum bitteren Ende durchziehen, was er in seinen Texten beginnt, hätte er sicher eine Gefolgschaft. Auch so hat er eine, aber es ist eine Verlegenheitsrevolution, ein wenig wie die revolutionäre erste Mai Demo in Berlin, welche sich, davon ab im Besitz der besseren Alternative zu sein, noch nicht wirklich ins politische Blickfeld rücken konnte - von negativen Schlagzeilen abgesehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Will man also eine Revolution starten, ist man allein. Alles andere ist keine wirkliche Revolution. Sucht man erst einmal eine Gefolgschaft, beginnt man zu differenzieren, zu konkretisieren, verliert man sich im Diskurs und stagniert. Mag eine diskursive Gesellschaft auch das erklärte Ziel sein, so ist es eine Revolution nicht. Loyalität oder Tod. Wenn man sich "in der Sache" einig ist, so kann man, ist die Revolution geglückt, diskursiv die bestehenden Verhältnisse schaffen und - dieses scheinbare Paradoxon ist wichtig - die aktuelle Lebenswirklichkeit nachhaltig verändern. Dies ist auch der Grund, warum eine Revolution immer einen gewalttätigen Moment besitzen muss. Glückt sie, wird er als politisch notwendig empfunden (französische Revolution), glückt sie nicht, wird er als stupide betrachtet (RAF). [Die erwähnten revolutionären Bewegungen sollen hiermit beide, ausdrücklich letzte, nicht vorbehaltlos glorifiziert und auch nicht nur als gerechtfertigt werden, es soll nur zum Nachdenken angeregt sein].&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Will man, also das Individuum, eine kleine Gruppe von Interessenten etc., also zur Revolution aufrufen sollte eines von vorneherein klar sein: Revolution ist in der Sache die Opposition zum Krieg, in ihrem Verlauf jedoch leider äquivalent. Entscheiden tun am Ende die Sieger und es fließt Blut. Man überlege sich also, ob man Revolutionär bzw. Revolutionärin sein möchte oder doch nur Reformer bzw. Reformerin.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-6197181432279907215?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/6197181432279907215/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/08/wir-starten-eine-revolution.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/6197181432279907215'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/6197181432279907215'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/08/wir-starten-eine-revolution.html' title='Wir starten eine Revolution!'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-5639636226288306447</id><published>2009-08-09T21:55:00.003+02:00</published><updated>2009-08-09T22:47:21.654+02:00</updated><title type='text'>Aphorismen</title><content type='html'>Irgendwie sind sie ja wunderbar und leider sind sie auch irgendwie vergessen, wer schreibt denn heute noch Aphorismen? In Thomas Manns "Zauberberg" gibt es eine wunderbare Stelle, an welcher Settembrini sagt, Hans Castorp könne nun, nach einem weiteren, recht intelligenten Ausspruch, seine Aphorismensammlung beginnen. Ich stelle mir gerade einmal vor, wie in Lektor bei Suhrkamp/Insel, Goldmann oder Fischer über einem 150-seitigen Manuskript voller Aphorismen säße und sich fragte, was das denn nun solle. Nicht, dass ich diesen Lektoren, zumindest Ersteren und Letzteren nicht, unterstellen wollte, sie wüssten nicht, was es mit dem vor sich liegenden Werk auf sich hat, dennoch glaube ich nicht, dass sie Verwendung dafür fänden - und das ist eine Schande.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich gebe es ja zu, niemand liest eine Aphorismensammlung von Anfang bis Ende durch, warum sollte man auch, aber es ist doch wahrlich ein immer wiederkehrender Spaß, sich seinem Bücherregal zu nähren, eine Aphorismensammlung aufzuschlagen und einfach wild ein wenig zu blättern. Ich tue das vor allem bei Nietzsche sehr gern. Jeder Aphorismus ist eine Neuentdeckung oder hat sich wegen der Veränderung der eigenen Lebensumstände vollständig in Interpretation und Bedeutung geändert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um ein wenig den Spaß zu vermitteln zu versuchen bemühe ich mich an dieser Stelle einmal um eine kleine Demonstration, in dem ich die gesammelten Werke Nietzsches aufschlagen und von jeder mit (kurzen) Aphorismen beschriebenen Seite einen heraussuche, bis ich fünf beisammen habe und lade damit einmal zum freudigen Sinieren über die kurzen Definitionen und Sinnsprüche ein:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Brave&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lieber aus ganzem Holz eine Feindschaft&lt;br /&gt;Als eine geleimte Freundschaft&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Die fröhliche Wissenschaft&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Was wir tun. - &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;Was wir tun, wird nie verstanden, sondern immer nur gelobt und getadelt.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Die fröhliche Wissenschaft&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und nochmals gesagt. - &lt;/span&gt;öffentliche Meinungen - private Faulheiten&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Menschliches Allzumenschliches&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Remedium amoris. - &lt;/span&gt;Immer noch hilft gegen die Liebe in den meisten Fällen jenes alte Radikalmittel: Die Gegenliebe&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Morgenröte&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verbotene Freigiebigkeit. -  &lt;/span&gt;Es ist nicht genug Liebe und Güte in der Welt, um noch davon an eingebildete Wesen wegschenken zu dürfen&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Menschliches Allzumenschliches&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;Ich möchte an dieser Stelle bereits wieder schließen, doch nicht mit meinen eigenen, sondern mit den Worten eines großartigen deutschsprachigen Autors. Gutes Grübeln, abwägen, interpretieren, tadeln, loben und - vielleicht - verstehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Es gibt ein Ziel, aber keinen Weg; was wir Weg nennen, ist Zögern"&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;/span&gt;  - Franz Kafka&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-5639636226288306447?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/5639636226288306447/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/08/aphorismen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/5639636226288306447'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/5639636226288306447'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/08/aphorismen.html' title='Aphorismen'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-6878754175990718211</id><published>2009-08-04T02:22:00.007+02:00</published><updated>2009-08-04T02:53:51.687+02:00</updated><title type='text'>Ein Hoch auf die Gewohnheit!</title><content type='html'>Brüder und Schwestern, Feinde und so genannte Freunde, Verehrer und &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_0"&gt;Ächter&lt;/span&gt;! Ich möchte ein Glas heben, zum Beginn, es dürfen ruhig einige mehr werden. Ein Glas, einen Toast auf die gute, alte Gewohnheit, auf den Trott, auf das sich immer-wieder-wiederholen, auf die &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_1"&gt;Gleichförmigkeit&lt;/span&gt; und, das sollte keinenfalls vergessen werden, den Unterschied im Detail, denn, und wenn wir ehrlich sind, wussten wir es bereits alle, neue Ufer sind Ziele für Idealisten, die den Misserfolg zu ignorieren und in jedem Schmerz noch ihre Lehre zu finden wissen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich gebe es hiermit einmal offen und ehrlich zu: Stünde Zarathustra mit all seiner Weisheit vor mir, ich lachte ihn aus, &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_2"&gt;scheltete&lt;/span&gt; ihm seiner &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_3"&gt;Idiotie&lt;/span&gt; und täte gut daran, denn eines, dass ist gut und wahr: Nietzsche war seiner Zeit soweit voraus, dass wir ihn noch immer nicht verstehen können; und auch daran tun wir gut, denn es ist diese große Liebe zur Trivialität, welche uns doch eigentlich am Leben hält und das Altbekannte, was uns Freude macht und man bedenke: Nicht durch Zorn, durch lachen tötet man. Durch Frohsinn, durch Überlegenheit, ergeben aus Stumpfheit gegen den &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_4"&gt;Innovator&lt;/span&gt;, welcher sich dort verhält wider seiner Spezies.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Baute man ein Haus, man baute es aus Gewohnheit (Ja, es handelt sich hier um eine Metapher). Ziegel aus Oberflächlichkeit und Meinung kleideten sein Dach, Mauern aus Genugtuung stärkten seinen Bau und ein Fundament aus Ignoranz &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_5"&gt;geböte&lt;/span&gt; dem Allen die letzte Stabilität, bis auf diesen kleinen Keim. Diesen Keim der Ungewissheit, den Keim des &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_6"&gt;Argwohns&lt;/span&gt; und des Ekels vor sich selbst im Bewusstsein seiner eigenen Unzulänglichkeit, welche man doch so geschickt hinter seinem gesellschaftlichen Stellung versteckte und jener &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_7"&gt;Beschränktheit&lt;/span&gt;, welche man doch hinter einer liberalen Meinung verbarg. Wohl wahr, Meinungen sind die Häute in denen wir gesehen werden wollen und was wir meinen, das bestimmen wir uns selbst, niemals ließen wir uns fallen und täten wir es doch, wir fänden das sichernde Netz vor dem Gewissheit bringenden Aufschlag, federten und landeten sanft auf unseren Füßen, bereit, wieder in die Dunkelheit einer weiteren Höhle zu weichen und der Erkenntnis den Rücken &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_8"&gt;zu zukehren&lt;/span&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es mag kritisch klingen, überkritisch, doch eigentlich ist es ein Lob, ein geliebter Zug am Menschen, welcher, in der Überzeugung zu wissen was ihm Recht ist in seiner kleinen Welt lebt und dort nicht &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_9"&gt;heraus zu locken&lt;/span&gt; ist. Und dies ist sein Überlebenstrieb. Ein angewöhntes Verhalten des Selbstschutzes, wehe dem, der ihn fallen lässt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_10"&gt;Misery&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_11"&gt;loves&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_12"&gt;company&lt;/span&gt;, ein englisches Sprichtwort, aus dem lateinischen stammend fällt mir unpassender Weise dazu ein und &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_13"&gt;Watzlawick&lt;/span&gt; der da sagte, es sei leicht unglücklich zu werden, aber schwer, es zu bleiben. Ebenso ist es leicht sich neuem zu öffnen, aber schwer, offen zu bleiben. &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_14"&gt;Once&lt;/span&gt; bitten, &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_15"&gt;twice&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_16"&gt;shy&lt;/span&gt;, sagt da ein anderes englisches &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_17"&gt;Ideom&lt;/span&gt; und es hat ebenso recht, klassische &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_18"&gt;Konditionierung&lt;/span&gt; würde ich das nennen und es gutheißen, dieses triviale Sein, dieses Leben in Bahnen. &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_19"&gt;Train&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_20"&gt;kept&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_21"&gt;rollin&lt;/span&gt;' ist ein alter Bluesklassiker, warum die Schienen verlassen? Man wird doch so sicher auf ihnen geführt. Gottes Wege sind bekanntlich unergründlich, dass negiert quasi seine Existenz, denn jeder Weg ist &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_22"&gt;ergründlich&lt;/span&gt; für den, der ihn zu gehen bereit ist und das sind wir alle, oder wären wir alle, wären wir nicht dazu verdammt in einem Determinismus zu leben, welcher uns dieser Entscheidung beraubt. I'd &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_23"&gt;like&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_24"&gt;to&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_25"&gt;jump&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_26"&gt;but&lt;/span&gt; I'm &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_27"&gt;afraid&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_28"&gt;to&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_29"&gt;hit&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_30"&gt;the&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_31"&gt;ground&lt;/span&gt;, der ewig gleiche Zwang.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun, Brüder und Schwestern, Feinde und so genannte Freunde, Verehrer und Verächter. Trinkt, doch, trinkt mit Bedacht - der Schierlingsbecher geht um!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-6878754175990718211?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/6878754175990718211/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/08/ein-hoch-auf-die-gewohnheit.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/6878754175990718211'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/6878754175990718211'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/08/ein-hoch-auf-die-gewohnheit.html' title='Ein Hoch auf die Gewohnheit!'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-6423443463396780318</id><published>2009-07-31T15:42:00.003+02:00</published><updated>2009-07-31T16:05:00.119+02:00</updated><title type='text'>Angst fressen Hirn auf</title><content type='html'>Mir war doch glatt so, als gebe es im Iran ein Dörfchen mit dem Namen Braunschweig. Nun, leider verfehlt, es geht um jene deutsche Stadt Braunschweig und wäre die vorgefallene Aktion nicht so unfassbar lächerlich dächte man sich beinahe in einem totalitären System gefangen. Aber nein, juristisch ist das alles so weit abgesichert, zumindest grob, und Gesetze sind nun einmal da um beachtet zu werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch klären wir kurz die Situation. Am heutigen Freitag, um 16 Uhr, also quasi genau jetzt, sollte, nach Wunsch von Dirk &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_0"&gt;Schadt&lt;/span&gt;, Autor aus Braunschweig, auf dem &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_1"&gt;Schloßplatz&lt;/span&gt; vor dem Braunschweiger Einkaufszentrum "&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_2"&gt;Schloßarkaden&lt;/span&gt;" ein &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_3"&gt;Flashmob&lt;/span&gt; zum Thema "Picknick" stattfinden. Angedacht war eine zweistündige Versammlung mit &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_4"&gt;Speiß&lt;/span&gt; und Trank. Verhindert hat dies das Ordnungsamt, welches &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_5"&gt;Schadt&lt;/span&gt; aufforderte die Versammlung abzusagen. Herr &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_6"&gt;Schadt&lt;/span&gt; tat sein übriges und bat darum - dem Auftrag des &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_7"&gt;Ordnungsamtes&lt;/span&gt;, dies im angemessenen Umfang zu tun - via Blog, Flugblättern, Foren und kleinen &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_8"&gt;Informationsblättern&lt;/span&gt; an Luftballons die Information weiterzugeben. Dezentrale &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_9"&gt;Organisationsstrukturen&lt;/span&gt; greifen eben nicht auf einen E-Mail Verteiler zurück.  Mag die Sache als solche schon belustigend sein, so betrachte man erst einmal die &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_10"&gt;Argumentationsstrucktur&lt;/span&gt; von Seiten der Behörden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Argument eins galt dem Pflaster. Die Pflastersteine, so das Amt, seien sehr teuer und sollten keiner unnötigen Belastung ausgesetzt werden, entsprechend möge man doch von dem Vorhaben absehen. Der Anfrage des &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_11"&gt;Iniziators&lt;/span&gt;, inwiefern weiche Decken denn gefährlicher sein, als die Absätze von &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_12"&gt;hochhakigen&lt;/span&gt; Schuhen, welche Tag für Tag das Pflaster malträtieren, erfolgte leider keine Antwort mehr. Wahrscheinlich war selbst den Bürokraten aus Braunschweig bewusst, dass ihre Argumentation so stupide war, dass man sich lieber &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_13"&gt;zurückzöge&lt;/span&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deutlich interessanter ist jedoch sogar Argument zwei, welches sich auf die Nutzung des öffentlichen Raumes bezieht. So sei, nach Angaben der Braunschweiger Behörden, der öffentliche Raum &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_14"&gt;lediglich&lt;/span&gt; zur Fortbewegung von Punkt A nach Punkt B zu nutzen und nicht zum Aufenthalt gedacht. Die Antworten, welche die Diskussionen in einigen Foren daraufhin prägten, waren in ihrer Vielfältigkeit und ihrem &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_15"&gt;Abwechslungreichtum&lt;/span&gt; äußerst lesenswert. Besondere Unterstützung verdient mit Sicherheit der Beitrag eines &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_16"&gt;Forumbesuchers&lt;/span&gt;, welcher die Ausweitung von Reiterstaffeln forderte, welche dann, mit kleinen Lanzen bewaffnet, jeden durch leichtes &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_17"&gt;Pieken&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_18"&gt;zur&lt;/span&gt; Fortbewegung bringen könnten, der meine, stehen zu bleiben und so den öffentlichen Raum zu missbrauchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch Spaß bei Seite, denn die Sache ist ernst. Herr &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_19"&gt;Schadt&lt;/span&gt;, ebenso entsetzt wie amüsiert, meldete daraufhin eine Demonstration für "Kunstfreiheit und die gemeinschaftliche Nutzung von öffentlichen Räumen" an - und wurde abgewiesen. Das Gedankengut, welches sich dahinter verbirgt, ist gefährlich. Augenscheinlich, auch im Zuge einer stärker werdenden Piratenpartei, fürchten die öffentliche Organe einen Generations-, Sozialstatus und auch der politischen Orientierung übergreifenden &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_20"&gt;Zusammenschluss&lt;/span&gt; von Aktivisten, welche sich, eben vor allem von politischen Doktrinen gelöst, für Bürgerrechte und Kultur einsetzen. Alternative Kulturen zur öffentlichen Ordnung, weg von der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_21"&gt;Stigmatisierung&lt;/span&gt; und &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_22"&gt;Präkriminalisierung&lt;/span&gt; bisherigen &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_23"&gt;Subkulturen&lt;/span&gt;, könnten dort zu einem großen Problem für die bestehenden Machtstrukturen, vor allen im kommunalen und regionalen Raum werden. Eine Art &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_24"&gt;Außerparlamentarischer&lt;/span&gt; Opposition ohne jede Form von &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_25"&gt;Radikalität&lt;/span&gt; und politischer Angriffsfläche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie sehr die Obrigkeit diese Volksbewegung fürchtet zeigt sich in letzter Zeit immer öfter, so achtet schon der Verfassungsschutz verschärft auf Ankündigungen zu &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_26"&gt;Flashmobs&lt;/span&gt; jeder Art. In Karlsruhe kam es vor wenigen Tagen sogar zu direkten &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_27"&gt;Drangsalierungen&lt;/span&gt; gegen aktive Bürger seitens der Polizei.  Das Phänomen &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_28"&gt;Flashmob&lt;/span&gt; dürfte von daher ein interessantes neues Mittel des Protestes werden, vor allem, da diese Institution als solche noch nicht durch Medienpropaganda vergiftet wurde.&lt;br /&gt;Ich werde dann jetzt schnell zum Bus, um den öffentlichen Raum nicht zu lange zu missbrauchen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-6423443463396780318?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/6423443463396780318/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/07/angst-fressen-hirn-auf.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/6423443463396780318'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/6423443463396780318'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/07/angst-fressen-hirn-auf.html' title='Angst fressen Hirn auf'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-8363882149072431648</id><published>2009-07-20T20:06:00.004+02:00</published><updated>2009-07-20T20:30:00.431+02:00</updated><title type='text'>Moralische Mörder</title><content type='html'>Da schlug es mich doch beinahe vom Bette, als ich am heutigen Abend die Nachrichten sah. Soldaten der Bundeswehr beschweren sich über einen Mangel an moralischer Unterstützung. Dies ist eine sehr interessante Beschwerde, denn betrachtet man den Einsatzrahmen der Bundeswehr, so fragt man sich doch, was nun alles moralisch unterstützenswert sei. Auch erinnern sollte man sich an die Aussage von &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_0"&gt;Verteidigungsminister Struck&lt;/span&gt; aus dem Jahre 2004, als dieser sagte: "Deutschland wird nun auch am &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_1"&gt;Hindukusch&lt;/span&gt; verteidigt."