Mir war doch glatt so, als gebe es im Iran ein Dörfchen mit dem Namen Braunschweig. Nun, leider verfehlt, es geht um jene deutsche Stadt Braunschweig und wäre die vorgefallene Aktion nicht so unfassbar lächerlich dächte man sich beinahe in einem totalitären System gefangen. Aber nein, juristisch ist das alles so weit abgesichert, zumindest grob, und Gesetze sind nun einmal da um beachtet zu werden.
Doch klären wir kurz die Situation. Am heutigen Freitag, um 16 Uhr, also quasi genau jetzt, sollte, nach Wunsch von Dirk Schadt, Autor aus Braunschweig, auf dem Schloßplatz vor dem Braunschweiger Einkaufszentrum "Schloßarkaden" ein Flashmob zum Thema "Picknick" stattfinden. Angedacht war eine zweistündige Versammlung mit Speiß und Trank. Verhindert hat dies das Ordnungsamt, welches Schadt aufforderte die Versammlung abzusagen. Herr Schadt tat sein übriges und bat darum - dem Auftrag des Ordnungsamtes, dies im angemessenen Umfang zu tun - via Blog, Flugblättern, Foren und kleinen Informationsblättern an Luftballons die Information weiterzugeben. Dezentrale Organisationsstrukturen greifen eben nicht auf einen E-Mail Verteiler zurück. Mag die Sache als solche schon belustigend sein, so betrachte man erst einmal die Argumentationsstrucktur von Seiten der Behörden.
Argument eins galt dem Pflaster. Die Pflastersteine, so das Amt, seien sehr teuer und sollten keiner unnötigen Belastung ausgesetzt werden, entsprechend möge man doch von dem Vorhaben absehen. Der Anfrage des Iniziators, inwiefern weiche Decken denn gefährlicher sein, als die Absätze von hochhakigen Schuhen, welche Tag für Tag das Pflaster malträtieren, erfolgte leider keine Antwort mehr. Wahrscheinlich war selbst den Bürokraten aus Braunschweig bewusst, dass ihre Argumentation so stupide war, dass man sich lieber zurückzöge.
Deutlich interessanter ist jedoch sogar Argument zwei, welches sich auf die Nutzung des öffentlichen Raumes bezieht. So sei, nach Angaben der Braunschweiger Behörden, der öffentliche Raum lediglich zur Fortbewegung von Punkt A nach Punkt B zu nutzen und nicht zum Aufenthalt gedacht. Die Antworten, welche die Diskussionen in einigen Foren daraufhin prägten, waren in ihrer Vielfältigkeit und ihrem Abwechslungreichtum äußerst lesenswert. Besondere Unterstützung verdient mit Sicherheit der Beitrag eines Forumbesuchers, welcher die Ausweitung von Reiterstaffeln forderte, welche dann, mit kleinen Lanzen bewaffnet, jeden durch leichtes Pieken zur Fortbewegung bringen könnten, der meine, stehen zu bleiben und so den öffentlichen Raum zu missbrauchen.
Doch Spaß bei Seite, denn die Sache ist ernst. Herr Schadt, ebenso entsetzt wie amüsiert, meldete daraufhin eine Demonstration für "Kunstfreiheit und die gemeinschaftliche Nutzung von öffentlichen Räumen" an - und wurde abgewiesen. Das Gedankengut, welches sich dahinter verbirgt, ist gefährlich. Augenscheinlich, auch im Zuge einer stärker werdenden Piratenpartei, fürchten die öffentliche Organe einen Generations-, Sozialstatus und auch der politischen Orientierung übergreifenden Zusammenschluss von Aktivisten, welche sich, eben vor allem von politischen Doktrinen gelöst, für Bürgerrechte und Kultur einsetzen. Alternative Kulturen zur öffentlichen Ordnung, weg von der Stigmatisierung und Präkriminalisierung bisherigen Subkulturen, könnten dort zu einem großen Problem für die bestehenden Machtstrukturen, vor allen im kommunalen und regionalen Raum werden. Eine Art Außerparlamentarischer Opposition ohne jede Form von Radikalität und politischer Angriffsfläche.
Wie sehr die Obrigkeit diese Volksbewegung fürchtet zeigt sich in letzter Zeit immer öfter, so achtet schon der Verfassungsschutz verschärft auf Ankündigungen zu Flashmobs jeder Art. In Karlsruhe kam es vor wenigen Tagen sogar zu direkten Drangsalierungen gegen aktive Bürger seitens der Polizei. Das Phänomen Flashmob dürfte von daher ein interessantes neues Mittel des Protestes werden, vor allem, da diese Institution als solche noch nicht durch Medienpropaganda vergiftet wurde.
Ich werde dann jetzt schnell zum Bus, um den öffentlichen Raum nicht zu lange zu missbrauchen.