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer an dieser Stelle nicht an Imperialismus denkt, dem ist die Definition dieses Begriffs nicht bekannt oder der Blick auf die Welt getrübt. Bedenkt man, dass diese Verteidigung eben nicht auf irgendeiner Form von intellektueller Aufklärung basiert, auf irgendeiner Form von gegenseitigem kulturellem Austausch oder auf einer Analyse des Extremismus, sondern auf reiner militärischer Präsenz, mit der Zusatzaufgabe, militärische Einheiten und paramilitärische Polizeitruppen auszubilden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zugegeben: Die Meister des &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_2"&gt;Kulturimperialismus&lt;/span&gt; waren und sind immer noch die Amerikaner, doch stellt sich die Frage, inwiefern dieser Kultur- (und auch &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_3"&gt;Wirtschafts&lt;/span&gt;-)&lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_4"&gt;Imperialismus&lt;/span&gt; schädlicher ist als die reine militärische Präsenz. Wie wichtig zivile &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_5"&gt;Strukturen&lt;/span&gt; sind, ist den großen Kriegstreibern nur allzu bekannt. Sieht man sich die Ziele der Operation "Gegossenes Blei" an, so wird einem deutlich, dass primär Krankenhäuser, Schulen und größere &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_6"&gt;Versammlungstätten&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_7"&gt;Prioritäten&lt;/span&gt; bei einem Angriffskrieg genießen. Der Vorwand der &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_8"&gt;asymmetrischen&lt;/span&gt; Kriegsführung steigert sich in diesem Falle immer weiter ins lächerliche, denn ein Dorf, steht es im Irak, &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_9"&gt;Afghanistan&lt;/span&gt; oder in &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_10"&gt;Gaza&lt;/span&gt;, ist noch lange kein &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_11"&gt;vietnamesischer&lt;/span&gt; Dschungel, dem nur mit &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_12"&gt;Napalm&lt;/span&gt; beizukommen wäre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch zurück zur erweiterten deutschen Grenze. Man könnte fast bösartig sagen, dass der SPD in nicht einmal acht Jahren gelungen ist, was Hitler ein Leben lang plante. Eine Erweiterung der deutschen Grenzen, sogar aus Europa heraus. Doch gelernt haben sie, Russland greift man nicht mehr an. Volker &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_13"&gt;Pispers&lt;/span&gt; bemerkte dazu, dies nur also Randnotiz, einmal: "&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_14"&gt;Putin&lt;/span&gt; wird nur nicht angegriffen, weil er die Waffen besitzt, von denen man behauptete Hussein hätte sie besessen", so in etwa zumindest.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun endgültig zurück zur deutschen Grenze: Der Auftrag der Bundeswehr im Ausland, mag es im &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_15"&gt;Kosovo&lt;/span&gt; gewesen sein oder in den heutigen Einsatzgebieten, ist kein Friedenseinsatz. Es handelt sich dabei um knallharte militärische Operationen und die Entrüstung der deutschen Presse und Politik bei Bekanntwerden von Operationen &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_16"&gt;außerhalb&lt;/span&gt; des Wiederaufbaus ist so ekelhaft naiv oder falsch, dass sie den mündigen Bürger eigentlich zum erbrechen bringen müsste.&lt;br /&gt;Im übrigen töteten am gestrigen Tag deutsche Soldaten einen Minderjährigen. &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_17"&gt;Pace&lt;/span&gt;!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-8363882149072431648?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/8363882149072431648/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/07/moralische-morder.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/8363882149072431648'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/8363882149072431648'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/07/moralische-morder.html' title='Moralische Mörder'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-4766044036262852081</id><published>2009-07-20T16:18:00.005+02:00</published><updated>2009-07-27T14:06:48.190+02:00</updated><title type='text'>Empathie für Diktatoren</title><content type='html'>Ein wunderbar missverständlicher Titel. Man mag es herauslesen, es scheint &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_0"&gt;intrinsisch&lt;/span&gt; notwendig, dass jene Solitärs an der Spitze des Staates ein deutlich größeres &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_1"&gt;Empathievermögen&lt;/span&gt; bräuchten. Nun, das mag sein, ich kenne Keinen, aber ich kenne viele, die eine deutlich größere &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_2"&gt;Empathie&lt;/span&gt; für Diktatoren entwickeln sollten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es klingt, das muss ich zugeben, doch immer ein wenig unglaubwürdig, wenn ein einzelner Mensch ein Schlachtfeld humanitärer Katastrophen hinterlässt nur um im Anschluss zu beteuern, er habe dies doch garnicht gewollt. Doch könnte dem nicht wirklich so sein? Kann es nicht jene logische Konsequenz aus einem kleinen Fehltritt geben? Den Flügelschlag, welcher zum &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_3"&gt;Hurricane&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_4"&gt;mutiert&lt;/span&gt;? Eine nicht geschlossene Tür, ein Schmierzettel an falscher Stelle und alles wendet sich zum schlechten, doch aus Angst, oder &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_5"&gt;Verantwortungsgefühl&lt;/span&gt;, oder gar moralischer Überlegenheit beginnt einer Prozess der permanenten Machtsicherung, welcher zu eben jenen Diktaturen führt, welche uns im Allgemeinen bekannt sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun vielleicht ist es nicht irgendein Schmierzettel, aber es mag mit äquivalent trivialen Ereignissen beginnen. Machtsicherung beginnt im kleinsten, beginnt eigentlich schon bei der Frage, wer den Platz an der Wand bekommt oder wer bei der Sitzung vor Kopf sitzt. Subtile Machstrukturen entstehen zumeist nicht über &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_6"&gt;Ämterbezeichnungen&lt;/span&gt;, sondern über Geleistetes, welches man in den Kontext mit den Leistungen anderer stellt, meist um seine Position hervorzuheben. Es ist ein wenig eine katholische Angelegenheit, man will der Erste unter gleichen sein und hat man dies erst erreicht, so ist man Papst - oder einfach eine Sprosse auf der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_7"&gt;Hierachieleiter&lt;/span&gt; weiter nach oben geklettert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der problematische Teil, welcher schlussendlich den Rebellen zum Diktator macht, oder eben den kleinen Arbeiter oder jeden beliebigen - sicherlich moralisch legitimierten - Menschen, welcher eine Veränderung wünscht, beginnt dann in der Abschottung. Es lebt sich Gefährlich, wenn man revolutionäre Ideen hatte (Nietzsche wusste das) und selbst, wenn man nur eingefahrene bürokratische Systeme aufbrechen will, weiß man nie, ob man nicht in ein &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_8"&gt;Wespennest&lt;/span&gt; sticht. Die logische Konsequenz daraus ist ein &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_9"&gt;Abschotten&lt;/span&gt;, ein Absichern und, denn auch Revolutionäre werden gelegentlich von Selbstzweifeln geplagt, eine immer wiederkehrende &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_10"&gt;Selbstversicherung&lt;/span&gt; etwas "Gutes" (das dieser Begriff so abstrakt ist widerstrebt mir durchaus auch, doch finde ich keinen Treffenderen und in seiner &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_11"&gt;Abstraktheit&lt;/span&gt; lässt er &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_12"&gt;doch&lt;/span&gt; unterschiedliche &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_13"&gt;Deutungsarten&lt;/span&gt; zu, die verschiedenen Lesern sicherlich, zumindest im Durchschnitt, ein entsprechendes Bild zur Verdeutlichung meiner These zugänglich machen) zu tun. Und genau hier liegt eben das Problem, der Abgleich zwischen Ideal und Realität ist nicht mehr möglich und der einstige Schöpfer der Veränderung wird, man mag sich das vorstellen wie dem späten Beethoven, taub für die Lebenswirklich, dirigiert stattdessen eine Symphonie der Zerstörung, welche ihm als Arie der Glückseligkeit erscheint.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zugegeben: Es gibt Diktatoren, welche ihre Länder und deren &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_14"&gt;Bevölkerung&lt;/span&gt; bewusst ausbeuten und zur Genüge jene, die sich im Wohlstand so eingelebt haben, dass sie ihre Prinzipien dem Geld geopfert haben, doch, und hier mag ein jeder einen Selbstversuch wagen, ersuchen wir nicht alle die Sicherung von Dingen, die wir für gut und richtig halten?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-4766044036262852081?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/4766044036262852081/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/07/empathie-fur-diktatoren.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/4766044036262852081'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/4766044036262852081'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/07/empathie-fur-diktatoren.html' title='Empathie für Diktatoren'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-834931257274538258</id><published>2009-07-16T11:54:00.003+02:00</published><updated>2009-07-16T12:04:30.716+02:00</updated><title type='text'>Ein Tribut</title><content type='html'>Eine Hommage widmet man zumeist Verstorbenen und dann wiederum primär jenen Revolutionären, welche ihre Revolution irgendwie in die Mitte der Gesellschaft getragen haben, jene, welche irgendwie domestiziert wurden und deren Gedankengut man gutbürgerlich, sich dabei so frei und unabhängig fühlend, leben kann. Sei es Musik, Literatur oder Politik, ein jeder wird nach dem Ausgang seines Versuches beurteilt, nicht dem Versuch selbst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine weitere Form der Ehrenbekundung findet zumeist im Kreise emotionaler Nähe statt. Dies beginnt mit der, schon seit 20 Jahren nicht mehr amüsanten, Büttenrede auf die Großmama, zieht sich mit überraschend gut gewählten Worten zum Geburtstag bis hin zur Erwähnung eines Freundes, welcher, irgendwie vergessen, doch einmal etwas schuf und es Post-mortem noch in den Feuilleton schafft, der Tod ist doch wahrlich etwas ehrendes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Darum ein mal ein Tribut an die Lebenden, zumindest derer Drei und ganz besonders einem. Ein Namen wollt ihr hören? Ach, Namen sind doch Schall und Rauch und ich muss zugeben, dass ich ihn bereits vergessen habe, wenn es den der richtige Name war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn jemand, auf einer Treppe sitzend, zwischen einer Gitarre und einem Rucksack voller Tape's, Bilder und Noten, sich eine Zigarette drehend auf die Frage, was er und seine Begleiter denn für Leute seien mit einem lächeln antwortet: "Komische Leute", so erscheint dies nahezu Romanfähig. Tramper in der Moderne, ein wenig an Albert Hammond und seine Free Electric Band erinnernd. Ungestresst und freundlich, Auskunftgebend und interessiert. Darum eine Hommage an zwei Männer und eine Frau, an einem Sonntagabend, am Essener Hauptbahnhof, welche mir das Warten auf den Zug so angenehm machten, dass ich mich schwer lösen konnte. Danke für den Blues, danke für Hendrix, danke für Dylan.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn sich Freiheit irgendwie definieren lassen sollte, dann so. Fernab von allem Monetarismus, fernab von aller Hektik. Guys - you made my day!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-834931257274538258?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/834931257274538258/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/07/ein-tribut.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/834931257274538258'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/834931257274538258'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/07/ein-tribut.html' title='Ein Tribut'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-3388711341824842706</id><published>2009-06-29T14:36:00.002+02:00</published><updated>2009-06-29T14:51:32.418+02:00</updated><title type='text'>Kulturelles Kapital</title><content type='html'>Ein kleiner Gedanke etwas Abseits vom Tagesgeschehen. Ich dachte in der letzten Woche viel über den Wert von Traditionen nach. Über eine kulturelle Identität und warum ich Patriotismus auf lokaler Ebene nachvollziehen kann, während ich Nationalpatriotismus für eine äußerst stupide Angelegenheit halte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Augenmerk dabei fiel vor allem auf iranische &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_0"&gt;Emigranten&lt;/span&gt;, welche sich selbst eher als Perser bezeichnen, denn als &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_1"&gt;Iraner&lt;/span&gt; und welche die &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_2"&gt;persische&lt;/span&gt; Kultur, das kulturelle Erbe, in Ehren halten und verteidigen. Zugegeben, hier geht es um einen gegensätzlichen Effekt zum Lokalpatriotismus, aber die Kategorisierung scheint mir doch treffender. Große Denker waren immerhin keine Schwaben, sondern &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_3"&gt;Kosmopoliten&lt;/span&gt;, und dennoch, dies erscheint mir zumindest in einer groben Übersicht so, immer ihrer Heimat, und damit ist nicht der Nationalstaat gemeint, verbunden. Nietzsche zum Beispiel schimpfte immer sehr über &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_4"&gt;Deutschtümmelei&lt;/span&gt; und lobte den &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_5"&gt;französischen&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_6"&gt;Aufklärungsdrang&lt;/span&gt;, war dennoch von der ihm umgebenen Landschaft begeistert und fühlte sich dort heimisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch an dieser Stelle möchte ich den Bogen schnell zurückschlagen, bevor ich allzuweit abweiche. Worin besteht unsere kulturelle Identifikation, wie weit reicht sie zurück und in wieweit zehren wir davon? Als Ausrede benutzen wir sie definitiv gerne, zumindest wir &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_7"&gt;Lokalisten&lt;/span&gt;. Wir &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_8"&gt;Ruhrgebietler&lt;/span&gt;, wenn wir des Genitivs überdrüssig sind, die Schwaben, wenn sie Vergleiche mit "wie" anstellen und die Sachsen, wenn sie sich weigern verständlich zu sprechen (Sächsisch soll übrigens im nicht artikulierten Laut beim &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_9"&gt;Orgasmus&lt;/span&gt; sehr &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_10"&gt;sexy&lt;/span&gt; sein - ich stelle das mal in Frage).&lt;br /&gt;Besteht unsere Identifikation aus einem Nothalt vor dem Rutsch in die Weite der Welt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der große Unterschied zwischen Berlin und Essen besteht im Umgang der Kulturen. Während sich Berlin sehr &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_11"&gt;vielsprachig&lt;/span&gt; und &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_12"&gt;multikulturell&lt;/span&gt; gestaltet zeigen sich Ruhrgebietsstädte eher &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_13"&gt;subkulturell&lt;/span&gt;. Woran liegt das?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verweigern sich &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_14"&gt;bildungsferne&lt;/span&gt; Schichten absichtlich einer kulturellen Bildung und wohin ist der proletarische Kunstinstinkt gegangen? Hesse merkt in seinem Steppenwolf an, dass der Jazz, jenes Wilde, eben die Kunst der weniger feineren Geister sei. Die Kindergeschichte &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_15"&gt;Aristocats&lt;/span&gt; arbeitet ebenso mit einem Unterschied zwischen proletarischer Kultur und Hochkultur (auch hier wieder am Beispiel des Jazz). Wohin ist diese Kultur eigentlich entschwunden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies als lose Gedankensammlung an dieser Stelle. Ich wünsche einen guten Start in die Woche. &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_16"&gt;Achja&lt;/span&gt;, ein Artikel von mir, etwas sortierter, erscheint übrigens in der nächsten &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_17"&gt;Academy&lt;/span&gt;.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-3388711341824842706?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/3388711341824842706/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/06/kulturelles-kapital.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/3388711341824842706'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/3388711341824842706'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/06/kulturelles-kapital.html' title='Kulturelles Kapital'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-5080221552973859307</id><published>2009-06-21T14:13:00.004+02:00</published><updated>2009-06-21T14:30:15.362+02:00</updated><title type='text'>Bilungsstreik - Der Samstag</title><content type='html'>Freiheit ist Nichts, was man einmal erwirbt und dann für immer besitzt. Freiheit ist ein Gut, welches immer wieder verteidigt werden muss. Mit freier Bildung sieht es da sehr Ähnlich aus und so versammelten sich am gestrigen Samstag in Düsseldorf auch wieder zahlreiche Studenten, Schüler, Intellektuelle und Sympathisanten um für bessere Bedingungen in Schulen und Universitäten auf die Straße zu gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Zahlen für gestern? Während der Demo hieß es einmal 10.000, das war jedoch Unsinn, die offiziellen Zahlen liegen zwischen 2500 und 5000...dazwischen wird irgendwo die Wahrheit liegen. Der Demonstrationszug verlief auch gestern wieder friedlich, allerdings kam es zu kleinen Auseinandersetzungen mit der Exekutive, als sich ca. 200 Demonstranten weigerten eine blockierte Kreuzung auf der Heinrich-Heine-Allee zu räumen. Das Spiel dauerte über drei Stunden an, immer mehr Teilnehmer der Demonstration kamen vom Ort der Abschlusskundgebung zurück, um Solidarität zu den inzwischen eingekesselten Bildungskämpfern zu zeigen. Abgesehen von einem Versuch der Polizei in die Menge der Demonstranten einzudringen, welche, getrennt von einer Wagenburg und stellenweise drei Reihen Polizisten, auf das Geschehen im Inneren des Kessels zu achten versuchten, verlief die Auseinandersetzung friedlich, es kam jedoch zu beinahe 200 Festnahmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Anschluss an die Räumung zog eine Spontandemo von der Heinrich-Heine-Allee zum Polizeipräsdium, um die Gefangenen zu empfangen. Das Prozedere zog sich über Stunden hinweg, die Polizei, so lies es sich aus Aussagen der Inhaftierten herauslesen, gingen dabei höchst willkürlich vor. Zudem waren nicht h´genug Fahrzeuge zum Abtransport der Eingekesselten vorhanden, was dazu führte, dass ein Linienbus angemietet werden musste. Als ich selbst gegen 22.30 Uhr den Ort des Geschehens verließ, waren immernoch nicht alle freigelassen, es wartete jedoch auch ein Mob von ca. 200 Menschen auf die in Haft genommenen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein kleines Resümee zum Gesamtablauf des Bildungsstreik: Im großen und ganzen ist die Aktion als positiv zu bewerten, es kam zu wenig Zwischenfällen. Das Rektorat in Heidelberg wurde inzwischen polizeilich geräumt, das Audimax in Bochum wieder freigegeben, nur die Marburger Studenten scheinen noch zu besetzen, ein kleiner Aufruf zum Durchhalten daher an dieser Stelle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Abschluss der Streikwoche schaffte es dann noch die CDU, vertreten durch Hessens Bildungspolitischensprecher Hans-Jürgen Irmer, sich ins politische Abseits zu befördern, indem jener die Proteste als antidemokratisch bezeichnete. Ein bitte an den, ja ach so fleißigen, Verfassungsschutz an dieser Stelle: Beobachtung der CDU wegen tendenzieller Missachtung des Grundgesetzes, Einschränkung der Meinungsfreiheit und Diffarmierung politischer Gegner. Danke!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-5080221552973859307?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/5080221552973859307/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/06/bilungsstreik-der-samstag.