Freitag, 31. Juli 2009
Montag, 20. Juli 2009
Moralische Mörder
Da schlug es mich doch beinahe vom Bette, als ich am heutigen Abend die Nachrichten sah. Soldaten der Bundeswehr beschweren sich über einen Mangel an moralischer Unterstützung. Dies ist eine sehr interessante Beschwerde, denn betrachtet man den Einsatzrahmen der Bundeswehr, so fragt man sich doch, was nun alles moralisch unterstützenswert sei. Auch erinnern sollte man sich an die Aussage von Verteidigungsminister Struck aus dem Jahre 2004, als dieser sagte: "Deutschland wird nun auch am Hindukusch verteidigt."
Wer an dieser Stelle nicht an Imperialismus denkt, dem ist die Definition dieses Begriffs nicht bekannt oder der Blick auf die Welt getrübt. Bedenkt man, dass diese Verteidigung eben nicht auf irgendeiner Form von intellektueller Aufklärung basiert, auf irgendeiner Form von gegenseitigem kulturellem Austausch oder auf einer Analyse des Extremismus, sondern auf reiner militärischer Präsenz, mit der Zusatzaufgabe, militärische Einheiten und paramilitärische Polizeitruppen auszubilden.
Zugegeben: Die Meister des Kulturimperialismus waren und sind immer noch die Amerikaner, doch stellt sich die Frage, inwiefern dieser Kultur- (und auch Wirtschafts-)Imperialismus schädlicher ist als die reine militärische Präsenz. Wie wichtig zivile Strukturen sind, ist den großen Kriegstreibern nur allzu bekannt. Sieht man sich die Ziele der Operation "Gegossenes Blei" an, so wird einem deutlich, dass primär Krankenhäuser, Schulen und größere Versammlungstätten Prioritäten bei einem Angriffskrieg genießen. Der Vorwand der asymmetrischen Kriegsführung steigert sich in diesem Falle immer weiter ins lächerliche, denn ein Dorf, steht es im Irak, Afghanistan oder in Gaza, ist noch lange kein vietnamesischer Dschungel, dem nur mit Napalm beizukommen wäre.
Doch zurück zur erweiterten deutschen Grenze. Man könnte fast bösartig sagen, dass der SPD in nicht einmal acht Jahren gelungen ist, was Hitler ein Leben lang plante. Eine Erweiterung der deutschen Grenzen, sogar aus Europa heraus. Doch gelernt haben sie, Russland greift man nicht mehr an. Volker Pispers bemerkte dazu, dies nur also Randnotiz, einmal: "Putin wird nur nicht angegriffen, weil er die Waffen besitzt, von denen man behauptete Hussein hätte sie besessen", so in etwa zumindest.
Nun endgültig zurück zur deutschen Grenze: Der Auftrag der Bundeswehr im Ausland, mag es im Kosovo gewesen sein oder in den heutigen Einsatzgebieten, ist kein Friedenseinsatz. Es handelt sich dabei um knallharte militärische Operationen und die Entrüstung der deutschen Presse und Politik bei Bekanntwerden von Operationen außerhalb des Wiederaufbaus ist so ekelhaft naiv oder falsch, dass sie den mündigen Bürger eigentlich zum erbrechen bringen müsste.
Im übrigen töteten am gestrigen Tag deutsche Soldaten einen Minderjährigen. Pace!
Wer an dieser Stelle nicht an Imperialismus denkt, dem ist die Definition dieses Begriffs nicht bekannt oder der Blick auf die Welt getrübt. Bedenkt man, dass diese Verteidigung eben nicht auf irgendeiner Form von intellektueller Aufklärung basiert, auf irgendeiner Form von gegenseitigem kulturellem Austausch oder auf einer Analyse des Extremismus, sondern auf reiner militärischer Präsenz, mit der Zusatzaufgabe, militärische Einheiten und paramilitärische Polizeitruppen auszubilden.
Zugegeben: Die Meister des Kulturimperialismus waren und sind immer noch die Amerikaner, doch stellt sich die Frage, inwiefern dieser Kultur- (und auch Wirtschafts-)Imperialismus schädlicher ist als die reine militärische Präsenz. Wie wichtig zivile Strukturen sind, ist den großen Kriegstreibern nur allzu bekannt. Sieht man sich die Ziele der Operation "Gegossenes Blei" an, so wird einem deutlich, dass primär Krankenhäuser, Schulen und größere Versammlungstätten Prioritäten bei einem Angriffskrieg genießen. Der Vorwand der asymmetrischen Kriegsführung steigert sich in diesem Falle immer weiter ins lächerliche, denn ein Dorf, steht es im Irak, Afghanistan oder in Gaza, ist noch lange kein vietnamesischer Dschungel, dem nur mit Napalm beizukommen wäre.
Doch zurück zur erweiterten deutschen Grenze. Man könnte fast bösartig sagen, dass der SPD in nicht einmal acht Jahren gelungen ist, was Hitler ein Leben lang plante. Eine Erweiterung der deutschen Grenzen, sogar aus Europa heraus. Doch gelernt haben sie, Russland greift man nicht mehr an. Volker Pispers bemerkte dazu, dies nur also Randnotiz, einmal: "Putin wird nur nicht angegriffen, weil er die Waffen besitzt, von denen man behauptete Hussein hätte sie besessen", so in etwa zumindest.