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/5080221552973859307'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/5080221552973859307'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/06/bilungsstreik-der-samstag.html' title='Bilungsstreik - Der Samstag'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-9038852554565505076</id><published>2009-06-18T02:01:00.002+02:00</published><updated>2009-06-18T02:13:11.368+02:00</updated><title type='text'>Bildungsstreik - Der Mittwoch</title><content type='html'>Perfektes Demowetter, strahlender Sonnenschein und so waren es auch ca. 3000 Studierende, Schüler und Sympathisanten, welche sich gegen 13.30Uhr ihren Weg von der Campus Wiese, durch die Essener City und wieder zurückbahnten. Unter starkem Aufgebot der Polizei, aber nicht abgeschreckt von der Präkriminalisierung durch den Verfassungsschutz kämpfte sich die Meute munter am Limbecker-Platz vorbei, ein wenig durch die Innenstadt Richtung Bahnhof, wo man auf Zugbesetzer aus Bochum traf, welche dann auch sofort unter die Fittiche der Essener Bilungsverlierer genommen wurden - die Polizei war bereits nevörs ob des nicht angemeldeten Zuwachses, und in einem kleinen Bogen wieder zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Fazit zur Demo? Friedlich, für Essener Verhältnisse gut besucht und sehr amüsant. Viele Sitzblockaden auf Kreuzungen und ein gutes Auskommen zwischen Schülern und Studenten, denn auf beiden Seiten zeigten sich einige Neulinge, welche der Verrichtung ihrer demokratischen Rechte noch nicht nachgekommen waren, auch wenn Seitens der Schüler stellenweise etwas Unklarheit über den Zweck der Demo zu herrschen schien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotz guten Verlaufs bleibt aber ein bitterer Nachgeschmack. Kurz nach dem Wiedereintreffen vor dem R12 Eingang der Universität stürmten mehrere Beamte das Gebäude der Fakultät, im Nachgang wurde das Polizeiaufgebot auf dem Campus verstärkt, eine Begründung liegt bisher nicht vor, 10 Personen, so der letzte Stand, wurden festgenommen, auch ist von gewaltsamen Übergriffen Seitens der Polizei auf drei Minderjährige berichtet worden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das die Beamten ein altes Abkommen brachen und unaufgefordert den Campus betraten stellt sicherlich einen Tiefpunkt polizeilicher Repressalien gegen Studenten dar. Zwar, so sagt es das Gesetz, ist Universitätsgeläde Landesgelände, doch galt bisher zumindest noch ein gewisser Respekt vor universitärer Selbstverwaltung. Spätestens durch die Kameraaufnahmen des Verfassungsschutzes auf dem Campus ist dieser endgültig beseitigt. Zwar zog sich die Polizei nach lauten Aufforderungen aus dem Gelände zurück, aber vor allem der Übergriff auf die drei Minderjährigen, welche auch noch in einem Gebäude festgehalten wurden, welches wegen Feueralarms geräumt wurde, ist erschreckend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dennoch, der restliche Tag verlief weiter friedlich mit Diskussionen und ein wenig Partylaune auf der Campuswiese und der Auftritt von La Signora im KKC bot schlussendlich einen entsprechenden kulturellen Abschluss - an welchem leider, wie gewohnt, wenige partizipierten.&lt;br /&gt;Samstag ist übrigens eine gemeinsame Demo in Düsseldorf geplant!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-9038852554565505076?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/9038852554565505076/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/06/bildungsstreik-der-mittwoch.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/9038852554565505076'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/9038852554565505076'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/06/bildungsstreik-der-mittwoch.html' title='Bildungsstreik - Der Mittwoch'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-2859419210968027842</id><published>2009-06-16T19:23:00.005+02:00</published><updated>2009-06-16T20:02:06.861+02:00</updated><title type='text'>Bildungsstreik - Der Dienstag</title><content type='html'>Ja, ich tue es wirklich. Nein, es wird kein Liveblog werden, aber zumindest, so gut es mir möglich ist, ein abendlicher Bericht von den Aktivitäten am heutigen Dienstag, Mittwoch und am Samstag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun, zum Beginn. Der Staat hat augenscheinlich Angst, große Angst und ist &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_0"&gt;unkoordiniert&lt;/span&gt;, sehr &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_1"&gt;unkoordiniert&lt;/span&gt;. Während in verschiedenen Städten bereits gut besuchte Aktionen das Bild der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_2"&gt;Universitäten&lt;/span&gt; veränderten, blieb es in Essen zunächst noch ruhig, dennoch mehren sich Gerüchte, dass die Polizei bereits mehrere &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_3"&gt;Hundertschaften&lt;/span&gt; in der Staat zusammengezogen hat. Der Staatsschutz ist definitiv, zum Glücke des einen oder andere Provinzpolizisten, bereits aktiv. Am heutigen Tage wurden, beim Versuch einer &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_4"&gt;Flashmobbildung&lt;/span&gt;, vier Studenten der Universität Duisburg-Essen des Platzes verwiesen und in die Kartei des Verfassungsschutzes,  obwohl es sich wirklich anbietet, aufgenommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ansonsten lief der Tag, gemessen an seinen Aktionen, ab wie folgt. Gegen 14 zogen ca. 100 Studenten, von einem Schäfer geleitet, mit Schafsmasken durch das Mensafoyer und anschließend durch die Mensa, und &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_6"&gt;blöckten&lt;/span&gt; ein lustiges &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_7"&gt;BÄÄÄCHELLÖR&lt;/span&gt;, weitere Schafe in der Mensa &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_8"&gt;blöckten&lt;/span&gt; ein &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_9"&gt;MÄSSTÄÄR&lt;/span&gt; zurück. Die zweite &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_10"&gt;Flashmbob&lt;/span&gt; Aktion, im Schatten des City Center lief dann deutlich schlechter als geplant, unter anderem sicher auch wegen der Übergriffe von Seiten der Exekutive. Aber beinahe 50 Mutige wagten es dann doch noch, im wahrsten Sinne des Wortes, hinter dem Rücken der Polizei die Aktion durch. Danke Leute, das war mutig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was unser dieser Tag gelehrt hat? Ich kann es nicht sagen, aber ich hoffe das Beste für Morgen und wenig polizeiliche Regressionen. Warum im Vorfeld bereits so gegen die &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_11"&gt;Bildungsbewegung&lt;/span&gt; gehetzt wird, ist mir ein wenig unbegreiflich, aber vielleicht liegt es daran, dass dein dummes Volk leichter zu regieren ist.&lt;br /&gt;Also, morgen auf die Straße!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-2859419210968027842?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/2859419210968027842/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/06/bildungsstreik-der-dienst.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/2859419210968027842'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/2859419210968027842'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/06/bildungsstreik-der-dienst.html' title='Bildungsstreik - Der Dienstag'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-2218150265982588021</id><published>2009-06-14T22:44:00.003+02:00</published><updated>2009-06-14T23:04:40.593+02:00</updated><title type='text'>Solidarität! Ausser, es regnet...</title><content type='html'>"Liebe MLPDler, liebe andere Veranstalter. Medienwirksam demonstrieren und dafür sorgen, dass das eigene Banner in den Nachrichten ist, aber kaum ist der WDR weg, haut ihr ab. Wisst ihr was, ihr seid nicht besser als die Nazischweine da drüben."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In etwa so schallte es von der Bühne, als der Demonstrationszug sich wieder am Sammelpunkt des Protestes gegen die Rechtspopulistische Bürgerbewegung Pro NRW eingefunden hatte und sich die Veranstalter damit zu beschäftigen begannen, die Infostände, Bierzeltgarnituren und Ähnliches ab zu bauen. Es waren harte Worte, aber, so muss ich eingestehen, irgendwie wahre Worte. Fast drei Stunden vor offiziellem Veranstaltungsende waren die Initiatoren abgezogen und eine kleine, traurige Gruppe blieb auf dem Marktplatz in Gelsenkirchen-Horst, direkt gegenüber dem Schloss Horst, Austragungsort des Parteitages, zurück um den restlichen musikalischen Darbietungen zu lauschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fast 500 Polizisten, so inoffizielle Schätzungen, waren angereist, es waren kaum so Viele Antifaschisten, welche sich auf dem Horster Marktplatz einfanden. Nein, das hier soll kein Revival zum Thema 'Stolz, dumm und apolitisch' werden, aber ein wenig schlägt es doch aufs Gemüt, wenn ein solches Desinteresse zu beobachten ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wäre nur ein müder Prozent der Gelsenkirchener Bevölkerung zu dieser Veranstaltung gekommen, mindestens 2500 Gegendemonstranten hätten sich eingefunden, aber nein, mehr als 99% der Gelsenkirchener stehen Faschismus offen Gegenüber, oder zumindest dessen Duldung. Man mag sich ermüden an meinen Ausführungen, mag sich langweilen an der alten Leier, aber betrachtet man es realistisch, so muss man doch eindeutig feststellen, dass Ignoranz zum Mittäter macht. Zu einem passiven vielleicht, aber zu einem Mittäter - unterlassene Hilfeleistung würde unser Gesetz es vielleicht nennen. Unterlassene Hilfeleistung am moralischen Korpus eines Volkes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Philosoph Karl Jaspers sagte einst über die Demokratie: "Die Demokratie setzt die Vernunft des Volkes voraus, die sie erst hervorbringen soll." Damit sprach er wahre Worte und sie beweisen sich immer wieder. Jaspers stellte ebenso fest, dass Demokratie nie etwas endgültiges ist, sondern immer kritisiert und durchdacht werden muss. Gerade diese Bewegung macht Demokratie spannend, aber ebenso voraussetzungsreich. Auch hier möchte ich ungern ein Revival meines Beitrags 'Demokratie abschaffen - Jetzt' beginnen, denn diese Demokratiebemerkungen dienen eher einem Brückenschlag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Meinungsfreiheit ist auch eine Sache, welche immer und immer wieder erkämpft werden muss, auch in Deutschland. Voltaire merkte dazu an: "&lt;span onclick="location.href='/zitat_1797.html';" title="Zur Detailansicht."