Nun endgültig zurück zur deutschen Grenze: Der Auftrag der Bundeswehr im Ausland, mag es im Kosovo gewesen sein oder in den heutigen Einsatzgebieten, ist kein Friedenseinsatz. Es handelt sich dabei um knallharte militärische Operationen und die Entrüstung der deutschen Presse und Politik bei Bekanntwerden von Operationen außerhalb des Wiederaufbaus ist so ekelhaft naiv oder falsch, dass sie den mündigen Bürger eigentlich zum erbrechen bringen müsste.
Im übrigen töteten am gestrigen Tag deutsche Soldaten einen Minderjährigen. Pace!
Empathie für Diktatoren
Ein wunderbar missverständlicher Titel. Man mag es herauslesen, es scheint intrinsisch notwendig, dass jene Solitärs an der Spitze des Staates ein deutlich größeres Empathievermögen bräuchten. Nun, das mag sein, ich kenne Keinen, aber ich kenne viele, die eine deutlich größere Empathie für Diktatoren entwickeln sollten.
Es klingt, das muss ich zugeben, doch immer ein wenig unglaubwürdig, wenn ein einzelner Mensch ein Schlachtfeld humanitärer Katastrophen hinterlässt nur um im Anschluss zu beteuern, er habe dies doch garnicht gewollt. Doch könnte dem nicht wirklich so sein? Kann es nicht jene logische Konsequenz aus einem kleinen Fehltritt geben? Den Flügelschlag, welcher zum Hurricane mutiert? Eine nicht geschlossene Tür, ein Schmierzettel an falscher Stelle und alles wendet sich zum schlechten, doch aus Angst, oder Verantwortungsgefühl, oder gar moralischer Überlegenheit beginnt einer Prozess der permanenten Machtsicherung, welcher zu eben jenen Diktaturen führt, welche uns im Allgemeinen bekannt sind.
Nun vielleicht ist es nicht irgendein Schmierzettel, aber es mag mit äquivalent trivialen Ereignissen beginnen. Machtsicherung beginnt im kleinsten, beginnt eigentlich schon bei der Frage, wer den Platz an der Wand bekommt oder wer bei der Sitzung vor Kopf sitzt. Subtile Machstrukturen entstehen zumeist nicht über Ämterbezeichnungen, sondern über Geleistetes, welches man in den Kontext mit den Leistungen anderer stellt, meist um seine Position hervorzuheben. Es ist ein wenig eine katholische Angelegenheit, man will der Erste unter gleichen sein und hat man dies erst erreicht, so ist man Papst - oder einfach eine Sprosse auf der Hierachieleiter weiter nach oben geklettert.
Der problematische Teil, welcher schlussendlich den Rebellen zum Diktator macht, oder eben den kleinen Arbeiter oder jeden beliebigen - sicherlich moralisch legitimierten - Menschen, welcher eine Veränderung wünscht, beginnt dann in der Abschottung. Es lebt sich Gefährlich, wenn man revolutionäre Ideen hatte (Nietzsche wusste das) und selbst, wenn man nur eingefahrene bürokratische Systeme aufbrechen will, weiß man nie, ob man nicht in ein Wespennest sticht. Die logische Konsequenz daraus ist ein Abschotten, ein Absichern und, denn auch Revolutionäre werden gelegentlich von Selbstzweifeln geplagt, eine immer wiederkehrende Selbstversicherung etwas "Gutes" (das dieser Begriff so abstrakt ist widerstrebt mir durchaus auch, doch finde ich keinen Treffenderen und in seiner Abstraktheit lässt er doch unterschiedliche Deutungsarten zu, die verschiedenen Lesern sicherlich, zumindest im Durchschnitt, ein entsprechendes Bild zur Verdeutlichung meiner These zugänglich machen) zu tun. Und genau hier liegt eben das Problem, der Abgleich zwischen Ideal und Realität ist nicht mehr möglich und der einstige Schöpfer der Veränderung wird, man mag sich das vorstellen wie dem späten Beethoven, taub für die Lebenswirklich, dirigiert stattdessen eine Symphonie der Zerstörung, welche ihm als Arie der Glückseligkeit erscheint.
Zugegeben: Es gibt Diktatoren, welche ihre Länder und deren Bevölkerung bewusst ausbeuten und zur Genüge jene, die sich im Wohlstand so eingelebt haben, dass sie ihre Prinzipien dem Geld geopfert haben, doch, und hier mag ein jeder einen Selbstversuch wagen, ersuchen wir nicht alle die Sicherung von Dingen, die wir für gut und richtig halten?