&gt;Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst." Nur diesen Kampf alleine zu führen ist sinnlos, denn wenn die Sprechenden von den Straßen gefegt wurden, ist Niemand mehr da, welcher die Stimme gegen Unrecht erhebt und in eben diesem Moment, in welchem alles schon zu spät ist, wird auch das müde Volk dies erkennen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Darum, liebe Bürger, liebe MLPD'ler, liebe Verteidiger der Freiheit, liebe Revolutionäre, liebe Intellektuelle, denkt immer daran, Faschismus gibt es nicht nur bei Sonnenschein, ebenso sollte etwas Regen nicht davon abhalten ihn zu bekämpfen, denn, um auf Voltaire zurückzukommen, Faschismus ist keine Meinung - sondern ein Verbrechen.&lt;br /&gt;Nächste Woche ist Bildungsstreik, ich hoffe nicht wieder Allein zu stehen!&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-2218150265982588021?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/2218150265982588021/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/06/solidaritat-ausser-es-regnet.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/2218150265982588021'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/2218150265982588021'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/06/solidaritat-ausser-es-regnet.html' title='Solidarität! Ausser, es regnet...'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-2631543712161986715</id><published>2009-06-12T22:07:00.002+02:00</published><updated>2009-06-12T22:17:49.596+02:00</updated><title type='text'>Ein kleiner Aufruf</title><content type='html'>Es gibt in Deutschland ca. 2 Millionen Studenten, stellte man sich diese einmal alle auf einem Platz vor, so wäre dies ein beeindruckender Anblick. Rein vom Anblick sicherlich weniger beeindruckend, aber ebenfalls nicht ohne Wirkung wären 2 Millionen Studenten auf den Straßen verschiedener Universitätsstädte. Und dieses Szenario, wenn auch in etwas kleiner, ist nicht so unwahrscheinlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Woche vom 15.06.2009-19.06.2009 soll in Deutschlands Bildungssystem Stillstand herrschen, aber nicht jener, welcher durch veraltete Lehrmittel, zu wenig Lehrer und marode Gebäude ausgelöst wird, sondern aktiver Stillstand - Bildungsstreik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor allem am Mittwoch, den 17.06.2009, sollen gemeinsame Demonstrationen von Studenten und Schülern, wie auch Intellektuellen und allen Interessierten das Bild der gesamten Republik prägen, man kann nur die Daumen drücken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Inwiefern ein solcher Bildungsstreik sinnvoll ist, wurde bereits im Vorfeld diskutiert und ist sicherlich nicht unumstritten, aber es mag doch jeder einsehen, dass eine Verrückung der Diskussion um Bildungsstandarts, auch von Seite der Lernenden, in die Öffentlichkeit von höchster Wichtigkeit ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also liebe Studenten, liebe Schüler, liebe Intellektuelle und liebe interessierte Bürger da draussen, schließt euch an, macht mit!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-2631543712161986715?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/2631543712161986715/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/06/ein-kleiner-aufruf.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/2631543712161986715'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/2631543712161986715'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/06/ein-kleiner-aufruf.html' title='Ein kleiner Aufruf'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-929271636885311278</id><published>2009-06-07T23:37:00.004+02:00</published><updated>2009-06-08T00:05:20.880+02:00</updated><title type='text'>Demokratie abschaffen - Jetzt!</title><content type='html'>Es war Europawahl, seit beinahe sechs Stunden sind die Wahllokale geschlossen und die ersten Ergebnisse trudeln ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Die Kleinen sind die Größten" schreibt da gar die taz auf ihrer Homepage, und von einem zarten Schwarz-Gelb weiß die Süddeutsche Zeitung zu berichten. Die Schlagzeile des Abends ist jedoch "Beteiligung so gering wie nie" (FAZ). Das sich kaum 3/4 der deutschen Bundesbürger an demokratischen Abstimmungen, welche sich mit der Innerdeutschen Politik befassen, beteiligen ist schon ein wahrlich trauriges Bild, das aber nicht einmal jeder zweite der Meinung ist, eine Meinung zu haben, und diese kundtun zu müssen, wenn es um Europa geht, ist ein Abgrund des demokratischen Grundverständnisses.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine schöne Parole zu diesem Thema ist der Ausspruch, dass politisches Engagement Bürgerpflicht sei. Nun, man kann sich an dieser Stelle wieder in Begriffsdefinitionen ergehen und ich möchte hier keine Leitkarte zum angebrachten politischen Engagement geben, doch eines steht fest: Zu Wählen gehört definitiv dazu, ist sogar eine notwendige Bedingung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt einen weiteren schönen Ausspruch, welcher jedoch eher im Umfeld von Demonstrationen auftritt: "Bürger lasst das Glotzen sein, reiht Euch in die Demo ein!" Es ist ein sehr interessanter Satz, denn der impliziert ein sehr apolitisches Verhalten der bürgerlichen Gesellschaft. Die bürgerliche Gesellschaft lässt Politik geschehen, gafft gerne, möchte sich aber nicht äußern, möchte nicht tätig sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das diese Untätigkeit sich auf den banalen Vorgang des Wählens ausbreitet ist dabei umso dramatischer, als das nur wenige Wähler Wahlprogramme lesen oder ernsthafte alternativen zu ihrer Stammpartei abwägen. Es geht hier quasi nur um den zehn Minütigen Vorgang, sich in ein Wahllokal zu bequemen, sein Kreuz zu machen, den Bogen einzuschmeißen und wieder zu gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das viele kleine Partein, damit sind die drei Partein des bürgerlichen Lagers, also GRÜNE, FDP und DIE LINKE, gemeint, viele Stimmen erhalten, zeigt jedoch zumindest, das ein Groß der Wählerschaft sich ernsthafter mit Politik auseinander setzt. Nach den letzten, mir bekannten, Zahlen gingen über 10% der Stimmen an Andere, ein wahrlich hohes Ergebnis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch wer eine Minderheitspolitik leben möchte braucht dafür keine Demokratie. Mein Vorschlag an dieser Stelle: Führt bitte eine sofortige Diktatur der meißtgewählten Partei ein, dass sie an der Macht ist, obwohl sich über 60% nicht für sie entschieden haben ist dabei vollkommen egal. Wer keine Demokratie will, der braucht sie auch nicht zu bekommen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-929271636885311278?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/929271636885311278/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/06/demokratie-abschaffen-jetzt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/929271636885311278'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/929271636885311278'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/06/demokratie-abschaffen-jetzt.html' title='Demokratie abschaffen - Jetzt!'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-5562987832400741433</id><published>2009-06-06T19:00:00.005+02:00</published><updated>2009-06-06T19:31:51.793+02:00</updated><title type='text'>Das alte Leid</title><content type='html'>Ich mag diese kleinen Spielchen irgendwie, zumindest in der Retrospektive empfinde ich sie immer als höchst amüsant, eigentlich, so muss ich zugeben, geht es dabei jedoch nicht um kleine Banalitäten, sondern um gewichtige Themen. Doch worum geht es überhaupt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute partizipierte ich an einer Demonstration gegen das, vor kurzem mitten in der Essener Innenstadt eröffnete, Bekleidungsgeschäft Oseberg. Die Demonstrationsgemeinschaft umfasste, trotz äußerst schlechten Wetters ca. 500 Antifaschisten und die Stimmung war allgemein gut und friedlich. Was sind nun die kleinen Spielchen, jene, mit dem tiefen Ernst und dem immanenten Amüsenmentcharakter. Es sind derer quasi zwei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das erste handelt von Seitentransparenten. Seitentransparente, das sind, wie der Name schon sagt, Transparente, welche an der Seite des Demonstrationszuges entlanggeführt werden. Diese waren, wie schon so häufig, verboten und ein solches Banner sorgte für eine beinahe 60-Minütige Verzögerung des Demonstrationsstarts. Es mag den Meisten Leuten durchaus als trivial und der Aufregung nicht wert erscheinen, ob nun Banner an der Seite mitgeführt werden oder nicht. Ist es aber nicht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Banner werden aus zwei Gründen verboten, einer ist schlimm, der Andere bedenklich. Zu erst einmal sind Botschaften, welche auf Seitenbannern publiziert werden, für seitlich der Demonstration stehende Passanten deutlich besser sichtbar. Warum es die Organe der Exekutive so interessiert, dass Antifaschistische Banner von möglichst wenig Leuten gesehen werden? - Ich weiß es nicht, es macht auch keinen Sinn und ist zudem nicht der wahre Grund für ein Verbot. Es ist sehr Schade, der wahre Grund jedoch wiegt schwerer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Banner ist eine Art Wall. Von mehreren Leuten getragen, macht es den Demonstrationszug von der Seite "dicht" und schwerer angreifbar. Dies hätte zur Folge, dass die Polizei eben nicht, wie es gängige Methode ist, seitlich in einen Demozug eindringen kann, um ihn zu splitten oder um einzelne Gruppen zu umkesseln. Das es die Exekutive als unabdingbar ansieht, sich diese Möglichkeit unter allen Umständen offen zu halten sagt einiges über die Grundeinstellung der Beamten bzw., ich möchte hier kein Individuum denunzieren und vor allem keinen Teil eines Systems, der Exekutive als Ganzes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der zweite Punkt, welcher mir erneut als äußerst gefährlich erschien, ist ein Problem von hoher Brisanz. Während sich unter dem linken Banner Kommunisten, Sozialisten, Anarchisten und ähnlich denkbare Gesinnungen für das Gemeinsame des Antifaschismus sammeln gibt es immer wieder das Problem Israel, welches schon lange das Lager spaltet. Israel ist für Viele das Symbol des gelebten Antisemitismus, ein Paradies in der Wüste, dessen Schutz höchste Priorität besitzt und natürlich das Kontra zum Hitler-Faschismus darstellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich persönliche stehe eher auf der anderen Seite. Israel ist ein zionistischer Gottesstaat, welcher sich der Säkularisierung widersetzt und Angriffskriege gegen Zivilisten führt. Allein die letzte Militäraktion gegen die palästinensische Bevölkerung hätte als Grund für einen Militäreinsatz der UN in Israel gereicht - gemessen an den sonst angelegten Maßstäben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch hier soll es nicht um die israelische Sicherheitspolitik, sondern um die Spaltungsproblematik gehen. Inzwischen ist man dazu übergegangen Nationalflaggen von Demonstrationen fernzuhalten. Revolution ist International und das Groß der aktiven Antifaschisten ist eh gegen die Staatenidee, vor allem im Nationalökonomischen Sinne, sodass Nationalflaggen auf einer solchen Demonstration nichts zu suchen haben. Hier also ein Aufruf an die Fahnenschwenker: So edel Euer Ansinnen auch sein mag, verwechselt die Kritik an einem kapitalistischen und Kriegsführenden Staat niemals mit Antisemitismus. Eine Regierung dafür anzuprangern, dass sie Kriege gegen eine Zivilbevölkerung führt ist IMMER die Pflicht eines denken Menschen, ob die Regierenden nun Christen, Moslems, Atheisten oder eben auch Juden sein mögen.