Es klingt, das muss ich zugeben, doch immer ein wenig unglaubwürdig, wenn ein einzelner Mensch ein Schlachtfeld humanitärer Katastrophen hinterlässt nur um im Anschluss zu beteuern, er habe dies doch garnicht gewollt. Doch könnte dem nicht wirklich so sein? Kann es nicht jene logische Konsequenz aus einem kleinen Fehltritt geben? Den Flügelschlag, welcher zum Hurricane mutiert? Eine nicht geschlossene Tür, ein Schmierzettel an falscher Stelle und alles wendet sich zum schlechten, doch aus Angst, oder Verantwortungsgefühl, oder gar moralischer Überlegenheit beginnt einer Prozess der permanenten Machtsicherung, welcher zu eben jenen Diktaturen führt, welche uns im Allgemeinen bekannt sind.
Nun vielleicht ist es nicht irgendein Schmierzettel, aber es mag mit äquivalent trivialen Ereignissen beginnen. Machtsicherung beginnt im kleinsten, beginnt eigentlich schon bei der Frage, wer den Platz an der Wand bekommt oder wer bei der Sitzung vor Kopf sitzt. Subtile Machstrukturen entstehen zumeist nicht über Ämterbezeichnungen, sondern über Geleistetes, welches man in den Kontext mit den Leistungen anderer stellt, meist um seine Position hervorzuheben. Es ist ein wenig eine katholische Angelegenheit, man will der Erste unter gleichen sein und hat man dies erst erreicht, so ist man Papst - oder einfach eine Sprosse auf der Hierachieleiter weiter nach oben geklettert.
Der problematische Teil, welcher schlussendlich den Rebellen zum Diktator macht, oder eben den kleinen Arbeiter oder jeden beliebigen - sicherlich moralisch legitimierten - Menschen, welcher eine Veränderung wünscht, beginnt dann in der Abschottung. Es lebt sich Gefährlich, wenn man revolutionäre Ideen hatte (Nietzsche wusste das) und selbst, wenn man nur eingefahrene bürokratische Systeme aufbrechen will, weiß man nie, ob man nicht in ein Wespennest sticht. Die logische Konsequenz daraus ist ein Abschotten, ein Absichern und, denn auch Revolutionäre werden gelegentlich von Selbstzweifeln geplagt, eine immer wiederkehrende Selbstversicherung etwas "Gutes" (das dieser Begriff so abstrakt ist widerstrebt mir durchaus auch, doch finde ich keinen Treffenderen und in seiner Abstraktheit lässt er doch unterschiedliche Deutungsarten zu, die verschiedenen Lesern sicherlich, zumindest im Durchschnitt, ein entsprechendes Bild zur Verdeutlichung meiner These zugänglich machen) zu tun. Und genau hier liegt eben das Problem, der Abgleich zwischen Ideal und Realität ist nicht mehr möglich und der einstige Schöpfer der Veränderung wird, man mag sich das vorstellen wie dem späten Beethoven, taub für die Lebenswirklich, dirigiert stattdessen eine Symphonie der Zerstörung, welche ihm als Arie der Glückseligkeit erscheint.
Zugegeben: Es gibt Diktatoren, welche ihre Länder und deren Bevölkerung bewusst ausbeuten und zur Genüge jene, die sich im Wohlstand so eingelebt haben, dass sie ihre Prinzipien dem Geld geopfert haben, doch, und hier mag ein jeder einen Selbstversuch wagen, ersuchen wir nicht alle die Sicherung von Dingen, die wir für gut und richtig halten?
Donnerstag, 16. Juli 2009
Ein Tribut
Eine Hommage widmet man zumeist Verstorbenen und dann wiederum primär jenen Revolutionären, welche ihre Revolution irgendwie in die Mitte der Gesellschaft getragen haben, jene, welche irgendwie domestiziert wurden und deren Gedankengut man gutbürgerlich, sich dabei so frei und unabhängig fühlend, leben kann. Sei es Musik, Literatur oder Politik, ein jeder wird nach dem Ausgang seines Versuches beurteilt, nicht dem Versuch selbst.
Eine weitere Form der Ehrenbekundung findet zumeist im Kreise emotionaler Nähe statt. Dies beginnt mit der, schon seit 20 Jahren nicht mehr amüsanten, Büttenrede auf die Großmama, zieht sich mit überraschend gut gewählten Worten zum Geburtstag bis hin zur Erwähnung eines Freundes, welcher, irgendwie vergessen, doch einmal etwas schuf und es Post-mortem noch in den Feuilleton schafft, der Tod ist doch wahrlich etwas ehrendes.
Darum ein mal ein Tribut an die Lebenden, zumindest derer Drei und ganz besonders einem. Ein Namen wollt ihr hören? Ach, Namen sind doch Schall und Rauch und ich muss zugeben, dass ich ihn bereits vergessen habe, wenn es den der richtige Name war.
Wenn jemand, auf einer Treppe sitzend, zwischen einer Gitarre und einem Rucksack voller Tape's, Bilder und Noten, sich eine Zigarette drehend auf die Frage, was er und seine Begleiter denn für Leute seien mit einem lächeln antwortet: "Komische Leute", so erscheint dies nahezu Romanfähig. Tramper in der Moderne, ein wenig an Albert Hammond und seine Free Electric Band erinnernd. Ungestresst und freundlich, Auskunftgebend und interessiert. Darum eine Hommage an zwei Männer und eine Frau, an einem Sonntagabend, am Essener Hauptbahnhof, welche mir das Warten auf den Zug so angenehm machten, dass ich mich schwer lösen konnte. Danke für den Blues, danke für Hendrix, danke für Dylan.
Wenn sich Freiheit irgendwie definieren lassen sollte, dann so. Fernab von allem Monetarismus, fernab von aller Hektik. Guys - you made my day!
Eine weitere Form der Ehrenbekundung findet zumeist im Kreise emotionaler Nähe statt. Dies beginnt mit der, schon seit 20 Jahren nicht mehr amüsanten, Büttenrede auf die Großmama, zieht sich mit überraschend gut gewählten Worten zum Geburtstag bis hin zur Erwähnung eines Freundes, welcher, irgendwie vergessen, doch einmal etwas schuf und es Post-mortem noch in den Feuilleton schafft, der Tod ist doch wahrlich etwas ehrendes.
Darum ein mal ein Tribut an die Lebenden, zumindest derer Drei und ganz besonders einem. Ein Namen wollt ihr hören? Ach, Namen sind doch Schall und Rauch und ich muss zugeben, dass ich ihn bereits vergessen habe, wenn es den der richtige Name war.
Wenn jemand, auf einer Treppe sitzend, zwischen einer Gitarre und einem Rucksack voller Tape's, Bilder und Noten, sich eine Zigarette drehend auf die Frage, was er und seine Begleiter denn für Leute seien mit einem lächeln antwortet: "Komische Leute", so erscheint dies nahezu Romanfähig. Tramper in der Moderne, ein wenig an Albert Hammond und seine Free Electric Band erinnernd. Ungestresst und freundlich, Auskunftgebend und interessiert. Darum eine Hommage an zwei Männer und eine Frau, an einem Sonntagabend, am Essener Hauptbahnhof, welche mir das Warten auf den Zug so angenehm machten, dass ich mich schwer lösen konnte. Danke für den Blues, danke für Hendrix, danke für Dylan.
Wenn sich Freiheit irgendwie definieren lassen sollte, dann so. Fernab von allem Monetarismus, fernab von aller Hektik. Guys - you made my day!
Montag, 29. Juni 2009
Kulturelles Kapital
Ein kleiner Gedanke etwas Abseits vom Tagesgeschehen. Ich dachte in der letzten Woche viel über den Wert von Traditionen nach. Über eine kulturelle Identität und warum ich Patriotismus auf lokaler Ebene nachvollziehen kann, während ich Nationalpatriotismus für eine äußerst stupide Angelegenheit halte.
Ein Augenmerk dabei fiel vor allem auf iranische Emigranten, welche sich selbst eher als Perser bezeichnen, denn als Iraner und welche die persische Kultur, das kulturelle Erbe, in Ehren halten und verteidigen. Zugegeben, hier geht es um einen gegensätzlichen Effekt zum Lokalpatriotismus, aber die Kategorisierung scheint mir doch treffender. Große Denker waren immerhin keine Schwaben, sondern Kosmopoliten, und dennoch, dies erscheint mir zumindest in einer groben Übersicht so, immer ihrer Heimat, und damit ist nicht der Nationalstaat gemeint, verbunden. Nietzsche zum Beispiel schimpfte immer sehr über Deutschtümmelei und lobte den französischen Aufklärungsdrang, war dennoch von der ihm umgebenen Landschaft begeistert und fühlte sich dort heimisch.
Doch an dieser Stelle möchte ich den Bogen schnell zurückschlagen, bevor ich allzuweit abweiche. Worin besteht unsere kulturelle Identifikation, wie weit reicht sie zurück und in wieweit zehren wir davon? Als Ausrede benutzen wir sie definitiv gerne, zumindest wir Lokalisten. Wir Ruhrgebietler, wenn wir des Genitivs überdrüssig sind, die Schwaben, wenn sie Vergleiche mit "wie" anstellen und die Sachsen, wenn sie sich weigern verständlich zu sprechen (Sächsisch soll übrigens im nicht artikulierten Laut beim Orgasmus sehr sexy sein - ich stelle das mal in Frage).
Besteht unsere Identifikation aus einem Nothalt vor dem Rutsch in die Weite der Welt?
Der große Unterschied zwischen Berlin und Essen besteht im Umgang der Kulturen. Während sich Berlin sehr vielsprachig und multikulturell gestaltet zeigen sich Ruhrgebietsstädte eher subkulturell. Woran liegt das?