&lt;br /&gt;Auf jeden toten Israel durch Terroranschläge kommen übrigens 250 Palästinenser durch israelische Militäraktionen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-5562987832400741433?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/5562987832400741433/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/06/das-alte-leid.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/5562987832400741433'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/5562987832400741433'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/06/das-alte-leid.html' title='Das alte Leid'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-3809229538395950818</id><published>2009-06-03T22:45:00.003+02:00</published><updated>2009-06-03T23:19:41.350+02:00</updated><title type='text'>Frauen, Kinder und Deutsche</title><content type='html'>Die Welt ist tragisch, sehr tragisch. Da stürzt ein Flugzeug ab - schon an sich nicht schön. Dann waren da Frauen an Bord und sogar Kinder - es wird dramatisch. Da stellt sich heraus, 26 davon waren Deutsche - Ein Volk in Agonie. Doch sollte diese Schreckensnachricht den Höhepunkt der Tragik darstellen? Weit gefehlt! Zwei der Verstorbenen waren wichtige Vorstandsmitglieder von Thyssen-Krupp!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Volker Pispers sagte einst, wie so oft, einen wunderbaren Satz: "Ich warte auf den Bericht, in dem es heiß: 30 Tote, aber zum Glück nur Männer."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun, das Thema ist zugegebenermaßen alt, durchgekaut, aufgekocht, in den Kreislauf der Fastfood Konzerne geraten und endgültig wieder ausgespien worden. Doch wie heißt es so schön: "Es wurde Alles gesagt, aber nicht von Jedem."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind uns, ich sage einfach mal so spontan wir, einig, dass jeder Mensch doch irgendwie äquivalent ist. Wir sind nicht gleich, aber gleichberechtigt oder welcher andere Spruch Einem grade einfallen mag, die Zahl der Wortklauberein für die Weltverbesserer und Schreibtischrevoluzzer da Draussen scheint auch in diesem Falle unendlich - grundsätzlich sind wir uns aber einig. Woher also diese Berichterstattung?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich stelle mir die Frage, ob das Nationalgefühl so groß ist, dass man in einem spontanen Empathieschub in tiefes Mitgefühl gerät, wenn ein Deutscher stirbt, oder gar eine deutsche Frau, oder ein deutsches Kind. Nun, allen Ernstes, mir ist das alles relativ egal. Ob die Leiche auf Platz 47b nun Karl Postal aus Hamburg, Jacqueline Curie aus Lyon oder Manûel Savez, 8-jähriger Sohn von Claudio Savez, aus Sao Paolo war, es geht mir alles emotional gleich nah.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein kurzer Rückblick auf den Ursprung der Berichterstattung, historisch schwammig und mehr auf Vermutungen gebaut. Früher, in den glorreichen alten Tagen, zogen die Männer in den Krieg und verteidigten, mal auf eigenen, mal auf fremden Feldern, Haus und Hof, Frau und Kinder. Doch diese Zeiten sind nun lange vorbei, die Frau als das Schützenswerte, zumindest wenn damit Ehre zu gewinnen war, im patriachalischen System, das ist lange überholt. Fragen Sie bzw. Du doch einmal die Gefangenen in Guantanamo, wie Diese die Brutalität von weiblichen GI's einschätzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Woher also diese Aufopferung, diese Aufopferungsnatürlichkeit, des männlichen Geschlechts? Ist es unser Schicksal frühzeitig zu sterben? Ist es so natürlich, dass es nicht weiter berichtenswert ist? Sind Soldatinnen eigentlich keine Frauen mehr? Ich las zumindest noch keine Nachrichtennotiz die besagte: "An der südlichen Grenze des Irak starben bei Straßenschlachten 17 Aufständische und 6 Soldaten, darunter zwei Frauen." Ist es die Aufgabe des Soldaten, seine Bestimmung in seiner Funktion selbst, welche sich über das Geschlecht hinwegsetzt, welche ihn dazu bestimmt, zu sterben? Für das höhere Ziel natürlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann die beiden Stahlingenieure, ja, das war ein Drama. Da dachte man, nur unwichtiges Volk wäre an Bord, aber nein, Vorstandsmitglieder von Thyssen-Krupp waren auch darunter. Thyssen-Krupp? Da war doch was! Natürlich, niemals soll man in der Vergangenheit allzu weit stochern, aber wem liegt eigentlich nicht immer die Vergleichskette von Propagandaminister Dr. Goebbles im Ohr, wenn er den Namen Krupp hört. "Schnell wie Windhunde, zäh wie Leder, hart wie Kruppstahl." Ja, genau dieses Unternehmen, benannt nach der Familie, welche Millionen an dem Tod von Millionen Menschen verdiente.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sicherlich haben besagte zwei Ingenieure mit der Tradition des einen Unternehmensstranges nichts mehr zu tun, doch stellt sich die Frage, was sie so viel wichtiger macht. Doch genug der Aggression. Das Thema hat sich bereits wieder gewandelt, die Homepages der Seiten sind aktualisiert, die Frankfurter Rundschau setzt sich mit den ausbleibenden Staatshilfen für den bankrotten Arcandor Konzern auseinander, währen die FAZ und die Süddeutsche Zeitung ein nicht allzu ungefiedertes Hühnchen mit Frau Koch-Mehrin rupfen werden.&lt;br /&gt;Die Bildzeitung sucht übrigens noch Einzelschicksale, vielleicht vermisst der kleine Pascal ja jetzt schon seinen Stuttgarter Spielkameraden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-3809229538395950818?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/3809229538395950818/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/06/frauen-kinder-und-deutsche.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/3809229538395950818'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/3809229538395950818'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/06/frauen-kinder-und-deutsche.html' title='Frauen, Kinder und Deutsche'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-6045184573950416649</id><published>2009-06-01T15:07:00.004+02:00</published><updated>2009-06-01T15:19:41.867+02:00</updated><title type='text'>Ganz aktuell!</title><content type='html'>Erinnert sich noch jemand an die Berichterstattung nach dem Amoklauf von Winnenden und die entsprechende Medienkritik, welche in Folge ganz kurz aufbrandete? Damals sagte irgendein  Journalist grob folgendes: "Das Problem mit der Aktualität ist jenes, dass, wenn es keine Nachrichten gibt, sie eben produziert werden müssen."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Höhepunkt der Idiotie ergab sich im Liveticker eines Fernsehsenders, welcher die Position seines Hubschraubers immer wieder genau angab. Nichtigkeiten im Stakkato: Überfliegen jetzt Autobahn, Hubschrauber gelandet, Journalisten in Innenstadt, Schule fast erreicht etc.. Mit seriösem Journalismus hat das sicher nichts mehr zu tun.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie komme ich nun darauf? Es war RockHard Festival und vor mir liegt eine Seite mit Notizen und Anmerkungen und natürlich muss auch ich schnell sein, also wird dieser Bericht heute noch geschrieben. Natürlich mit Recherche. Es geht darum möglichst viele Playlists zu bekommen, Namen auf Schreibweisen zu überprüfen, fragwürdige Informationen noch einmal gegen zu lesen und den Kollegen aus der Photoabteilung noch einmal zu befragen und Bilder zur Auffrischung des Gedächnises heranzuziehen. Ja, so sieht die Arbeit eines kleinen, unbezahlten Onlineschreiberlings aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die WAZ bzw. DerWesten.de berichteten ebenfalls über das RHF, im Liveblog. Eine Journalistin, man will hoffen, es war eine Praktikantin, ohne Vorwissen über den musikalischen Backround des Festivals, zumindest erscheint es so, tippt vollkommen uninteresannte und stellenweise falsche Dinge in ihr Notebook und schickt es direkt online. Ja, so sieht Journalismus Anno 2009 aus, egal was, hauptsache es geht schnell.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun, ich werde jetzt meine Notizen durchsehen und mit meinem Bericht beginnen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-6045184573950416649?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/6045184573950416649/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/06/ganz-aktuell.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/6045184573950416649'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/6045184573950416649'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/06/ganz-aktuell.html' title='Ganz aktuell!'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-5711920128935591210</id><published>2009-05-27T08:43:00.004+02:00</published><updated>2009-06-01T17:25:16.950+02:00</updated><title type='text'>Stolz, dumm und apolitisch</title><content type='html'>Eigentlich habe ich es schon immer gewusst, aber jetzt steht es endlich schwarz auf zeitungsweiß. Studenten, zumindest die mich umgebenen Kommilitonen, sind dumm. Ein gemeinsamer PISA-Test von SPIEGEL und StudiVZ ergab, dass die Studenten an der Ruhrgebietshochschulen, allen voran Duisburg-Essen, im deutschlandweiten Vergleich schlecht abschnitten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Beweis dafür gab direkt einmal die journalistische Kooperationsarbeit der Universitäten Dortmund, Bochum und Duisburg-Essen, die diese Erkenntnis mit Stolz wahrnahm, man sei ja ein Ruhrgebietskind und so Erdverwachsen - Ach, ich will es garnicht weiter paraphrasieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie stolz darf eigentlich ein Student auf den Mangel von Allgemeinbildung sein und wieviel Euphorie sollte er der Abwesenheit von intellektuellen Fähigkeiten entgegenbringen? Was ist der Student eigentlich heute? Es gab eine Zeit, da drängten sich 13 Studenten in einer Hörsaal an der Universität zu Cambridge um eine Vorlesung Ludwig Wittgensteins zu hören, die Hälfte durfte wieder gehen - zu voll - die Kommillitonen, welche das außerordentliche Glück hatten bleiben zu dürfen verfassten jedoch eine eifrige Mitschrift, entstanden ist Wittgensteins "Blue Book".