Verweigern sich bildungsferne Schichten absichtlich einer kulturellen Bildung und wohin ist der proletarische Kunstinstinkt gegangen? Hesse merkt in seinem Steppenwolf an, dass der Jazz, jenes Wilde, eben die Kunst der weniger feineren Geister sei. Die Kindergeschichte Aristocats arbeitet ebenso mit einem Unterschied zwischen proletarischer Kultur und Hochkultur (auch hier wieder am Beispiel des Jazz). Wohin ist diese Kultur eigentlich entschwunden?
Dies als lose Gedankensammlung an dieser Stelle. Ich wünsche einen guten Start in die Woche. Achja, ein Artikel von mir, etwas sortierter, erscheint übrigens in der nächsten Academy.
Ein Augenmerk dabei fiel vor allem auf iranische Emigranten, welche sich selbst eher als Perser bezeichnen, denn als Iraner und welche die persische Kultur, das kulturelle Erbe, in Ehren halten und verteidigen. Zugegeben, hier geht es um einen gegensätzlichen Effekt zum Lokalpatriotismus, aber die Kategorisierung scheint mir doch treffender. Große Denker waren immerhin keine Schwaben, sondern Kosmopoliten, und dennoch, dies erscheint mir zumindest in einer groben Übersicht so, immer ihrer Heimat, und damit ist nicht der Nationalstaat gemeint, verbunden. Nietzsche zum Beispiel schimpfte immer sehr über Deutschtümmelei und lobte den französischen Aufklärungsdrang, war dennoch von der ihm umgebenen Landschaft begeistert und fühlte sich dort heimisch.
Doch an dieser Stelle möchte ich den Bogen schnell zurückschlagen, bevor ich allzuweit abweiche. Worin besteht unsere kulturelle Identifikation, wie weit reicht sie zurück und in wieweit zehren wir davon? Als Ausrede benutzen wir sie definitiv gerne, zumindest wir Lokalisten. Wir Ruhrgebietler, wenn wir des Genitivs überdrüssig sind, die Schwaben, wenn sie Vergleiche mit "wie" anstellen und die Sachsen, wenn sie sich weigern verständlich zu sprechen (Sächsisch soll übrigens im nicht artikulierten Laut beim Orgasmus sehr sexy sein - ich stelle das mal in Frage).
Besteht unsere Identifikation aus einem Nothalt vor dem Rutsch in die Weite der Welt?
Der große Unterschied zwischen Berlin und Essen besteht im Umgang der Kulturen. Während sich Berlin sehr vielsprachig und multikulturell gestaltet zeigen sich Ruhrgebietsstädte eher subkulturell. Woran liegt das?
Verweigern sich bildungsferne Schichten absichtlich einer kulturellen Bildung und wohin ist der proletarische Kunstinstinkt gegangen? Hesse merkt in seinem Steppenwolf an, dass der Jazz, jenes Wilde, eben die Kunst der weniger feineren Geister sei. Die Kindergeschichte Aristocats arbeitet ebenso mit einem Unterschied zwischen proletarischer Kultur und Hochkultur (auch hier wieder am Beispiel des Jazz). Wohin ist diese Kultur eigentlich entschwunden?
Dies als lose Gedankensammlung an dieser Stelle. Ich wünsche einen guten Start in die Woche. Achja, ein Artikel von mir, etwas sortierter, erscheint übrigens in der nächsten Academy.
Sonntag, 21. Juni 2009
Bilungsstreik - Der Samstag
Freiheit ist Nichts, was man einmal erwirbt und dann für immer besitzt. Freiheit ist ein Gut, welches immer wieder verteidigt werden muss. Mit freier Bildung sieht es da sehr Ähnlich aus und so versammelten sich am gestrigen Samstag in Düsseldorf auch wieder zahlreiche Studenten, Schüler, Intellektuelle und Sympathisanten um für bessere Bedingungen in Schulen und Universitäten auf die Straße zu gehen.
Die Zahlen für gestern? Während der Demo hieß es einmal 10.000, das war jedoch Unsinn, die offiziellen Zahlen liegen zwischen 2500 und 5000...dazwischen wird irgendwo die Wahrheit liegen. Der Demonstrationszug verlief auch gestern wieder friedlich, allerdings kam es zu kleinen Auseinandersetzungen mit der Exekutive, als sich ca. 200 Demonstranten weigerten eine blockierte Kreuzung auf der Heinrich-Heine-Allee zu räumen. Das Spiel dauerte über drei Stunden an, immer mehr Teilnehmer der Demonstration kamen vom Ort der Abschlusskundgebung zurück, um Solidarität zu den inzwischen eingekesselten Bildungskämpfern zu zeigen. Abgesehen von einem Versuch der Polizei in die Menge der Demonstranten einzudringen, welche, getrennt von einer Wagenburg und stellenweise drei Reihen Polizisten, auf das Geschehen im Inneren des Kessels zu achten versuchten, verlief die Auseinandersetzung friedlich, es kam jedoch zu beinahe 200 Festnahmen.
Im Anschluss an die Räumung zog eine Spontandemo von der Heinrich-Heine-Allee zum Polizeipräsdium, um die Gefangenen zu empfangen. Das Prozedere zog sich über Stunden hinweg, die Polizei, so lies es sich aus Aussagen der Inhaftierten herauslesen, gingen dabei höchst willkürlich vor. Zudem waren nicht h´genug Fahrzeuge zum Abtransport der Eingekesselten vorhanden, was dazu führte, dass ein Linienbus angemietet werden musste. Als ich selbst gegen 22.30 Uhr den Ort des Geschehens verließ, waren immernoch nicht alle freigelassen, es wartete jedoch auch ein Mob von ca. 200 Menschen auf die in Haft genommenen.
Ein kleines Resümee zum Gesamtablauf des Bildungsstreik: Im großen und ganzen ist die Aktion als positiv zu bewerten, es kam zu wenig Zwischenfällen. Das Rektorat in Heidelberg wurde inzwischen polizeilich geräumt, das Audimax in Bochum wieder freigegeben, nur die Marburger Studenten scheinen noch zu besetzen, ein kleiner Aufruf zum Durchhalten daher an dieser Stelle.
Zum Abschluss der Streikwoche schaffte es dann noch die CDU, vertreten durch Hessens Bildungspolitischensprecher Hans-Jürgen Irmer, sich ins politische Abseits zu befördern, indem jener die Proteste als antidemokratisch bezeichnete. Ein bitte an den, ja ach so fleißigen, Verfassungsschutz an dieser Stelle: Beobachtung der CDU wegen tendenzieller Missachtung des Grundgesetzes, Einschränkung der Meinungsfreiheit und Diffarmierung politischer Gegner. Danke!
Die Zahlen für gestern? Während der Demo hieß es einmal 10.000, das war jedoch Unsinn, die offiziellen Zahlen liegen zwischen 2500 und 5000...dazwischen wird irgendwo die Wahrheit liegen. Der Demonstrationszug verlief auch gestern wieder friedlich, allerdings kam es zu kleinen Auseinandersetzungen mit der Exekutive, als sich ca. 200 Demonstranten weigerten eine blockierte Kreuzung auf der Heinrich-Heine-Allee zu räumen. Das Spiel dauerte über drei Stunden an, immer mehr Teilnehmer der Demonstration kamen vom Ort der Abschlusskundgebung zurück, um Solidarität zu den inzwischen eingekesselten Bildungskämpfern zu zeigen. Abgesehen von einem Versuch der Polizei in die Menge der Demonstranten einzudringen, welche, getrennt von einer Wagenburg und stellenweise drei Reihen Polizisten, auf das Geschehen im Inneren des Kessels zu achten versuchten, verlief die Auseinandersetzung friedlich, es kam jedoch zu beinahe 200 Festnahmen.
Im Anschluss an die Räumung zog eine Spontandemo von der Heinrich-Heine-Allee zum Polizeipräsdium, um die Gefangenen zu empfangen. Das Prozedere zog sich über Stunden hinweg, die Polizei, so lies es sich aus Aussagen der Inhaftierten herauslesen, gingen dabei höchst willkürlich vor. Zudem waren nicht h´genug Fahrzeuge zum Abtransport der Eingekesselten vorhanden, was dazu führte, dass ein Linienbus angemietet werden musste. Als ich selbst gegen 22.30 Uhr den Ort des Geschehens verließ, waren immernoch nicht alle freigelassen, es wartete jedoch auch ein Mob von ca. 200 Menschen auf die in Haft genommenen.
Ein kleines Resümee zum Gesamtablauf des Bildungsstreik: Im großen und ganzen ist die Aktion als positiv zu bewerten, es kam zu wenig Zwischenfällen. Das Rektorat in Heidelberg wurde inzwischen polizeilich geräumt, das Audimax in Bochum wieder freigegeben, nur die Marburger Studenten scheinen noch zu besetzen, ein kleiner Aufruf zum Durchhalten daher an dieser Stelle.
Zum Abschluss der Streikwoche schaffte es dann noch die CDU, vertreten durch Hessens Bildungspolitischensprecher Hans-Jürgen Irmer, sich ins politische Abseits zu befördern, indem jener die Proteste als antidemokratisch bezeichnete. Ein bitte an den, ja ach so fleißigen, Verfassungsschutz an dieser Stelle: Beobachtung der CDU wegen tendenzieller Missachtung des Grundgesetzes, Einschränkung der Meinungsfreiheit und Diffarmierung politischer Gegner. Danke!