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und heute? Ja, heute, da blättert Blondie in ihrer Cosmopoliton, träumt davon an einer gemütlichen kleinen Grundschule zu unterrichten und hat der Tragödie erster Teil immernoch nicht gelesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe im Übrigen mit meiner Buchhändlerin gelegentlich auch privaten Kontakt, bzw. Kontakt der sich über den Austausch von Ware und Währung beim Einkauf erhebt. Neulich, es dürfte nach einem Theaterbesuch gewesen sein, erzählte sie von einem Germansitikstudenten, der sich um seine Wissensgrundlage für ein Seminar sorgte. Er habe, so erzählte sie, ihr eröffnet, er sitze nun in einem Seminar zu Thomas Manns "Buddenbrooks", habe nun festgestellt, dass es aber ein sehr dickes Buch sei, habe aber im Kopf, dass es ja jetzt verfilmt wurde, ob die DVD zu haben sei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht nur, dass die Buddenbrooks gefühlte 6000-Mal verfilmt wurden, nein, quo vadis, homo germanici (das ist ein ganz falsches Vulgärlatein, ich weiß)?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die pflichtlektüre hatte in ihrem Herz im Übrigen noch einen großen Bericht über die Europawahl verfasst. Ich sehne mich seit diesem wieder nach einem Fernseher. Ich will Logo Kindernachrichten gucken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und das der AStA den Bildungssttreik ablehnt, weil die organisierenden Gruppen ja zu zivilem Ungehorsam aufrufen und man seine Studenten, welche nicht wissen, dass dies strafrechtlich verfolgt werden könne und dies, an einer Lehramtsfakultät wie der Universität Duisburg-Essen fatale Folgen habe könne, lasse ich an dieser Stelle einmal unkommentiert.&lt;br /&gt;Der Bildungsstreik findet übrigens vom 17.06.09 statt, nur, falls jemand seine Rechte kennt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-5711920128935591210?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/5711920128935591210/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/05/stolz-dumm-und-apolitisch.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/5711920128935591210'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/5711920128935591210'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/05/stolz-dumm-und-apolitisch.html' title='Stolz, dumm und apolitisch'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-2975827784313683933</id><published>2009-05-24T19:10:00.004+02:00</published><updated>2009-05-24T19:33:25.177+02:00</updated><title type='text'>Kurras und der Feuilleton</title><content type='html'>Es ist wahrlich eine interessante Sache mit der deutschen Vergangenheit und dem Drang zur Aufarbeitung. Da stellt sich plötzlich heraus, dass Karl-Heinz Kurras ein SED Parteibuch besaß und wohl auch als IM aktiv gewesen sein soll und schon wird an der einen oder anderen Stelle der Ruf nach einer totalen Neuauflage des Falls laut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich ist es eine, für die deutsch-deutsche Vergangenheit, relavante und interessante neue Frage die sich dort stellt. Was stellte die Stasi mit Interna der Westberliner Polizei an und inwiefern wird das noch eine Rolle in der weiterführenden Stasi-Aufklärung spielen? Doch was genau hat der Fall Ohnesorg damit zu tun? Wie wichtig ist die besagte Tätigkeit in der Betrachtung um die Vorfälle am am 2. Juni 1967? Sie ist ist nichtig!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stephan Hebel schrieb in der gestrigen Frankfurter Rundschau: "Polizist Kurras war kein "Einzeltäter". Sein Schuss war die Eskalation einer gewollten und gezielten, gewaltätigen Repression gegen den Protest." Und damit sollte auch alles gesagt sein, warum?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Frage nach dem 'Warum?' stellt sich bekanntlich immer und entsprechende an dieser Stelle eine kleine Erläuterung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was zeichnete das Umfeld des Mordes, mögen wir ihn an dieser Stelle einmal nicht politisch nennen, an Benno Ohnesorg aus? Brutale Polizeigewalt, besagte Repression des Protests, willkürliches Vorgehen gegen Demonstranten. Soll es nun, in diesem allgemein aufgeheizten Klima, einem Klima, in welchen die junge, linke Intellektuelle die Schuldfrage stellte, in welchem der Ruf nach einer Abkehr von verbrecherischen Staaten und Untersuchung, wie Ausmistung, des eigenen Schweinestalls, immer lauter wurde, sollte in diesem Kontext ein einziger Tod entscheidend sein? Wohl kaum! Sicher, er sagte für mehr Radikalität, doch stellt sich die Frage, ob dieser Schuss nicht auch irgendwo anders, wenige Wochen später, hätte fallen können. Hätte es dann niemals die RAF gegeben? Unwahrscheinlich!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nichts ändert sich in der Retrospektive, was sich nicht bereits geändert hat. Die RAF verlor bereits nach kurzer Zeit ihre Unterstützung in der Bevölkerung und der Springer Verlag darf nach wie vor ungestraft seine gefährlich-populistischen Verdummungsmedien unter das Volk streuen und wir leben ebenso fortwährend in einer apolitischen Gesellschaft, welche durch kapitalistische Interessen geprägt ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mag die neue Aktenlage im Fall Kurras ein Aufhänger für alle Feuilletonisten und Meinungschreiberlinge sein, so werden auch sie, in wenigen Tagen, ehrlich zugeben, dass eine kurze Ruhephase sie doch zu dem Ergebnis brachte, dass sie gegebenfalls etwas überreagierten.&lt;br /&gt;Aber zumindest durfte Stefan Aust den heutigen Feuilleton der FAZ mitgestalten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-2975827784313683933?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/2975827784313683933/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/05/kurras-und-der-feuilleton.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/2975827784313683933'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/2975827784313683933'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/05/kurras-und-der-feuilleton.html' title='Kurras und der Feuilleton'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5987205367083853002.post-4634570684046758114</id><published>2009-05-22T19:54:00.002+02:00</published><updated>2009-05-22T21:29:28.661+02:00</updated><title type='text'>Ein erster Gedankengang</title><content type='html'>Ich stellte heute mit Begeisterung fest, dass sich meine Tageszeitung sehr früh mit mit dem 60ten Geburtstag der Bundesrepublik befasst. Dies tat sie sehr weitgefächert, lies es nicht an Lob mangeln, streute etwas Kritik ein und überließ eine ganze Seite, nun, fast eine ganze Seite, meiner deutschsprachigen Lieblingskollumnisten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun, warum darüber einen Blog schreiben. Warum überhaupt einen Blog schreiben und werde ich nun jeden weiteren Blog damit beginnen, zu sagen, was meine Tageszeitung heute schrieb? Sicherlich nicht, denn wahrscheinlich werde ich sie abbestellen, sie erreicht mich erst Mittags, sodass ich sie erst Abends lesen könnte, was ich Abends jedoch nicht tue, da ich entweder etwas vorbereiten muss, keine Kaffeetasse mehr habe, welche ich benutzen könnte, oder auch einfach mal ein Kapitel Belletristik genießen möchte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch das erläutert nicht die Frage nach dem Blog. Wozu blogge ich und warum sollten Sie, oder solltest Du, diesen Blog lesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum ersten denke ich, blogge ich, um meine Meinung zu gewissen Dingen vor mir selbst darzustellen und klarzustellen. Was man ausformulieren muss, dass muss durchdacht sein. Jeder Lyriker kennt das, wenn er das perfekte Gedicht im Kopf hat, dieses jedoch nicht zu Papier bringen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun, warum ist dieser Blog lesenswert? Ich weiß nicht ob er es ist. Ich finde meine Albenkritiken, Liveberichte und Interviews lesenswert, ich mag meine Kurzgeschichten und literarischen Versuche und der Eine oder Andere empfand Dieselbigen ebenfalls schon als - nun - zumindest nicht abstossend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Worum wird es gehen? Eine gute Frage, weswegen sie gestellt ist und nun einfach zu sagen um Alles und Nichts wäre doch unverschämt. Es geht um wesentlichen aber um Das. Es geht um Kultur, es geht um Musik und Politik, um Wein und Weib und die kleinen, bösen Trivialitäten des Seins. Es geht um Gespräche, positive und negative Erfahrungen, es geht um Austausch und Kommunikation.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um aber nun, einen Bogen spannend, auf den Anfang zurückzukommen, zumindest kurz, noch etwas zu 60 Jahren Deutschland.&lt;br /&gt;Viele sind, nicht zu Unrecht, stolz auf dieses Land, mögen es, treten für es ein und Viele sind, ebenfalls keineswegs zu Unrecht, von einem gewissen Groll gegen diesen Staat erfüllt, versuchen ihn zu reformieren oder gar zu stürzen. Doch die Meisten, ja die, die sind vollkommen desinteressiert oder halt gegen Alles, gegen die Bullenschweine und linke Spinner, gegen die da Oben und die Arbeitslosen, gegen ihren Nachbar, gegen ihren Partner und so weiter. Und gegen das Wählen natürlich.&lt;br /&gt;Wiglaf Droste sagte in einem heute veröffentlichten Interview: "Und es ist schon erstaunlich, wie sich der Deutsche dank seiner Wurschtigkeit in der Demokratie so gemütlich einrichtet wie in einer Diktatur."&lt;br /&gt;Am 07.06.2009 ist übrigens Europawahl.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5987205367083853002-4634570684046758114?l=dfmge.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://dfmge.blogspot.com/feeds/4634570684046758114/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/05/ein-erster-gedankengang.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/4634570684046758114'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5987205367083853002/posts/default/4634570684046758114'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://dfmge.blogspot.com/2009/05/ein-erster-gedankengang.html' title='Ein erster Gedankengang'/><author><name>JoS</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10368476652212444236</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_OpgvzF3x9PU/S0t7etkGKvI/AAAAAAAAAAM/6PY31Sgi6Pc/S220/102_0067.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