Donnerstag, 18. Juni 2009
Bildungsstreik - Der Mittwoch
Perfektes Demowetter, strahlender Sonnenschein und so waren es auch ca. 3000 Studierende, Schüler und Sympathisanten, welche sich gegen 13.30Uhr ihren Weg von der Campus Wiese, durch die Essener City und wieder zurückbahnten. Unter starkem Aufgebot der Polizei, aber nicht abgeschreckt von der Präkriminalisierung durch den Verfassungsschutz kämpfte sich die Meute munter am Limbecker-Platz vorbei, ein wenig durch die Innenstadt Richtung Bahnhof, wo man auf Zugbesetzer aus Bochum traf, welche dann auch sofort unter die Fittiche der Essener Bilungsverlierer genommen wurden - die Polizei war bereits nevörs ob des nicht angemeldeten Zuwachses, und in einem kleinen Bogen wieder zurück.
Das Fazit zur Demo? Friedlich, für Essener Verhältnisse gut besucht und sehr amüsant. Viele Sitzblockaden auf Kreuzungen und ein gutes Auskommen zwischen Schülern und Studenten, denn auf beiden Seiten zeigten sich einige Neulinge, welche der Verrichtung ihrer demokratischen Rechte noch nicht nachgekommen waren, auch wenn Seitens der Schüler stellenweise etwas Unklarheit über den Zweck der Demo zu herrschen schien.
Trotz guten Verlaufs bleibt aber ein bitterer Nachgeschmack. Kurz nach dem Wiedereintreffen vor dem R12 Eingang der Universität stürmten mehrere Beamte das Gebäude der Fakultät, im Nachgang wurde das Polizeiaufgebot auf dem Campus verstärkt, eine Begründung liegt bisher nicht vor, 10 Personen, so der letzte Stand, wurden festgenommen, auch ist von gewaltsamen Übergriffen Seitens der Polizei auf drei Minderjährige berichtet worden.
Das die Beamten ein altes Abkommen brachen und unaufgefordert den Campus betraten stellt sicherlich einen Tiefpunkt polizeilicher Repressalien gegen Studenten dar. Zwar, so sagt es das Gesetz, ist Universitätsgeläde Landesgelände, doch galt bisher zumindest noch ein gewisser Respekt vor universitärer Selbstverwaltung. Spätestens durch die Kameraaufnahmen des Verfassungsschutzes auf dem Campus ist dieser endgültig beseitigt. Zwar zog sich die Polizei nach lauten Aufforderungen aus dem Gelände zurück, aber vor allem der Übergriff auf die drei Minderjährigen, welche auch noch in einem Gebäude festgehalten wurden, welches wegen Feueralarms geräumt wurde, ist erschreckend.
Dennoch, der restliche Tag verlief weiter friedlich mit Diskussionen und ein wenig Partylaune auf der Campuswiese und der Auftritt von La Signora im KKC bot schlussendlich einen entsprechenden kulturellen Abschluss - an welchem leider, wie gewohnt, wenige partizipierten.
Samstag ist übrigens eine gemeinsame Demo in Düsseldorf geplant!
Das Fazit zur Demo? Friedlich, für Essener Verhältnisse gut besucht und sehr amüsant. Viele Sitzblockaden auf Kreuzungen und ein gutes Auskommen zwischen Schülern und Studenten, denn auf beiden Seiten zeigten sich einige Neulinge, welche der Verrichtung ihrer demokratischen Rechte noch nicht nachgekommen waren, auch wenn Seitens der Schüler stellenweise etwas Unklarheit über den Zweck der Demo zu herrschen schien.
Trotz guten Verlaufs bleibt aber ein bitterer Nachgeschmack. Kurz nach dem Wiedereintreffen vor dem R12 Eingang der Universität stürmten mehrere Beamte das Gebäude der Fakultät, im Nachgang wurde das Polizeiaufgebot auf dem Campus verstärkt, eine Begründung liegt bisher nicht vor, 10 Personen, so der letzte Stand, wurden festgenommen, auch ist von gewaltsamen Übergriffen Seitens der Polizei auf drei Minderjährige berichtet worden.
Das die Beamten ein altes Abkommen brachen und unaufgefordert den Campus betraten stellt sicherlich einen Tiefpunkt polizeilicher Repressalien gegen Studenten dar. Zwar, so sagt es das Gesetz, ist Universitätsgeläde Landesgelände, doch galt bisher zumindest noch ein gewisser Respekt vor universitärer Selbstverwaltung. Spätestens durch die Kameraaufnahmen des Verfassungsschutzes auf dem Campus ist dieser endgültig beseitigt. Zwar zog sich die Polizei nach lauten Aufforderungen aus dem Gelände zurück, aber vor allem der Übergriff auf die drei Minderjährigen, welche auch noch in einem Gebäude festgehalten wurden, welches wegen Feueralarms geräumt wurde, ist erschreckend.
Dennoch, der restliche Tag verlief weiter friedlich mit Diskussionen und ein wenig Partylaune auf der Campuswiese und der Auftritt von La Signora im KKC bot schlussendlich einen entsprechenden kulturellen Abschluss - an welchem leider, wie gewohnt, wenige partizipierten.
Samstag ist übrigens eine gemeinsame Demo in Düsseldorf geplant!
Abonnieren
Posts (Atom)